Südspange Brixen: Land und Gemeinde bündeln Kräfte

07.08.2026, 12:12

Brixen und Milland vom Verkehr entlasten – Zuständigkeiten zwischen Land und Gemeinde aufgeteilt – Umsetzung in mehreren Baulosen – Land sichert Finanzierung von zwölf Millionen Euro

"Mit der Südspange schaffen wir eine leistungsfähige Verbindung, die den Menschen konkret zugutekommt", sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. "Der Verkehr wird besser verteilt, die Sicherheit erhöht und die Radmobilität gestärkt. Entscheidend ist, dass Land und Gemeinde klare Verantwortung übernehmen und die Umsetzung gut abstimmen." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
"Mit der Südspange schaffen wir eine leistungsfähige Verbindung, die den Menschen konkret zugutekommt", sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. "Der Verkehr wird besser verteilt, die Sicherheit erhöht und die Radmobilität gestärkt. Entscheidend ist, dass Land und Gemeinde klare Verantwortung übernehmen und die Umsetzung gut abstimmen." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BRIXEN (LPA). Die Landesregierung hat auf Vorschlag von Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider die Änderung der technischen Merkmale der Südspange in Brixen genehmigt. Das Infrastrukturprojekt wird gemeinsam vom Land Südtirol und der Stadtgemeinde Brixen umgesetzt. Die Bauabschnitte werden zwischen den beiden Verwaltungen aufgeteilt. Darüber informierte der Landesrat nach der Sitzung der Landesregierung am 7. August bei einer Pressekonferenz im Landhaus 1 in Bozen.

Die Gemeinde übernimmt für ihren Bereich die weiteren Planungsphasen, die Vergabe, die Bauleitung und die Abnahme. Das Land realisiert die Bauwerke in seinem Zuständigkeitsbereich und stellt für den kommunalen Abschnitt einen Finanzierungsbeitrag von zwölf Millionen Euro bereit.

Ziel der Südspange ist es, das Stadtzentrum von Brixen und Milland vom Verkehr zu entlasten und die Verbindungen zwischen der Brennerstaatsstraße (SS 12), Gewerbezone, Fraktionen des Brixner Mittelgebirges und der Landesstraße nach Afers zu verbessern.

"Mit der Südspange schaffen wir eine leistungsfähige Verbindung, die den Menschen konkret zugutekommt", sagt Mobilitätslandesrat Alfreider. "Der Verkehr wird besser verteilt, die Sicherheit erhöht und die Radmobilität gestärkt. Entscheidend ist, dass Land und Gemeinde klare Verantwortung übernehmen und die Umsetzung gut abstimmen."

Zufrieden zeigen sich auch Bürgermeister Andreas Jungmann und der für Mobilität zuständige Stadtrat Thomas Schraffl. "Dank dieser Vereinbarung teilen wir gemeinsam mit dem Land die verschiedenen Baulose auf und werden insgesamt schneller ans Ziel kommen", sagt Jungmann. Schraffl ergänzt: "Als letzter Baustein der großräumigen Umfahrung von Brixen ist die Südspange für die Gemeinde ein wesentliches Projekt im städtischen Mobilitätsplan."

Die gewählte Lösung umfasst unter anderem eine neue, rund 72 Meter lange Bogenbrücke über den Eisack, die Anpassung der Knotenpunkte an der Brennerstaatsstraße, zwei Fuß- und Radwegunterführungen sowie neue Radverbindungen im Bereich Milland und Sarnser Straße. Auch die künftige Talstation der Plose-Kabinenbahn wird besser angebunden.

Zusatzinformationen

Die technischen Eigenschaften der neuen Südspange

BRIXEN (LPA). "Die Lösung ist technisch deutlich anspruchsvoller als die ursprüngliche Planung", erklärt Projektverantwortlicher Florian Knollseisen: "Brücke, Knotenpunkte und Unterführungen verbessern Verkehrsfluss und Sicherheit. Zugleich wurden sensible Bereiche wie die Millander Au und die historischen Kastanienbestände bestmöglich berücksichtigt."

Für die Bauwerke, die vom Land umgesetzt werden, sind rund 28 Millionen Euro vorgesehen. Weitere zwölf Millionen Euro stellt das Land für den kommunalen Abschnitt bereit. Die konkreten Verpflichtungen werden in einer eigenen Vereinbarung geregelt.

red/kat