Trinkwasser: Großes Interesse an Fachtagung zu neuen Normen
Land und Gemeindenverband organisieren Fortbildungsveranstaltung zu den neuen Vorgaben im Bereich der Betreuung der Trinkwasserversorgung – Künftige Herausforderungen im Fokus
BOZEN (LPA). Gut besucht war die Informationsveranstaltung "Trinkwasser: Neue Normen - neue Herausforderungen" am 14. Mai am Sitz von EURAC Research in Bozen, die sich an Betreiberinnen und Betreiber der öffentlichen Trinkwasserversorgungsanlagen in Südtirol richtete. Einen Vormittag lang standen die neuen Herausforderungen im Mittelpunkt, die sich aus der Europäischen Richtlinie über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch aus dem Jahr 2020 und dem gesetzesvertretenden Dekret Nr. 18/2023 ergeben.
"Meist erkennen wir den Wert des Trinkwassers erst dann, wenn das Wasser knapp wird oder Verunreinigungen auftreten", unterstrich der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz Peter Brunner. "Es muss daher unser gemeinsames Anliegen sein, sorgsam, nachhaltig und vorausschauend mit dieser Ressource umzugehen.“ Die neue EU-Richtlinie ziele darauf ab, den Zugang zu hochwertigem Trinkwasser zu stärken und Versorgungsstrukturen qualitativ weiterzuentwickeln. "Damit kommen neue Aufgaben auf die Betreiber von Trinkwasserversorgungseinrichtungen zu", sagte Brunner.
"Um eine angemessene Trinkwasserversorgung sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht zu gewährleisten, sind die Trinkwasserversorger täglich gefordert", betonte auch Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz. Die Tagung bot eine Übersicht über die Rechtsnormen und Instrumente, die bei der Trinkwasserversorgung künftig zur Anwendung kommen werden: Die Themen reichten vom dynamischen territorialen Register für Trinkwasser (Anagrafe Territoriale dinamica delle Acque potabili) über die Wassersicherheitspläne (Piani sicurezza acque) bis hin zur Rolle der Landesverwaltung in der Südtiroler Trinkwasserversorgung.
Erörtert wurden sie von Expertinnen und Experten des Nationalen Zentrums für Wassersicherheit (Centro nazionale Sicurezza delle Acque) sowie der Landesverwaltung und des Sanitätsbetriebs. Einführende Worte sprachen Lorella Zago, Direktorin des Landesamtes für Prävention, Gesundheitsförderung und öffentliche Gesundheit sowie der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes Dominik Oberstaller, der den Schutz des Trinkwassers als unverzichtbares Lebensmittel und die Rolle der Gemeinden unterstrich.
Organisiert wurde die Tagung vom Landesamt für nachhaltige Gewässernutzung in der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Gemeindenverband. Sie fand mit Beteiligung der Landesabteilung Gesundheit, des Südtiroler Sanitätsbetriebs und des italienischen Instituts für Gesundheitswesen (Istituto Superiore di Sanità) statt.
mpi

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- "Die neue EU-Richtlinie zielt darauf ab, den Zugang zu hochwertigem Trinkwasser zu stärken und Versorgungsstrukturen qualitativ weiterzuentwickeln. Damit kommen neue Aufgaben auf die Betreiber von Trinkwasserversorgungseinrichtungen zu", unterstrich Landesrat Peter Brunner zum Auftakt der Fachtagung in der EURAC am 14. Mai. (Foto: LPA/Vera Brunetti) » [IMG 1 MB]
- Die Informationsveranstaltung "Trinkwasser: Neue Normen – neue Herausforderungen" am 14. Mai in Bozen richtete sich an Betreiberinnen und Betreiber der öffentlichen Trinkwasserversorgungsanlagen in Südtirol, die zahlreich in der EURAC erschienen sind. (Foto: LPA/Vera Brunetti) » [IMG 2 MB]
- Flavio Ruffini, Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, moderierte die Tagung, die eine Übersicht über die Rechtsnormen und Instrumente bot, die bei der Verwaltung der Trinkwasserversorgung künftig zur Anwendung kommen. (Foto: LPA/Vera Brunetti) » [IMG 1 MB]

