Landesrätin Amhof sieht Arbeit im Alter als Schlüsselreserve

10.08.2026, 08:34

Arbeitslandesrätin spricht sich für flexible, unbürokratische Wege aus, um ältere Arbeitnehmende länger im Berufsleben zu halten und rüstige Pensionierte auf Wunsch einzubinden

Für beide Seiten ein Gewinn: Arbeiten im Alter kann den Fachkräftemangel eindämmen und gleichzeitig jenen Pensionierten zu Beschäftigung verhelfen, die noch gerne im Unternehmen oder Betrieb mitwirken möchten. (Foto: Pexels. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.)
Für beide Seiten ein Gewinn: Arbeiten im Alter kann den Fachkräftemangel eindämmen und gleichzeitig jenen Pensionierten zu Beschäftigung verhelfen, die noch gerne im Unternehmen oder Betrieb mitwirken möchten. (Foto: Pexels. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.)

BOZEN (LPA). Der Fachkräftemangel betrifft in Südtirol mittlerweile nahezu alle Sektoren. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein Thema zunehmend an Bedeutung: die aktive Beschäftigung im Alter. Für Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof liegt hier ein entscheidender Hebel zur Stabilisierung des Südtiroler Arbeitsmarktes.

"Die Beschäftigung im Alter ist längst kein Randthema mehr, sondern eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Notwendigkeit", betont Landesrätin Amhof. "Wir erleben eine Generation von Pensionistinnen und Pensionisten, die gesund, fit und hochqualifiziert ist. Viele von ihnen möchten ihr Wissen weiterhin einbringen oder nach dem Eintritt in den Ruhestand tageweise oder auch saisonal mitanpacken. Es ist unser Ziel diesen Wunsch durch einfache und finanziell attraktive Modelle zu unterstützen."

Land Südtirol hat bereits konkrete Schritte gesetzt

In der Landesverwaltung hat Südtirol hierzu bereits konkrete Schritte gesetzt: Mit der Neuregelung zum Dienstverbleib wurde für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung die Möglichkeit geschaffen, auf freiwilliger Basis bis zum vollendeten 70. Lebensjahr im Dienst zu bleiben (LPA hat berichtet). Dadurch könne wertvolles Fach- und Erfahrungswissen im Betrieb gehalten werden, betont Amhof. 

Flexible Erwerbsmodelle im Alter könnten auch im privaten Sektor und in der Wirtschaft funktionieren und Vorteile für Betriebe und Seniorinnen und Senioren bieten, ist die Landesrätin überzeugt.

In Italien existieren zwar bereits rechtliche Instrumente wie die Gelegenheitsarbeit, diese seien in der Praxis jedoch oft an starre Obergrenzen und administrative Hürden gebunden, weiß Amhof. Auf staatlicher Ebene werde daher verstärkt über Maßnahmen diskutiert, die das Weiterarbeiten nach Erreichen des Pensionsalters steuerlich begünstigen und die Kumulierung von Rente und Erwerbseinkommen vereinfachen sollen. "Wir verfolgen die Debatten in Rom sehr aufmerksam und bringen die Südtiroler Anliegen aktiv ein", unterstreicht Arbeitslandesrätin Amhof. Grundsätzliche steuer- und rentenrechtliche Erleichterungen würden allerdings in die Zuständigkeit des Staates fallen, gibt die Landesrätin zu bedenken. 

red/pir/san