Landesregierung in den Bezirken 1/4: Zusammenarbeit beim Zivilschutz

05.05.2026, 12:00

Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher thematisiert bei Sondersitzung der Landesregierung in Auer Hochwasserschutz und gemeindenübergreifende Zusammenarbeit

Zur Halbzeit der Legislaturperiode 2024-2028 trifft sich die Landesregierung bei Sondersitzungen in den Bezirken mit den Präsidentinnen und Präsidenten der Bezirksgemeinschaften sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Das vierte Treffen fand am 5. Mai in der Fachoberschule für Landwirtschaft Auer mit dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland, Hansjörg Zelger, und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Bezirks statt. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Zur Halbzeit der Legislaturperiode 2024-2028 trifft sich die Landesregierung bei Sondersitzungen in den Bezirken mit den Präsidentinnen und Präsidenten der Bezirksgemeinschaften sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Das vierte Treffen fand am 5. Mai in der Fachoberschule für Landwirtschaft Auer mit dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland, Hansjörg Zelger, und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Bezirks statt. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

AUER (LPA). Zur Halbzeit der Legislaturperiode 2024-2028 trifft sich die Landesregierung bei Sondersitzungen in den Bezirken mit den Präsidentinnen und Präsidenten der Bezirksgemeinschaften sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern. Das vierte Treffen fand am 5. Mai in der Fachoberschule für Landwirtschaft Auer mit dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland, Hansjörg Zelger, und den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Bezirks statt.

"Es war eine einmalige Chance, in einem Austausch mit unserem Landeshauptmann und den Landesrätinnen und Landesräten direkt ins Gespräch zu kommen. Wir sind tief in die Themen eingestiegen, die wir uns gewünscht haben, und haben konkrete Lösungen und Ansätze erhalten, wie wir diese angehen können. Wir sind sehr zufrieden mit dem heutigen Treffen und werden auf die Punkte aufbauen, die wir gemeinsam vereinbart haben", sagte Zelger.

Ein Thema davon war der Hochwasserschutz. Aus den Gefahrenzonenplänen in Südtirol und einer Risikoanalyse geht hervor, dass im Etschtal und Unterland im Gebiet der Bezirksgemeinschaften Burggrafenamt und Überetsch-Unterland rund 23.500 Personen in potenziellen Überflutungszonen leben, zudem befinden sich im betroffenen Gebiet wichtige Infrastrukturen und Verkehrsachsen. "In Zeiten zunehmender Extremereignisse ist es besonders wichtig, vorausschauend zu handeln und die Bevölkerung umfassend zu informieren; Prävention und schnelle Reaktionsfähigkeit sind entscheidend, um Schaden zu minimieren und die Sicherheit aller zu gewährleisten", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher, der in der Landesregierung auch für den Bereich Bevölkerungsschutz zuständig ist. 

Kompatscher erinnerte an die Initiative "Hochwasserschutz Südtirol", die in Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Herbst 2023 in die Wege geleitet worden war, die Agentur für Bevölkerungsschutz wurde beauftragt, sich mit der Umsetzung des Projektes auseinanderzusetzen. Seitdem hat die Agentur für Bevölkerungsschutz erste Initiativen zu Studien und Vertiefungen gestartet, um mögliche Lösungen vorzuschlagen. Die Umsetzung von weiteren baulichen Schutzmaßnahmen zur Hochwasserretention erfordere viel Zeit, unterstrich Kompatscher. In allen Tälern werden Hochwasserschutzmaßnahmen an Eisack, Rienz und Etsch umgesetzt, um das Unterland zu entlasten.

Die Gemeinden haben zwar in ihren Gemeindezivilschutzplänen Hinweise, wie sie sich im Falle von Überflutungen und möglichen Evakuierungen zu organisieren haben, aber die gemeindeübergreifende Organisation und das allgemeine Krisenmanagement sollen in einer Evakuierungsplanung abgedeckt werden. In Gesprächen von Vertretern der Agentur für Bevölkerungsschutz und der beiden Bezirksgemeinschaften war die Initiative "Evakuierungsplanung Hochwasser Etschtal" besprochen und als dringlich eingestuft worden. Es wurde vereinbart, dass die beiden Bezirksgemeinschaften nach einer Marktforschung eine Beauftragung an ein externes Unternehmen erteilen, das bis Ende 2027 eine gemeindeübergreifende Evakuierungsplanung im Falle von Hochwasser erstellt, Dokumentation und Einsatzkarten ausarbeitet, die Bevölkerung informiert und eine große Evakuierungsübung plant, betreut und auswertet. In die Aktivitäten der Planungen und Übungen werden nach Auftragsvergabe alle beteiligten Gemeinden, Zivilschutzorganisationen und Landesämter sowie Behörden miteinbezogen. Die Vergabe soll in den kommenden Wochen erfolgen.

mac

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