Pflege: Weitere Ausbildungsmaßnahmen werden finanziert
Aufruf des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) wurde veröffentlicht - 2 Millionen Euro für Ausbildungsprogramme für Pflegehelferinnen und Pflegehelfer stehen zur Verfügung
BOZEN (LPA). Noch bis zum 8. Juli können akkreditierte Weiterbildungseinrichtungen Projektvorschläge einreichen, um sich an einem neuen Aufruf des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) zu beteiligen, der auf die Ausbildung von Pflegehelferinnen und Pflegehelfern ausgerichtet ist. Für Europa-Landesrätin Magdalena Amhof ist der Aufruf ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
„Wir wollen praxisnahe Ausbildungsmöglichkeiten fördern, um mehr Pflegekräfte für unser Sozial- und Gesundheitswesen gewinnen zu können. Dank europäischer Geldmittel können wir so zielgerichtet dem akuten Fachkräftebedarf in Südtirol begegnen“, betont Amhof.
Bereits dritter Aufruf dieser Art - Derzeit werden 67 Personen geschult
Pflegekräfte sind auch in Südtirol stark gefragt und gesucht. Um noch mehr Mittelschulabgängern eine solche Ausbildung zu ermöglichen, hat der ESF+ vor kurzem den neuen Aufruf veröffentlicht. "Es handelt sich um die dritte Ausgabe dieser sehr gut funktionierenden Maßnahme. Es laufen derzeit bereits 7 ESF-Kurse, die 67 Teilnehmenden werden die Prüfung zwischen Juni und Herbst ablegen können", erklärt Claudia Weiler, die Direktorin des Amtes für den Europäischen Sozialfonds.
Mit dem aktuellen Aufruf werden Geldmittel in der Höhe von 2 Millionen Euro für Weiterbildungsmaßnahmen vorgesehen, die insgesamt 1000 Stunden umfassen und in zwei Module gegliedert sein müssen: 200 Stunden Theorie zum Erwerb der Grundkompetenzen und 800 Stunden für berufsbezogene Kompetenzen (davon 450 Stunden Praktikum).
Der Aufruf "Ausbildungsmaßnahmen zur Vorbereitung von Privatisten und Privatistinnen auf die berufliche Qualifikation als Pflegehelfer und Pflegehelferin - Jahr 2026/2027“ zielt darauf ab, die Verbesserung der beruflichen Kompetenzen zu fördern, die den spezifischen Bedürfnissen des Landes Südtirol im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesens entsprechen. Mit den Ausbildungsmaßnahmen soll Privatisten und Privatistinnen der Zugang zur Prüfung ermöglicht werden, damit diese die erforderliche Qualifikation für die Ausübung ihres Berufes auf dem Landesgebiet erwerben können.
Anträge können bis zum 8. Juli, 12 Uhr, eingereicht werden. Nähere Informationen zu den Modalitäten sind auf der Homepage des Landes Südtirol nachzulesen.
pir
