Neues Justizzentrum in Bozen: Markterhebung startet

02.07.2026, 16:20

Suche nach geeignetem Gebäude fürs neue Justizzentrum in Bozen gestartet - Wichtigste Gerichtsämter werden an einem zentralen Standort gebündelt - Angebote bis 18. September einreichen

Der Sitz des Landesgerichts am Gerichtsplatz bleibt weiterhin in Betrieb und behält seine Funktion. Im neuen Justizzentrum werden hingegen unter anderem das Oberlandesgericht (Außenabteilung Bozen) und die dazugehörigen Ämter, die Büros des Amts für Zustellungen, Vollstreckungen und Proteste (UNEP), die Büros des Friedensrichters von Bozen sowie das Überwachungsgericht untergebracht. (Foto: LPA/Greta Stuefer)
Der Sitz des Landesgerichts am Gerichtsplatz bleibt weiterhin in Betrieb und behält seine Funktion. Im neuen Justizzentrum werden hingegen unter anderem das Oberlandesgericht (Außenabteilung Bozen) und die dazugehörigen Ämter, die Büros des Amts für Zustellungen, Vollstreckungen und Proteste (UNEP), die Büros des Friedensrichters von Bozen sowie das Überwachungsgericht untergebracht. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

BOZEN (LPA). Das Projekt für das neue Justizzentrum in Bozen geht in die nächste Phase. Auf dem Informationssystem Öffentliche Verträge (ISOV) der Agentur für öffentliche Verträge (AOV) ist eine Markterhebung veröffentlicht, um eine geeignete Immobilie oder einen zusammenhängenden Immobilienkomplex im Gemeindegebiet von Bozen für das Justizzentrum zu finden. Dort sollen künftig die wichtigsten Gerichtsämter untergebracht werden, die derzeit auf mehrere Standorte verteilt sind.

In das Vorhaben werden rund 35 Millionen Euro investiert, immer mit dem Ziel ein modernes, effizientes und gut erreichbares Justizzentrum für Bürgerinnen und Bürger, Rechtsberufe sowie die Justizverwaltung zu bekommen, wie Vermögenslandesrat Christian Bianchi unterstreicht. "Mit diesem Schritt setzen wir ein seit Langem geplantes Projekt konkret um. Ein modernes Justizzentrum bedeutet eine Investition in die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen und in die Leistungsfähigkeit unserer Institutionen. Wir wollen der Justiz zeitgemäße und technisch gut ausgestattete Räumlichkeiten bieten und den Bürgerinnen und Bürgern eine zentrale, leicht erreichbare Anlaufstelle schaffen", betont  Bianchi. 

Der Landesrat hebt zudem die strategische Bedeutung der Investition in den öffentlichen Immobilienbestand hervor: "Mit Infrastrukturen, die den künftigen Anforderungen der Verwaltung gerecht werden, schaffen wir mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und eine bessere Organisation der Räumlichkeiten für einen zentralen öffentlichen Dienst wie die Justiz."

Im neuen Zentrum werden unter anderem das Oberlandesgericht (Außenabteilung Bozen) und die dazugehörigen Ämter, die Büros des Amts für Zustellungen, Vollstreckungen und Proteste (UNEP), die Büros des Friedensrichters von Bozen sowie das Überwachungsgericht untergebracht. Der bestehende Sitz des Landesgerichts am Gerichtsplatz bleibt hingegen erhalten und wird weiterhin uneingeschränkt genutzt.

Das Gebäude, das nun für die Verwirklichung des Zentrums gesucht wird, muss sich im Gemeindegebiet von Bozen befinden, gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein und hohe Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität und Energieeffizienz erfüllen.

Das Vorhaben ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der Vereinbarung zwischen der Region Trentino-Südtirol und dem Land Südtirol, die im März beschlossen wurde und den organisatorischen Rahmen für die Errichtung des neuen Justizzentrums festlegt.

Interessierte können ihre Angebote bis 18. September 2026, 12 Uhr, einreichen. Die öffentliche Bekanntmachung und die technischen Unterlagen mit allen Teilnahmebedingungen sind auf dem AOV-Portal unter https://www.ausschreibungen-suedtirol.it/tendering/tenders/050539-2026/view/detail/1 veröffentlicht. Dort müssen auch die Angebote eingereicht werden.

red/ee/san