Athena: Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich

29.10.2026, 16:30

Handbuch und Unterlagen zum "Piano Athena IA" von Landesrat Galateo vorgestellt

Uniprofessor Marco Baratieri, STEAM-Inspektor Fabio Furciniti und Landesrat Marco Galateo sowie Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta bei der Vorstellung der Leitlinien zum Umgang mit der Künstlichen Intelligenz in der Schule. (Foto: LPA)
Uniprofessor Marco Baratieri, STEAM-Inspektor Fabio Furciniti und Landesrat Marco Galateo sowie Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta bei der Vorstellung der Leitlinien zum Umgang mit der Künstlichen Intelligenz in der Schule. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). Die italienische Bildungsdirektion hat in einem Handbuch klare Regeln, gemeinsame Kriterien und konkrete Instrumente für einen bewussten, ethischen und sicheren Einsatz künstlicher Intelligenz in den italienischsprachigen Schulen in Südtirol festgelegt. Die gemeinsam mit der Freien Universität Bozen erarbeitete Broschüre wurde am 29. Oktober im Noi Techpark in Bozen vorgestellt. Der Leitfaden bietet Lehrkräften, Schulführungskräften und Verwaltungsmitarbeitenden Kriterien, um zu entscheiden, wann, wie und unter welchen Bedingungen KI sowohl im Unterricht als auch in Verwaltungsprozessen eingesetzt werden soll.

"Künstliche Intelligenz hat bereits Einzug in unsere Klassenzimmer gehalten, nun gilt es sie bestmöglich zu steuern", hob Landesrat Marco Galateo dabei hervor. Die Schule müsse vermitteln, wie künstliche Intelligenz genutzt und verstanden werden kann: "Nicht zuletzt die Auszeichnung, die wir beim Festival dell’Innovazione Scolastica in Valdobbiadene und bei der DidaMatica 2026 erhalten haben, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Hauptschulamtsleiter Vincenzo Gullotta sagte, dass Kompetenzbildung und Steuerung Hand in Hand gehen müssen: "Im Leitfaden wird festgelegt, wer entscheidet, wer umsetzt und wer unterstützt. Zudem wird der Grundsatz verankert, dass die Verantwortung für pädagogische Entscheidungen und Bewertungen stets bei den Menschen liege."

Zu den Instrumenten gehören eine Entscheidungsampel, Kriterien, die vor der Einführung eines Instruments zu prüfen sind, das Rahmenwerk für die Bewertung, ein Modell für die Schulleitung sowie ein Maßnahmenkatalog. Die Materialien, darunter auch das Handbuch, wurden von Schulinspektor Fabio Furciniti vorgestellt, der die Athena-Arbeitsgruppe koordinierte: 35 Lehrkräfte, Schulführungskräfte und Schulinspektoren, mit wissenschaftlicher Beratung durch Samuele Calzone und Dario De Santis, rechtlicher Beratung durch Santa Savini sowie Unterstützung durch Rosella Gennari und Marco Montali von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Freien Universität Bozen. Das im Herbst 2025 gestartete Projekt wurde im Sommer 2026 abgeschlossen.

tl/ck