Neue Verbindung Ladestatt-Förche: Planerische Voraussetzung geschaffen

22.05.2026, 11:20

Verbindung von SS49bis und SS49 - Ziel ist es, den Durchzugsverkehr durch Schabs zu reduzieren - Gezielte Lärmschutz- und Ausgleichsmaßnahmen

Die Landesregierung genehmigte eine Abänderung zum Bauleitplan und Landschaftsplan der Gemeinde Natz-Schabs im Bereich Ladestatt–Anschluss Förche. (Foto: LPA/Peter Daldos)
Die Landesregierung genehmigte eine Abänderung zum Bauleitplan und Landschaftsplan der Gemeinde Natz-Schabs im Bereich Ladestatt–Anschluss Förche. (Foto: LPA/Peter Daldos)

NATZ-SCHABS (LPA). Die Landesregierung hat am 22. Mai auf Vorschlag von Raumordnungslandesrat Peter Brunner eine Abänderung zum Bauleitplan und Landschaftsplan der Gemeinde Natz-Schabs im Bereich Ladestatt–Anschluss Förche genehmigt. Damit werden die planerischen Voraussetzungen für eine neue Straßenverbindung geschaffen, die die bestehenden Staatsstraßen SS49bis und SS49 miteinander verbinden soll. 

"Es handelt sich um einen wichtigen Schritt, um den Durchzugsverkehr durch Schabs deutlich zu reduzieren und damit die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern", betont der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und Raumentwicklung Peter Brunner. Auch das Gemeindeentwicklungsprogramm der Gemeinde Natz-Schabs basiere auf der Realisierung dieser Verbindung. Künftig soll ein wesentlicher Teil des motorisierten Verkehrs und insbesondere des Schwerverkehrs zwischen der Autobahn A22, der Handwerkerzone Förche und dem Hochplateau über die neue Straße geführt werden. 

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betont: „Wenn wir Verkehr aus dem Dorf herausbringen, gewinnen die Menschen Sicherheit, Ruhe und Lebensqualität. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die neue Straße nicht neue Belastungen schafft. Deshalb ist der Lärmschutz für uns zentral, damit die Menschen in sensiblen Abschnitten bestmöglich geschützt werden.“

Auch Alexander Überbacher, Bürgermeister der Gemeinde Natz-Schabs, begrüßt die Eintragung der so genannten Südspange in den Bauleitplan: "Zusammen mit dem künftigen Knoten Ladestatt bildet sie die Grundlage damit die bestehenden Rampen der SS49bis von und in Richtung Westen rückgebaut werden und damit die beiden Ortsteile Schabs und Raut wieder näher aneinanderrücken können."

Die geplante Trasse ist rund 900 Meter lang und verläuft zum Großteil durch Waldgebiet. Da mit dem Projekt ein relevanter Eingriff in Landschaft und Natur verbunden ist, sind Minderungs-, Ausgleichs- und Überwachungsmaßnahmen vorgesehen. Als Ausgleichsfläche wird eine rund 1.600 Quadratmeter große Fläche in Schabs ausgewiesen. "Die Gemeindekommission für Raum und Landschaft hat angeregt, dort einen Kastanienhain in Kombination mit einer extensiven, artenreichen Wiese zu schaffen. Damit sollen Biodiversität, Landschaftsbild und traditionelle Kulturlandschaft gestärkt werden", betonte Landesrat Brunner. Zudem soll die bestehende SS49bis nach Umsetzung der neuen Verbindung rückgestuft beziehungsweise teilweise rückgebaut werden.

red/mpi