Euregio-Awards 2026: Finalistinnen und Finalisten stehen fest
JungforscherInnenpreis und Innovationspreis stehen heuer im Zeichen der starken Regionen – Je sechs Finalistinnen und Finalisten stellen sich am 29. August den Jurys – Rekord mit 105 Einreichungen
ALPACH (LPA). Die zwölf Finalistinnen und Finalisten der Euregio-Awards stehen fest. Die heurigen 105 Einreichungen – 49 für den Euregio-JungforscherInnenpreis, 56 für den Euregio-Innovationspreis – sind ein neuer Rekord. Die Preise werden jährlich von der Wirtschaftskammer Tirol sowie den Handelskammern Bozen und Trient gemeinsam mit der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino für herausragende Projekte aus Forschung und Entwicklung vergeben.
Das Finale findet am Nachmittag des 29. August 2026 im Rahmen der Euregio-Days beim European Forum Alpbach (EFA) statt, die Prämierung folgt um 18.30 Uhr.
Europa gewinnt mit starken Regionen
Auf die heurige EFA-Frage "How Europe wins?" geben die Awards laut dem Euregio-Präsidenten, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle die richtige Antwort: "Wir sagen: Europa gewinnt mit starken Regionen. Das zeigt sich an den Euregio-Days gesamt und den Euregio-Awards im speziellen: In der Euregio steckt eine enorme Forschungs- und Innovationskraft. Sie erlaubt uns, dank Weiterentwicklung zukunftsweisende Lösungen für morgen zu finden."
Als "Aushängeschilder dieser Innovationskraft" bezeichnet Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher die heurigen Finalistinnen und Finalisten: "Alle Einreichungen verbindet eines: Sie entwickeln konkrete Projekte und damit einen spürbaren Mehrwert für den Euregio-Raum. Das zeigt, wie Regionen in Europa im Kleinen das große Ganze prägen können. Was in Tirol, Südtirol und im Trentino passiert, hat auch Einfluss auf andere Regionen und Länder – und umgekehrt."
Für den Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti zeigen die Euregio-Awards "jedes Jahr die Vielseitigkeit und den Erfahrungsschatz auf, der in der Euregio vorhanden ist. Unabhängig von der finalen Platzierung haben sich alle Teilnehmenden mit wertvollen Vorschlägen eingebracht und Anerkennung verdient, denn ihre Arbeit fördert die Wettbewerbsfähigkeit und trägt zum Wohl aller Bürgerinnen und Bürger unserer Länder bei."
Erstmals zwei Kategorien pro Preis
Erstmals werden vier Siegerinnen oder Sieger gekürt: Pro Preis gibt es zwei Kategorien. Für jede davon haben die Fachjurys unter dem Vorsitz von Ulrike Tappeiner, Leiterin des Instituts für Alpine Umwelt von Eurac Research (JungforscherInnenpreis), und Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol (Innovationspreis), drei Finalprojekte ausgewählt. Von den 48 Einreichungen aus Tirol schafften es fünf in die Finali, in Südtirol sind es zwei von 24 Einreichungen, im Trentino fünf von 33.
Zusatzinformationen
Awards und Einreichungen: Die Details
Euregio-JungforscherInnenpreis
Mit dem Euregio-JungforscherInnenpreis werden Nachwuchsforschende unter 35 Jahren für innovative Forschungsprojekte ausgezeichnet. Die eingereichte Arbeit muss an einer Forschungseinrichtung in der Euregio entstanden sein oder die Bewerbenden müssen aus der Euregio stammen – auch wenn sie aktuell an einer Forschungsstätte im Ausland tätig sind.
Vergeben wird der Preis in zwei Kategorien: Kategorie 1 umfasst die Bereiche Wirtschaft, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaft, Bildung und Geisteswissenschaften, Kategorie 2 die technischen Wissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin.
Das Preisgeld beträgt 4.500 Euro pro Kategorie. Auf die Zweit- und Drittplatzierten warten 2.000 beziehungsweise 1.000 Euro.
Zwei der sechs Finalistinnen und Finalisten sind der Universität Innsbruck zuzurechnen. Sie beschäftigen sich unter anderem mit der Vermarktung als Familienunternehmen zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und der Entwicklung neuer Methoden zur Reduktion klimaschädlicher Gase.
Der Finalist von der Freien Universität Bozen entwickelt tragbare Schweißsensoren als Unterstützung für eine dezentrale, nicht-invasive Gesundheitsüberwachung.
Die drei Forschenden der Universität Trient haben eine Studie zur Wirkung und zum besseren Umgang mit weitverbreiteten Fehlinformationen in grenzübergreifenden Regionen erstellt, einen Prototypen für einfachere grenzübergreifende Investitionen von Bürgerinnen und Bürger sowie Kleinunternehmen entwickelt und schließlich eine Methode für eine vertrauenswürdigere KI erarbeitet, die komplexe Datenmengen vereinfacht und doch aussagekräftig darstellen kann.
(Ausführliche Abstracts im Downloadbereich)
Euregio-Innovationspreis
Der Euregio-Innovationspreis kürt innovative Unternehmen, Erfinder und Erfinderinnen sowie Entwicklerinnen und Entwickler aus der Euregio. Gesucht werden innovative Produkte, Prozesse und Dienstleistungen in den zwei Kategorien "Konzepte und Prototypen" sowie "etablierte Geschäftsmodelle und Produkte".
Das Preisgeld beträgt 4.500 Euro pro Kategorie. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten einen 2.000 und 1.000 Euro. Die Erstplatzierten erhalten zusätzlich regionale PR-Leistungen der Standortagenturen in der Höhe von weiteren 4.500 Euro.
Drei der sechs Innovationsprojekte stammen aus Tirol und beschäftigen sich unter anderem mit einer Daten-Plattform zur Anpassung von Gemeinden an den Klimawandel, hybriden Energiespeichersystemen sowie neuen Ansätze für die Medikamentenentwicklung.
Das Finalprojekt aus Südtirol erarbeitet nanotechnologische Lösungen zum Oberflächenschutz, der den Wartungsaufwand reduziert und zur Nachhaltigkeit beiträgt.
Die zwei Innovationsprojekte aus dem Trentino stellen einen erweiterbaren Schlauchtyp für eine einfachere, effizientere und sicherere Patientenbeatmung sowie eine innovative Analyseplattform gegen Lebensmittelverschwendung in Gemeinschaftsverpflegungen vor.
(Ausführliche Abstracts im Downloadbereich)
Hinweis an die Medien
Im Anschluss an die Prämierung (nach 20 Uhr) der Euregio-Awards am Samstag, 29. August 2026 werden die Namen der Siegerinnen und Sieger der beiden Preise mittels Presseaussendung bekanntgegeben. Am späten Abend folgen Fotos und Links zu Audios und Videos von der Preisverleihung.
red/gst
Dokumente zum Herunterladen
- Euregio-JungforscherInnenpreis 2026: Finalistinnen und Finalisten mit Kurzbeschreibung der Forschungsarbeiten (Quelle: Euregio) » [PDF 239 kB]
- Euregio-Innovationspreis 2026: Finalistinnen und Finalisten mit Kurzbeschreibung der Projekte (Quelle: Euregio) » [PDF 360 kB]
- Beim Euregio-JungforscherInnenpreis und Euregio-Innovationspreis (im Bild für das Jahr 2025) wird es 2026 erstmals Siegerinnen in je zwei Kategorien pro Preis geben. (Foto: EFA/Philipp Huber) » [IMG 959 kB]