"Seal of Excellence"-Forschungsprojekte werden fortgeführt

17.07.2026, 11:34

Landesregierung passt Richtlinien für die Finanzierung von Forschungsprojekten mit dem „Seal of Excellence“ der EU-Kommission an

Südtirols Forschungslandschaft wird durch Initiativen wie der Finanzierung von "Seal of Excellence"-Projekten internationaler und gefestigt. (Foto: LPA/Greta Stuefer)
Südtirols Forschungslandschaft wird durch Initiativen wie der Finanzierung von "Seal of Excellence"-Projekten internationaler und gefestigt. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

BOZEN (LPA). Die Europäische Kommission zeichnet im Rahmen der "Marie Skłodowska Curie Actions – Postdoctoral Fellowships" Forschungsprojekte mit dem "Seal of Excellence" aus, die zwar qualitativ hochwertig sind, jedoch aufgrund fehlender EU-Mittel nicht finanziert werden können. Das Land Südtirol kann seit 2024 für Exzellenzprojekte eigene Geldmittel vorsehen und an der Umsetzung der Projekte mitwirken. "Die 'Seal of Excellence'-Projekte tragen wesentlich zur Internationalisierung und Attraktivität des Forschungsstandortes Südtirol bei“, ist Landesrat Philipp Achammer überzeugt. Auf seinen Antrag hin hat die Landesregierung darum am 17. Juli die überarbeiteten Richtlinien zur Finanzierung dieser Forschungsprojekte gutgeheißen.

Insgesamt stehen 2027 Geldmittel für den Start von jährlich mindestens fünf neuen Projekten zur Verfügung. Die Projekte laufen in der Regel 24 Monate und werden mit rund 200.000 Euro im Jahr finanziert. In den Richtlinien ist zudem vorgesehen, dass der Förderantrag im Zeitraum 1. März bis 30. April eingereicht werden muss – werden mehrere Anträge eingereicht, wird eine Rangordnung erstellt. Zudem wurden die Modalitäten der Beitragsgewährung präzisiert, die Abwicklung der Förderung klarer geregelt und weitere Verwaltungsschritte vereinfacht. Auch wurden mehrere rechtliche Anpassungen an den bisherigen Richtlinien vorgenommen.

Im Jahr 2025 wurden sieben mit dem "Seal of Excellence" ausgezeichnete Projekte finanziert. Die Forschungsbereiche reichten dabei von den Sozialwissenschaften und Psychologie bis hin zu Umweltschutz und Informatik. Auch für das Jahr 2026 wurden bereits neun Projekte genehmigt, weitere fünf Projekte könnten noch folgen. "Dies zeugt von der Attraktivität des Forschungsstandorts Südtirol und dieser Maßnahme, die Südtiroler Forschungseinrichtungen einen Wettbewerbsvorteil bei den MSCA-Maßnahmen der EU-Kommission verschafft", sagt Manuel Gatto, der Direktor des Amtes für Wissenschaft und Forschung.

ck