RAS erhält 6,065 Millionen Euro für 2026

20.03.2026, 11:52

Land stärkt Rundfunkversorgung und digitale Infrastruktur – Fokus auf Mobilfunk in Tunneln und sichere Senderstandorte

Die DAS-Mobilfunkanlage Speikboden ist 2025 in Betrieb gegangen. (Foto: RAS)
Die DAS-Mobilfunkanlage Speikboden ist 2025 in Betrieb gegangen. (Foto: RAS)

BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat am 20. März die Finanzierung der Rundfunkanstalt Südtirol (RAS) für das Jahr 2026 beschlossen. Insgesamt stellt das Land Südtirol 6,06 Millionen Euro für laufende Ausgaben und Investitionen bereit. Damit sichert das Land die flächendeckende Versorgung mit Radio-, Fernseh- und Kommunikationsdiensten und treibt den Ausbau der digitalen Infrastruktur gezielt voran.

Von der Gesamtsumme entfallen 1,78 Millionen Euro auf laufende Ausgaben und 1,28 Millionen Euro auf Investitionen gemäß dem genehmigten Tätigkeitsprogramm. Weitere drei Millionen Euro stellt das Land für zusätzliche strategische Projekte bereit. Diese Mittel werden nach Abschluss der Arbeiten detailliert abgerechnet.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt in der Verbesserung der Mobilfunk- und Datenversorgung in bisher unterversorgten Gebieten. Dafür sind 1,5 Millionen Euro für den Einsatz der sogenannten DAS-Technologie vorgesehen. Mit diesen Mitteln wird unter anderem die Mobilfunkabdeckung in Radein/Glen, Fanealm/Altfasstal, Weißenstein, Karerpass/Karersee/Nigerpass, Laasertal/Schladrauntal, Rein in Taufers/Knuttenalm und den drei Marlinger Tunneln der STA umgesetzt. Das Projekt der Marlinger Tunnel dient zugleich als Grundlage für weitere Vorhaben, etwa für die Versorgung von Eisenbahntunneln der RFI "Kardaun", "Schlern" und "Pflersch" sowie insbesondere entlang der Riggertalschleife und im neuen Virgltunnel.

"Wir investieren gezielt in eine moderne und sichere Kommunikationsinfrastruktur für ganz Südtirol", betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. "Gerade in sensiblen Bereichen wie Tunneln ist eine verlässliche Mobilfunkversorgung entscheidend", unterstreicht RAS-Direktor Georg Plattner. "Die RAS gewährleistet eine flächendeckende Versorgung und entwickelt die technische Infrastruktur konsequent weiter", erklärt RAS-Präsident Peter Silbernagl.

Weitere 1,5 Millionen Euro fließen in die Verlegung des Senderstandortes Karthaus, der derzeit in einem steinschlaggefährdeten Gebiet liegt. Damit erhöht das Land die Betriebssicherheit der Infrastruktur und gewährleistet eine stabile Versorgung.

Zusätzlich investiert die RAS in die Modernisierung ihrer technischen Anlagen. Geplant sind Maßnahmen in den Bereichen Sende- und Empfangsinfrastruktur, DVB-, DAB- und UKW-Technologie, Richtfunk- und Transportnetze sowie Server-, Software- und Netzwerktechnik.

pio