Piero-Siena-Preis 2026 geht an Samira Mosca und Stefano Bernardi

02.07.2026, 08:00

Samira Mosca und Stefano Bernardi sind die diesjährigen Preisträger - Feier im Kulturzentrum Trevi - Preis der Abteilung Italienische Kultur des Landes Südtirol

Die dritte Ausgabe des Piero-Siena-Preises ist abgeschlossen. Im Bild (von links): Landesrat Marco Galateo, Amtsdirektorin Marisa Giurdanella, Kurator Denis Isaia, die Kunsthistorikerin und Jurymitglied Federica Lamedica und die Preisträgerin Samira Mosca. (Foto: GNews)
Die dritte Ausgabe des Piero-Siena-Preises ist abgeschlossen. Im Bild (von links): Landesrat Marco Galateo, Amtsdirektorin Marisa Giurdanella, Kurator Denis Isaia, die Kunsthistorikerin und Jurymitglied Federica Lamedica und die Preisträgerin Samira Mosca. (Foto: GNews)

BOZEN (LPA). Samira Mosca und Stefano Bernardi sind die Preisträger der dritten Ausgabe des Piero-Siena-Preises. Eine besondere Erwähnung erhielt die verstorbene Künstlerin Rina Riva. Die Gewinner wurden am Abend des 1. Juli bei der Eröffnung der Ausstellung im Zentrum Trevi in Bozen bekannt gegeben.

Die Ausgabe 2026 wurde in Zusammenarbeit mit zwei bedeutenden Institutionen für zeitgenössische Kunst umgesetzt: dem Museion Bozen und dem Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea in Turin. Neben einem Geldpreis ermöglicht die Auszeichnung den Künstlerinnen und Künstlern die Aufnahme ihrer Werke in die Sammlungen wichtiger nationaler Museen.

An der Preisverleihung nahmen der italienische Kulturlandesrat Marco Galateo, Projektkurator Denis Isaia, Museion-Direktor Bart van der Heide, die Kuratorin des Castello di Rivoli und der Ausstellung Federica Lamedica sowie die Direktorin des Amtes für Kultur Marisa Giurdanella teil. Dabei wurden die ausgezeichneten Werke und die Preisträger vorgestellt. Bis zum 5. August zeigt das Kulturzentrum Trevi eine Ausstellung über das künstlerische Schaffen der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler.

"Der Piero-Siena-Preis würdigt das künstlerische Lebenswerk prägender Persönlichkeiten der visuellen Kultur unseres Landes und stärkt zugleich die Sammlungen bedeutender Museen für zeitgenössische Kunst. Die Unterstützung künstlerischer Arbeit bedeutet auch, Kunstwerke für die Zukunft zu bewahren und sie kommenden Generationen zugänglich zu machen", sagte Landesrat Marco Galateo.

Über die Preisträger entschied eine Jury mit Francesco Manacorda und Federica Lamedica vom Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea, Bart van der Heide und Frida Carazzato vom Museion. Koordiniert wurde die Jury von Denis Isaia.

Erstmals wurde in diesem Jahr auch eine besondere Erwähnung für eine verstorbene Künstlerpersönlichkeit vergeben. Sie ging an Rina Riva, eine Meisterin der Druckgrafik, deren Werke Veränderungen, Energien und Prozesse der Materie sichtbar machen.

Die von Federica Lamedica kuratierte Ausstellung mit den Arbeiten der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler ist bis 5. August im Kulturzentrum Trevi in Bozen zu sehen. Im Herbst werden die beiden Preisträger des Piero-Siena-Preises 2026 im Castello di Rivoli Museo d’Arte Contemporanea vorgestellt.

Zusatzinformationen

Die Preisträgerinnen und der Preisträger des Piero-Siena-Preis 2026

Der Piero-Siena-Preis erinnert an den Maler, Autor, Kunstkritiker, Kunsthistoriker und ersten Direktor des Museion Piero Siena (1912–2003). Von 1987 bis 2001 leitete er das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Bozen und organisierte in dieser Zeit mehr als 80 internationale Ausstellungen.

Der Piero-Siena-Preis 2026 ging an Stefano Bernardi und Samira Mosca. Stefano Bernardi, Träger des Castello-di-Rivoli-Preises, beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit dem Hören und Wahrnehmen. Ausgangspunkt sind unter anderem die Schwingungen von Bienen, Luftbewegungen und interaktive Installationen, die verborgene Zusammenhänge und Wechselwirkungen erfahrbar machen.

Samira Mosca, Trägerin des Museion-Preises, untersucht in ihren Arbeiten den menschlichen Körper als Ort von Erinnerungen, Wünschen, Krankheiten, kulturellen Prägungen und Beziehungen. Ihre Keramikarbeiten machen auch das sichtbar, was nicht unmittelbar erkennbar ist – etwa Spannungen, Abwesenheiten, veränderte Wahrnehmungen sowie Formen von Fürsorge und Abhängigkeit, die das Verhältnis zu sich selbst und zu anderen prägen.

tl/kat