AT-Alert aus Tirol kann auch in Südtirol erscheinen

21.02.2026, 13:30

Lawinenwarnung aus Tirol vom 21. Februar eventuell auch auf Handys in Grenzgebieten in Südtirol empfangen – Bevölkerung muss Nachricht nur bestätigen

Das Alert-System gilt als das modernste Alarmierungssystem und wird schrittweise im ganzen EU-Raum eingeführt. In Italien steht IT für Italien, in Österreich steht AT für Österreich, Alert heißt Warnung. Am 21. Februar wurde in Tirol über AT-Alert vor der Lawinengefahr gewarnt.  Eventuell wurde die Nachricht in Südtirol in grenznahen Gebieten wegen des Overshooting-Effekts ebenfalls empfangen. (Foto: LPA)
Das Alert-System gilt als das modernste Alarmierungssystem und wird schrittweise im ganzen EU-Raum eingeführt. In Italien steht IT für Italien, in Österreich steht AT für Österreich, Alert heißt Warnung. Am 21. Februar wurde in Tirol über AT-Alert vor der Lawinengefahr gewarnt. Eventuell wurde die Nachricht in Südtirol in grenznahen Gebieten wegen des Overshooting-Effekts ebenfalls empfangen. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). Am 21. Februar hat die Zivilschutzbehörde im Bundesland Tirol (Österreich) eine AT-Alert-Warnmeldung wegen Lawinengefahr gesendet. Aufgrund technischer Reichweitenüberschreitungen kann die Nachricht auch auf Mobiltelefonen in grenznahen Gebieten von Südtirol erscheinen.

Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom „Overshooting“. Dabei erreicht eine Mobilfunkzelle auch Geräte außerhalb des vorgesehenen Gebietes, etwa im Raum Brenner oder im oberen Pustertal.

Wer die Meldung in Südtirol erhält, muss keine Maßnahmen ergreifen. Die Bevölkerung bestätigt den Empfang lediglich durch Antippen und kann die Nachricht anschließend schließen.

Das Alert-System gilt als eines der modernsten Warnsysteme Europas. In Italien heißt es IT-Alert, in Österreich AT-Alert. Es nutzt die sogenannte Cell-Broadcast-Technologie: Alle empfangsbereiten Mobiltelefone innerhalb einer Funkzelle erhalten gleichzeitig eine kurze Textwarnung – anonym und ohne Speicherung persönlicher Daten.

Da in dem Fall vom 21. Februar die Aussendung aus der Landeswarnzentrale in Innsbruck stammt, handelt es sich beim Empfang in Südtirol nur um eine technische Überreichweite aus dem Nachbarland. Eine Gefahr besteht nicht.

pio