Mit neuen Primariaten zur Stärkung der spezialisierten Versorgung
Landesregierung entwickelt Organisationsstruktur des Südtiroler Sanitätsbetriebs weiter – Mehr Spezialisierung, Vernetzung und einheitliche Steuerung der Gesundheitsversorgung
BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat am 29. Juli eine Weiterentwicklung der komplexen Strukturen im Südtiroler Sanitätsbetrieb beschlossen. Innerhalb der bestehenden Anzahl an Primariaten werden vier neue komplexe Strukturen mit landesweitem Versorgungsauftrag eingerichtet: Kinderchirurgie, Kinderpalliativversorgung, Plastische Chirurgie sowie der betriebliche tierärztliche Dienst für Hygiene der Vieh-, Futtermittel- und Tierzuchtproduktionen.
Die neuen Strukturen sind am Landeskrankenhaus Bozen angesiedelt und sollen als betriebsweite Dienste geführt werden, teilt das Ressort für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit mit. Da bestehende Primariate organisatorisch neu geordnet werden, entstünden keine zusätzlichen Kosten für den Landeshaushalt.
"Mit diesen neuen Primariaten stärken wir hochspezialisierte Bereiche, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist. Sie übernehmen einen landesweiten Versorgungsauftrag und stehen beispielhaft für unseren Weg hin zu einer noch enger vernetzten Gesundheitsversorgung. Kompetenzen werden gebündelt, Behandlungsstandards vereinheitlicht und die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern sowie mit den territorialen Diensten weiter verbessert – zum direkten Nutzen der Patientinnen und Patienten in ganz Südtirol", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Die neuen Strukturen tragen unterschiedlichen medizinischen Entwicklungen Rechnung, so der Landesrat: Die Kinderchirurgie werde als landesweites Referenzzentrum die Behandlung komplexer chirurgischer Erkrankungen von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen koordinieren. Die Kinderpalliativversorgung erhalte eine eigene medizinische Leitung, um das in den vergangenen Jahren aufgebaute Versorgungsnetz weiterzuentwickeln und Familien in besonders belastenden Situationen flächendeckend zu begleiten. Die Plastische Chirurgie stärke als landesweites Kompetenzzentrum die rekonstruktive Versorgung nach Unfällen, Tumorerkrankungen oder schweren Verbrennungen. Mit dem neuen tierärztlichen Dienst werde zudem die Kontrolle entlang der gesamten Lebensmittelkette – von der Tierhaltung über Futtermittel bis zur Rohmilchproduktion – weiter ausgebaut.
Neuorganisation auch für den zahnärztlichen Dienst und die Neuroradiologie
Landesweit neu organisiert werde zudem der zahnärztliche Dienst im Südtiroler Sanitätsbetrieb. Die bisher bezirksweise geführten Dienste sollen zu einer landesweiten komplexen Struktur mit Sitz in Bozen zusammengeführt werden. "Planung und Organisation können dadurch künftig einheitlich koordiniert werden, während die zahnärztliche Versorgung weiterhin wohnortnah in den Krankenhäusern und auf dem Territorium erbracht wird", erläutert Messner.
Auch die Neuroradiologie wird organisatorisch neu ausgerichtet. Die bisher gemeinsam mit dem Sanitätsbetrieb der Provinz Trient geführte Struktur soll künftig als eigenständige betriebsweite komplexe Struktur des Südtiroler Sanitätsbetriebs mit Sitz in Bozen weitergeführt werden. Damit werde den steigenden Anforderungen dieses hochspezialisierten Fachbereichs – insbesondere in der Schlaganfallversorgung, interventionellen Therapien und modernen Bildgebung – Rechnung getragen.
red/pir
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- "Mit diesen neuen Primariaten stärken wir hochspezialisierte Bereiche, deren Bedeutung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen ist. Sie übernehmen einen landesweiten Versorgungsauftrag und stehen beispielhaft für unseren Weg hin zu einer noch enger vernetzten Gesundheitsversorgung", sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner. (Foto: LPA) » [IMG 3 MB]
- Die Landesregierung beschloss am 31. Juli eine Weiterentwicklung der komplexen Strukturen im Südtiroler Sanitätsbetrieb. Innerhalb der bestehenden Anzahl an Primariaten werden vier neue komplexe Strukturen mit landesweitem Versorgungsauftrag eingerichtet, unter anderem die Kinderchirurgie. (Foto: pexels.com Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden) » [IMG 3 MB]
