Auszeichnung für inklusives Schulungsprojekt des Landes Südtirol

26.05.2026, 09:35

Land Südtirol erhält "Premio Basile" für Weiterbildung zu Inklusion, digitaler Barrierefreiheit und verständlicher Kommunikation in der öffentlichen Verwaltung

Das Land Südtirol wurde beim nationalen Weiterbildungspreis "Premio Basile" in Udine für sein Schulungsprojekt zu Inklusion, digitaler Barrierefreiheit und verständlicher Kommunikation in der öffentlichen Verwaltung ausgezeichnet.
Im Bild von links nach rechts: Maria Rita Bongiorno, Witwe von Filippo Basile, Namensgeber des "Premio Basile", Alexander Steiner, Generaldirektor des Landes, Renate Mayr, Mitarbeiterin der Agentur für Presse und Kommunikation, Günter Sölva, Direktor des Amtes für Personalentwicklung. (Foto: LPA)
Das Land Südtirol wurde beim nationalen Weiterbildungspreis "Premio Basile" in Udine für sein Schulungsprojekt zu Inklusion, digitaler Barrierefreiheit und verständlicher Kommunikation in der öffentlichen Verwaltung ausgezeichnet. Im Bild von links nach rechts: Maria Rita Bongiorno, Witwe von Filippo Basile, Namensgeber des "Premio Basile", Alexander Steiner, Generaldirektor des Landes, Renate Mayr, Mitarbeiterin der Agentur für Presse und Kommunikation, Günter Sölva, Direktor des Amtes für Personalentwicklung. (Foto: LPA)

BOZEN/UDINE (LPA). Das Land Südtirol ist beim diesjährigen "Premio Filippo Basile" der italienischen Vereinigung für Weiterbildung AIF (Associazione Italiana Formatori) ausgezeichnet worden. Der renommierte Preis zählt zu den wichtigsten gesamtstaatlichen Auszeichnungen für innovative Weiterbildungsprojekte in der öffentlichen Verwaltung und würdigt Initiativen zur Weiterentwicklung von Mitarbeitenden und zur Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen.

Die Preisverleihung fand am 22. Mai im Rahmen des nationalen AIF-Kongresses in Udine statt. Ausgezeichnet wurde das Projekt "Rafforzare le competenze per una pubblica amministrazione senza barriere: leadership inclusiva, accessibilità digitale e sicurezza equa e comprensibile" ("Kompetenzen für eine öffentliche Verwaltung ohne Barrieren stärken").

Die Auszeichnung bestätigt den Weg des Landes Südtirol hin zu einer modernen, zugänglichen und inklusiven Verwaltung. "Das Projekt stärkt gezielt Inklusion und digitale Barrierefreiheit in der Landesverwaltung und fördert eine organisationsweite Kultur, die Vielfalt als Stärke versteht und sich konsequent an europäischen Standards der Zugänglichkeit orientiert", betont Generaldirektor Alexander Steiner.

Barrierefreiheit, Inklusion und Weiterentwicklung im Fokus

Im Mittelpunkt stehen der Aufbau bereichsübergreifender Kompetenzen im Bereich der digitalen Barrierefreiheit, die Weiterentwicklung einer inklusiven Führungskultur, die Verbesserung der Verständlichkeit und Qualität der institutionellen Kommunikation sowie ein chancengerechter Zugang zur Weiterbildung – auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Das Schulungsprogramm wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion, dem Amt für Personalentwicklung, der Abteilung Informatik und der Agentur für Presse und Kommunikation umgesetzt. Die finanziellen Mittel für das Schulungsprogramm wurden großteils von der Abteilung Informatik im Rahmen des PNRR-Programms "Citizen Inclusion 1.4.2" bereitgestellt. Wesentliche Partner waren das Büro OKAY für Leichte Sprache der Lebenshilfe Südtirol sowie die Südtiroler Informatik AG (SIAG). Das Büro OKAY übersetzt die Texte für das Landeswebportal in Leichter Sprache, führt laufend Verständnistests gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung der Lebenshilfe durch und bietet Schulungen zur barrierefreien Sprache an.

"Das Projekt zeigt, dass Inklusion und Barrierefreiheit Teil einer modernen Verwaltungskultur sind. Entscheidend für den Erfolg war die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner sowie die aktive Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigung", unterstreicht Günter Sölva, Direktor des Landesamts für Personalentwicklung. "Gemeinsam setzen wir den eingeschlagenen Weg in Richtung einer barrierefreien und inklusiven öffentlichen Verwaltung konsequent fort."

Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt rund 4.000 Personen durch vielfältige Schulungsangebote erreicht.

kat