Buchvorstellung in Landesbibliothek Teßmann thematisiert Rückoption
Sammelband "Endstation Heimkehr? Die Südtiroler Rückoption Rückkehr, Aufbruch und Identitätssuche in der Nachkriegszeit" – Buchvorstellung am 28. Mai
BOZEN (LPA). Südtirolerinnen und Südtiroler, die 1939 im Zuge des Hitler-Mussolini-Abkommens für das Deutsche Reich optiert hatten, standen nach dem Zweiten Weltkrieg staatenlos vor schwierigen Entscheidungen: Bleiben, zurückkehren oder weiterziehen? Ein neuer Sammelband beleuchtet diese Fragen aus neuen Blickwinkeln: Politische, wirtschaftliche, bürokratische und symbolische Aspekte der Rückkehr werden angesprochen, ebenso wie die Erfahrungen jener, die nicht zurückkehren konnten oder wollten. Ein Augenmerk liegt auch auf bisher wenig beachteten Fällen, etwa der Situation der Jenischen, der Rückoption im Kanaltal und den deutschen Sprachinseln.
Bei der Vorstellung des Buches "Endstation Heimkehr? Die Südtiroler Rückoption Rückkehr, Aufbruch und Identitätssuche in der Nachkriegszeit"
am Donnerstag, 28. Mai,
um 20 Uhr
in der Landesbibliothek Teßmann
Armando-Diaz-Straße 8 in Bozen
wird die Universitätsprofessorin für Zeitgeschichte und Digital Humanities am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und Herausgeberin des Buches Eva Pfanzelter und Giada Noto, Historikerin im Frauenarchiv Bozen, auf aktuelle Debatten über Identität, Migration und Minderheitenschutz neue Bedeutung eingehen. Moderiert wird der Abend von Lorenzo Vianini vom Zentrum für Regionalgeschichte.
Die Veranstaltung wird von der Landesbibliothek Dr. F. Teßmann in Zusammenarbeit mit Athesia Tappeiner Verlag und Tiroler Geschichtsverein Bozen VFG organisiert und ist allen Interessierten kostenlos zugänglich.
red/ck