Eingestürztes Gericht: Keine Schwerverletzten, Überprüfungen laufen
Vertretungen von Land, Gemeinde und Justiz sichern nach dem Einsturz des Mitteltrakts des Gerichtsgebäudes in Bozen am Morgen des 16. Juli ihre enge Zusammenarbeit zu
BOZEN (LPA). Um 6.24 Uhr am Donnerstag, 16. Juli, haben Einsatzkräfte den Einsturz des Mitteltrakts des Gebäudes des Landesgerichts Bozen gemeldet. Kurz zuvor waren die tragenden Pfeiler des Gerichtsgebäudes eingeknickt. Dadurch brach ein großer Teil des Gebäudes zusammen, darunter die Säle des Schwurgerichts und die vier darüberliegenden Stockwerke.
Im Gerichtsgebäude arbeiten normalerweise rund 150 Menschen. Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich lediglich sechs Reinigungskräfte im Gebäude. Eine Person erlitt leichte Abschürfungen. Die anderen fünf blieben unverletzt.
2018 war das Gerichtsgebäude vom Eigentum der Region Trentino-Südtirol ins Eigentum des Landes Südtirol übergegangen. Derzeit waren Arbeiten im Gange, um die Statik des Gebäudes zu verbessern.
"Das Wichtigste ist, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind. Bedeutenden Teil des Gerichtsgebäudes sind eingestürzt", erklärte Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi. "Nun müssen wir prüfen, ob auch andere Gebäudeteile betroffen sind." Ein besonderer Dank gelte den Einsatzkräften, die rasch vor Ort waren, unterstrich der Landesrat. Die Untersuchungen müssten nun klären, wie es zu dem Einsturz kommen konnte, zumal gerade umfangreiche Arbeiten zur statischen Sicherung des Gebäudes durchgeführt wurden. "Das Wichtigste ist, dass es keine Schwerverletzte oder Todesopfer gibt", hob Bianchi hervor.
Die zuständigen Behörden kontrollieren das Gebäude derzeit mit Suchhunden, um sicherzustellen, dass sich niemand unter den Trümmern befindet.
"Die Stadt ist über das Geschehene tief erschüttert", betonte Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati und ergänzte: "Wir stehen der Justiz nahe und rücken mit der Gerichtspräsidentin, dem Generalstaatsanwalt und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen. Dieses Gebäude ist ein wichtiger Bezugspunkt für unsere Stadt. Ich möchte die gute Zusammenarbeit mit dem Land und allen beteiligten Institutionen hervorheben. Der Zivilschutz hat einmal mehr gezeigt, dass er auch in Notfällen bestens vorbereitet ist. Die nächsten Stunden werden entscheidend sein. Wir müssen klären, wie die Räume und Flächen künftig genutzt werden können. Jetzt gilt es, gemeinsam anzupacken und Lösungen zu finden."
Die Präsidentin des Landesgerichts Bozen, Francesca Bortolotti, betonte: "Wir können von einem Wunder sprechen, wenn man bedenkt, wann sich der Einsturz ereignet hat." Jetzt gelte es, das Gebäude zu sichern. Danach müsse geklärt werden, wie die Arbeit des Gerichts weitergehen könne. Dabei werde auch geprüft, kurzfristig auf Homeoffice umzusteigen. Das Justizministerium arbeite bereits daran, den Gerichtsbetrieb aufrechtzuerhalten, so Bortolotti.
Landeshauptmann Arno Kompatscher, der bereits am frühen Morgen auf dem Weg zu Arbeitsgesprächen in Rom war, betonte, dass man großes Glück im Unglück gehabt habe. "Es gab keine Schwerverletzten oder gar Tote, das ist momentan das Wichtigste. Alles andere wird sich beheben lassen. Wir haben bereits begonnen zu prüfen, welche Ersatzräumlichkeiten das Land der Justiz zur Verfügung stellen kann. Die zuständigen Ämter haben unverzüglich mit ersten Erhebungen begonnen."
Im Laufe des Tages wird eine weitere Pressemitteilung über den aktuellen Stand informieren.
gm/san
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- Die tragenden Pfeiler des Gerichtsgebäudes sind eingestürzt. Mit ihnen brach ein großer Teil des Gerichtsgebäudes zusammen, darunter die Schwurgerichtssäle sowie die vier darüberliegenden Stockwerke. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Die zuständigen Behörden kontrollieren das Gebäude derzeit mit Suchhunden, um sicherzustellen, dass sich niemand unter den Trümmern befindet. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Im Laufe des Tages informiert eine weitere Pressemitteilung über die aktuelle Situation. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Im Gebäude, in dem normalerweise 150 Personen arbeiten, befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes sechs Reinigungskräfte. Nur eine dieser Personen erlitt leichte Abschürfungen, während die anderen unverletzt blieben. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Um 6.24 Uhr am Donnerstag, 16. Juli, wurde den Einsatzkräften der kurz zuvor erfolgte Einsturz des Mitteltrakts des Landesgerichts Bozen gemeldet. "Das Wichtigste ist, dass niemand zu Schaden gekommen ist", erklärte Landesrat Christian Bianchi beim Pressegespräch. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Laut Gerichtspräsidentin Francesca Bortolotti hat nun die Sicherung des Gebäudes oberste Priorität. Gleichzeitig müsse geklärt werden, wie der Gerichtsbetrieb weitergeführt und die laufenden Arbeiten fortgesetzt werden können. Dabei werde auch geprüft, ob kurzfristig auf Telearbeit zurückgegriffen werden kann. Das Justizministerium in Rom arbeite daran, die Fortführung der Tätigkeit sicherzustellen, so Bortolotti. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Der Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati, betonte: "Die Stadt ist über das Geschehene tief erschüttert. Gleichzeitig steht sie der Justiz nahe und wir stehen der Gerichtspräsidentin, dem Generalstaatsanwalt sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in dieser schwierigen Situation zur Seite." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]





