Zukunft der Stahlwerke Bozen: Land behält Eigentum

22.05.2026, 10:13

Landesregierung bekräftigt strategische Bedeutung der Stahlproduktion und wählt Instrument der Konzession auf öffentlichem Eigentum -Vergabe erfolgt über direkte Verhandlungen mit bisherigem Betreiber

In der Sitzung vom 22. Mai befasste sich die Landesregierung im Palais Widmann in Bozen erneut mit der Zukunft des Industrieareals der Stahlwerke Bozen. (Foto: LPA)
In der Sitzung vom 22. Mai befasste sich die Landesregierung im Palais Widmann in Bozen erneut mit der Zukunft des Industrieareals der Stahlwerke Bozen. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). In der Sitzung vom 22. Mai hat sich die Landesregierung in Bozen erneut mit der Zukunft des Industrieareals der Stahlwerke Bozen befasst, auch aufgrund der in den vergangenen Tagen von den Gewerkschaftsverbänden vorgebrachten Forderungen.

Die Landesregierung bekräftigte die strategische Bedeutung der ausgeübten Stahlindustrie und betonte deshalb die Bedeutung, dass die betreffenden Immobilien in öffentlicher Hand bleiben. Daher hält sie am Weg der Vergabe einer Nutzungskonzession für das Areal fest, nachdem der Landtag dies kürzlich durch eine Änderung des Landesgesetzes zu Raum und Landschaft ermöglicht hat.

Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Unternehmen sowie aufgrund eines kürzlich erteilten Gutachtens der Staatsadvokatur steht nun fest, dass die Landesregierung die Konzession im Wege einer direkten Verhandlung mit dem Unternehmen vergeben kann, das bereits die strategische Stahlproduktion betreibt. In den kommenden Tagen prüft die Landesregierung weitere Detailfragen; gleichzeitig organisiert sie einen Informationsaustausch mit den Stakeholdern der Branche, damit die Lösung transparent vorangetrieben und die Produktion in der gebotenen Ruhe fortgesetzt werden kann.

red