Bildung für morgen: Kompetenzen für eine Welt im Wandel

15.09.2026, 15:40

"Gesellschaft im Wandel – Welche Kompetenzen junge Menschen für die Zukunft brauchen" ist Thema der Auftaktveranstaltung mit 180 Führungskräften der deutschsprachigen Kindergärten und Schulen

Podiumsdiskussion: (von links) Moderatorin Edith Benischek, Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) Neha Bhati, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Komponistin und Musikpädagogik-Professorin Manuela Kerer, Geschäftsführer der Firma Weico Metallbau Hubert Weissteiner. (Foto: LPA/Deutsche Bildungsdirektion/Margit Pichler)
Podiumsdiskussion: (von links) Moderatorin Edith Benischek, Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) Neha Bhati, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Komponistin und Musikpädagogik-Professorin Manuela Kerer, Geschäftsführer der Firma Weico Metallbau Hubert Weissteiner. (Foto: LPA/Deutsche Bildungsdirektion/Margit Pichler)

BOZEN (LPA). Mit einer Veranstaltung im Schloss Maretsch mit rund 180 Führungskräften der deutschsprachigen Kindergärten und Schulen wurde am 15. September offiziell das Kindergarten- und Schuljahr 2026/2027 eingeläutet, in Anwesenheit von Bildungslandesrat Philipp Achammer, Bildungsdirektor Gustav Tschenett, Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner, Landesdirektor der deutschsprachigen Berufsbildung Peter Prieth, Landeskindergartendirektorin Helena Saltuari und Landesmusikschuldirektorin Alexandra Pedrotti.  "Gesellschaft im Wandel – Welche Kompetenzen junge Menschen für die Zukunft brauchen" war die Frage, die in einem Impulsreferat und bei einer Podiumsdiskussion vertieft wurde. Neben Landeshauptmann Arno Kompatscher nahmen daran die Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) Neha Bhati, die Komponistin und Professorin für Musikpädagogik am Konservatorium Claudio Monteverdi Manuela Kerer und der Geschäftsführer der Firma Weico Metallbau Hubert Weissteiner teil.

"Gerade in einer Zeit großer technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen braucht es weniger Ideologie, mehr Orientierung und eine Bildung, die sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichtet", betonte Landesrat Achammer: "Kinder sind keine politische Kategorie. Unser Auftrag ist nicht, gesellschaftliche Debatten ins Klassenzimmer zu tragen, sondern Kindern und Jugendlichen jene Grundfertigkeiten, Kompetenzen und Haltungen mitzugeben, die sie brauchen, um ihre Zukunft selbstbewusst und verantwortungsvoll zu gestalten."

Die Herausforderungen in der Gesellschaft und somit auch in der Bildung behandelte Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg und renommierter Bildungsforscher, in seinem Impulsreferat mit dem Titel "Gesellschaftliche Bildung und Sokratischer Eid: Wie Bildungswirksamkeit erzeugt werden kann". Die Menschheit werde von vielen Krisen heimgesucht, die sowohl die politischen Systeme als auch die Gesellschaft als Ganzes herausfordern, sagte der Referent: "Nicht zuletzt das Bildungssystem ist gefordert, die nachwachsende Generation auf die Zukunft vorzubereiten." Er stellte die Frage, wie gesellschaftliche Bildung gelingen könne und verwies auf die Lehrerprofessionalität. Die zentrale Aussage seines Vortrags lautete: "Nach den Erkenntnissen der empirischen Bildungsforschung sind es weder Strukturen noch Methoden oder Medien, die den Bildungserfolg maßgeblich bestimmen, sondern vor allem die Professionalität der Lehrkräfte."

Die musikalische Gestaltung der Veranstaltung hatten Maria Huber (Akkordeon), Matteo Facchin (Akkordeon) und Saccharja Huber (Klarinette) von der Musikschuldirektion Bozen unter der Leitung von Lehrerin Kathrin Thorack übernommen.

red/mac

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