Landesrat Walcher: "Schwächer entwickelte Gebiete mehr fördern"
Tourismuslandesrat Luis Walcher zu Zahlen zur Entwicklung des Tourismus des Landesstatistikinstituts Astat
BOZEN (LPA). Das Landesinstitut für Statistik Astat hat am 15. Mai detaillierte Daten und Kennzahlen zum Tourismus in Südtirol im Jahr 2025 veröffentlicht: Mit 38,2 Millionen Übernachtungen entsprechen die Daten einem Plus von 3,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2024. Im Vorjahr wurden 9,1 Millionen Ankünfte gezählt, was einem Zuwachs von 3,9 Prozentpunkten entspricht. In gastgewerblichen Betrieben wurden 2025 262.87 Betten gezählt (plus 2,3 Prozentpunkte), in nicht gastgewerblichen 12.187 (plus 3,7 Prozentpunkte). Die stärksten Zuwächse wurden im Eisacktal verzeichnet (plus 5,8) sowie im Pustertal (plus 4,1). Die geringste Zunahme wies das Wipptal mit 1,0 Prozentpunkten auf. 2025 wurden 12.187 Betten mehr gezählt als 2024.
Im August 2025 wurde mit 6 Millionen Übernachtungen die höchste Zahl erreicht; Rückgänge waren hingegen im März und im Mai zu verzeichnen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2025 4,2 Tage.
"Es ist mir ein großes Anliegen, die Aufenthaltsdauer zu verlängern", unterstreicht Tourismuslandesrat Luis Walcher, "und dafür auch in nachhaltige Mobilitätskonzepte zu investieren".
Tourismuslandesrat Walcher verweist auf die verschiedenen Intensitäten in den verschiedenen Bezirken und unterstreicht, es gelte, diese auszugleichen, indem schwächer entwickelte Gebiete mehr gefördert werden. Konkrete Initiativen, die dieses Ziel unterstützten, sind der Ausbau der Förderung der Dorfgasthäuser und die gezielte Förderung der Tourismusorganisationen in touristisch schwach entwickelten Gebieten.
Was die Zunahme der Bettenanzahl betrifft, betont er, dass es sich dabei um Nachmeldungen handle, diese Betten hätten schon vorher bestanden.
"Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor mit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf Südtirol", hebt Landesrat Walcher hervor: "Mit dem Tourismus fließt regelmäßig mehr Geld in die lokale Wirtschaft, was zu einer höheren Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten führt und Arbeitsplätze schafft. Im Tourismusbereich gibt es eine Vielzahl von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor, darunter Hotels, Restaurants, Freizeitbetriebe, Einzelhandel. Dies belebt den Arbeitsmarkt und verschafft vielen Menschen in Südtirol eine stabile Einkommensquelle. Auch tourismusnahe Berufe wie Fremdenführer, Kulturveranstalter und Transportdienstleister profitieren von der positiven Entwicklung im Tourismusbereich."
"Es bedarf einer verantwortungsvollen Tourismusentwicklung, um die verschiedenen Bedürfnisse der Bevölkerung, aber auch der Touristiker, der Wirtschaft, des Handels, des Handwerks und der Industrie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen in Einklang zu bringen", fasst Landesrat Walcher zusammen.
mac