Tag des Fisches: Augen auf die Kleinfischarten

21.08.2026, 08:10

Landesamt für Wildtiermanagement zum Internationalen Tag des Fisches am 22. August - Südtirols Bäche, Flüsse und Seen bieten Lebensraum für etwa 35 verschiedene Fischarten

Zu den Kleinfischarten gehört die Elritze: Sie wird zwischen sechs und zehn Zentimeter lang, ist ein Schwarmfisch und zählt zur Gruppe der Karpfenartigen, bevorzugt aber im Unterschied zu ihren Verwandten sauerstoffreiche Gewässer, etwa den Pragser Wildsee. (Foto: LPA/Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst)
Zu den Kleinfischarten gehört die Elritze: Sie wird zwischen sechs und zehn Zentimeter lang, ist ein Schwarmfisch und zählt zur Gruppe der Karpfenartigen, bevorzugt aber im Unterschied zu ihren Verwandten sauerstoffreiche Gewässer, etwa den Pragser Wildsee. (Foto: LPA/Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst)

BOZEN (LPA). Das Landesamt für Wildtiermanagement in der Landesabteilung Forstdienst führt jährlich an vielen Punkten in Südtirols Gewässern Fischbestandserhebungen durch: Diese geben einen umfassenden Einblick in die Fischlebensräume und dienen unter anderem zur Erfassung des ökologischen Zustandes der Fließgewässer (LPA hat berichtet); ergänzt werden sie durch Erhebungen anderer Landesämter der Umweltagentur.

"Südtirols Bäche, Flüsse und Seen bieten Lebensraum für etwa 35 verschiedene Fischarten, darunter Marmorierte Forelle, Bachforelle, Äsche, Karpfen und Hecht", berichtet der Direktor des Landesamtes für Wildtiermanagement Dominik Trenkwalder: "Weniger bekannt, aber für das ökologische Gleichgewicht mindestens ebenso wichtig sind die heimischen Kleinfischarten wie die Mühlkoppe, die Bachschmerle, die Elritze oder der Dreistachlige Stichling. Sie üben wichtige Funktionen im Gewässerökosystem aus und reagieren besonders sensibel auf Veränderungen ihres Lebensraums. Ihr Vorkommen ist ein wertvoller Indikator für die ökologische Qualität eines Gewässers. Gleichzeitig sind sie auf strukturreiche Uferbereiche, naturnahe Gewässerabschnitte und eine freie Durchwanderbarkeit angewiesen."

"Der Internationale Tag des Fisches am 22. August erinnert uns daran, wie wichtig unsere Gewässer als Lebensraum sind", unterstreicht Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher: "Es geht nicht nur darum, bekannte Fischarten zu schützen, sondern um die ganze Vielfalt, die in unseren Bächen, Flüssen und Seen zu Hause ist. Intakte Gewässer sind die Grundlage dafür, dass diese Vielfalt auch in Zukunft erhalten bleibt."

Fische benötigen vielfältige und vor allem miteinander verbundene Gewässerlebensräume. Viele Arten wandern im Laufe ihres Lebens zwischen Nahrungs-, Aufwuchs- und Laichgebieten. Deshalb ist die Durchgängigkeit der Gewässer eine wesentliche Voraussetzung für gesunde Fischbestände. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Bevölkerungsschutz wurden in den vergangenen Jahren in Südtirol zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um Wanderhindernisse zu beseitigen und die Durchgängigkeit und ökologische Funktionalität von Fließgewässern zu verbessern.

mac