Mehr Beratung zu Sachwalter, Barrierefreiheit, selbstbestimmtem Leben

11.08.2026, 10:15

Landesregierung genehmigt Ausweitung der Beratungsdienste zur Sachwalterschaft und zum selbstbestimmten Leben für Menschen mit Behinderungen

Die Beratungstätigkeit zur Sachwalterschaft, zum Abbau architektonischer Barrieren und zum Thema Sexualität und Liebe für Menschen mit Behinderungen wird ausgebaut. Die Landesregierung hat dazu auf Vorschlag von Landesrätin Rosmarie Pamer grünes Licht gegeben. (Foto: Unsplash. Das Foto darf nur im Zusammenhang mit dieser Aussendung verwendet werden.)
Die Beratungstätigkeit zur Sachwalterschaft, zum Abbau architektonischer Barrieren und zum Thema Sexualität und Liebe für Menschen mit Behinderungen wird ausgebaut. Die Landesregierung hat dazu auf Vorschlag von Landesrätin Rosmarie Pamer grünes Licht gegeben. (Foto: Unsplash. Das Foto darf nur im Zusammenhang mit dieser Aussendung verwendet werden.)

BOZEN (LPA). Das Land baut den Beratungsdienst für Menschen mit Behinderungen oder mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit (beispielsweise Menschen mit psychischen Erkrankungen, mit Abhängigkeitserkrankungen oder an Alzheimer erkrankte Personen), für deren Angehörigen und für Fachkräfte der Sozialdienste weiter aus: Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Landesrätin Rosmarie Pamer am 7. August die entsprechenden Richtlinien gutgeheißen. "Es gibt in unserem Land unterschiedlichste Leistungen und Dienste, die Menschen mit Behinderungen oder auch Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind, unterstützen. Damit diese Angebote noch besser bei den Menschen ankommen, wollen wir die Beratung darüber quantitativ und dezentral ausbauen", unterstreicht Landesrätin Pamer.

Geplant ist ab 2027 ein Ausbau des bereits bestehenden technischen Beratungsdienstes, dessen Fokus auf Informationen rund ums Thema Barrierefreiheit und Abbau von (architektonischen) Hindernissen ausgerichtet ist. Der Dienst umfasst unter anderem die technische und rechtliche Beratung zur Beseitigung von Barrieren am Wohn- und Arbeitsort sowie im Bereich Kommunikation. Erbracht wird der Dienst in Bozen, Meran, Bruneck und Brixen sowie auch in ambulanter Form. Der Dienst soll dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben führen. Ab 2028 soll der Beratungsdienst zu Sexualität und Liebe für Menschen mit Behinderungen dazukommen, der die Selbstbestimmung auch in diesem Lebensbereich fördert.

Ebenfalls für 2028 geplant ist der Rechtsberatungsdienst im Bereich Sachwalterschaft. Dieser soll in Bozen, Meran, Schlanders, Brixen, Bruneck, Sterzing, St. Ulrich und Neumarkt über das Instrument der Sachwalterschaft informieren sowie beim Verfahren zur Bestellung der Sachwalterin oder des Sachwalters beraten und unterstützen. Zudem wird dabei die Aus- und Weiterbildung für aktive Sachwalterinnen und Sachwalter und für Personen, die eine Sachwalterschaft übernehmen wollen, organisiert. Sachwalterinnen und Sachwalter unterstützen Menschen, die (auch nur vorübergehend) aufgrund einer Krankheit oder einer psychischen oder physischen Behinderung nicht mehr in der Lage sind, ihre Interessen selbst wahrzunehmen.

ck