Hitzewelle: Es wird noch heißer

26.06.2026, 12:25

Warnlagebericht des Landeswarnzentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz weist für mehrere Gebiete in Südtirol höchste Warnstufe Rot wegen anhaltend extremer Temperaturen auf

Hohes Gefährdungspotential wegen anhaltender extremer Temperaturen: In den kommenden Tagen gilt aufgrund der anhaltenden außerordentlich hohen Temperaturen in der Zone rund um Bozen, Meran und Brixen und im Überetsch, Unterland und Etschtal die höchste Warnstufe Rot. (Grafik: Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz)
Hohes Gefährdungspotential wegen anhaltender extremer Temperaturen: In den kommenden Tagen gilt aufgrund der anhaltenden außerordentlich hohen Temperaturen in der Zone rund um Bozen, Meran und Brixen und im Überetsch, Unterland und Etschtal die höchste Warnstufe Rot. (Grafik: Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz)

BOZEN (LPA). Bei einer Bewertungskonferenz wurde am 26. Juni die Lage angesichts extremer Temperaturen aus mehreren Perspektiven beleuchtet, vom Landeswetterdienst über Verkehrsmeldezentrale und Landesnotrufzentrale bis zu Forstdienst und Zivilschutz. "Wir steuern am Wochenende auf den Höhepunkt der Hitzewelle zu", berichtete Meteorologe Günther Geier vom Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung in der Agentur für Bevölkerungsschutz: "Bis zum Sonntag werden die Temperaturen bis auf 38 Grad ansteigen, auch die Nächte bleiben sehr warm. Die Gewitterneigung nimmt in diesen Tagen zu, mit lokalen, teils starken Hitzegewittern ist zu rechnen. Am Montag gehen die Temperaturen leicht zurück auf 34 Grad, spätestens am Mittwoch erreichen uns kühlere Luftmassen."

"Laut aktuellen Prognosen ist in Südtirol weiterhin mit einer außergewöhnlich großen Hitzebelastung zu rechnen", fasste der Direktor des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer zusammen: "Aus diesem Grund gilt weiterhin die höchste Warnstufe Rot wegen anhaltender extremer Temperaturen im Talboden von Meran bis Bozen und Salurn und in Brixen."

Aus der Landesnotrufzentrale hieß es, es sei kein deutlicher Anstieg der Anrufe wegen Hitzebeschwerden zu verzeichnen. Dies weise darauf hin, dass die Informationen über das richtige Verhalten bei Hitze bei der Bevölkerung angekommen seien, die Menschen sich darauf vorbereitet und eingestellt haben und angemessen verhalten. Vor allem für ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere sowie Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen stellen die anhaltend hohen Temperaturen eine Gefahr dar. An heißen Tagen ist eine angepasste Lebensweise entscheidend, um den Körper zu unterstützen.

Die Landesverkehrsmeldezentrale kündigte für das Wochenende, vor allem für den Samstag, ein starkes Verkehrsaufkommen an. In diesem Zusammenhang wird daran erinnert, dass es wichtig ist, sich bei längeren Autofahrten mit ausreichend Trinkwasser zu versorgen.

Aufgrund der Trockenheit herrscht erhöhte Waldbrandgefahr, es wird deshalb zu besonderer Vorsicht aufgerufen und an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert.

Der Bevölkerungsschutz weist auch auf Vorsorgemaßnahmen bei Veranstaltungen im Freien bei der derzeitigen Hitze hin.

Bei Warnstufe Orange und Rot wird jetzt auch über die mobile Bürgerservice-App Gem2Go informiert, um die Reichweite der Warnungen und Informationen noch weiter zu erhöhen.

Anfang Juni hat das Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz eine Bewusstseinsbildungskampagne gestartet, um das Wissen über richtiges Verhalten bei Hitze zu verbreiten: www.provinz.bz.it/hitze.

Der vom Landeswarnzentrum täglich veröffentlichte Warnlagebericht informiert über das Gefährdungspotential von Naturereignissen in Südtirol.

Informationen zur allgemeinen Wetterlage in Südtirol: wetter.provinz.bz.it

mac