CLLD-Ansatz: Gäste aus Polen und Litauen informieren sich in Südtirol
Delegation in der Abteilung Europa zu Gast, um den partizipativen Ansatz im Interreg Italien-Österreich-Programm zu studieren - Landesrätin Amhof freut sich über internationales Interesse
BOZEN (LPA). Kaum eine EU-Förderinitiative ist so unmittelbar und direkt vor Ort spürbar wie der CLLD-Ansatz. Ganz einfach deshalb, weil er von der lokalen Bevölkerung selbst auf den Weg gebracht wird. In der Abteilung Europa der Südtiroler Landesverwaltung informieren sich Studienbesucher aus aller Welt über die Nutzung der CLLD-Idee - vor allem im Rahmen des Programms Interreg Italien-Österreich. Jüngst war eine Delegation aus dem Grenzgebiet Polen/Litauen zu Gast.
Hunderte Klein- und Mittelprojekte wurden mittlerweile in den CLLD-Gebieten Dolomiti Live, Terra Raetica, Wipptal und HEurOpen auf den Weg gebracht. Gemeinsam ist ihnen, dass sie aus einem lokalen Bedürfnis und nicht "von oben herab" geboren sind.
"Dass sich Delegationen aus anderen europäischen Grenzregionen für unsere Erfahrungen interessieren, bestätigt den eingeschlagenen Weg. Mit dem CLLD-Ansatz stärken wir jene Menschen, die ihre Region am besten kennen. Gute Ideen entstehen vor Ort, und genau dort sollen auch die Entscheidungen über die Entwicklung der Region mitgestaltet werden", betont Europa-Landesrätin Magdalena Amhof.
Die Delegation aus dem litauisch-polnischen Grenzgebiet hielt sich vom 12. bis zum 13. Oktober in Bozen auf und bestand aus Vertretern lokaler Aktionsgruppen (LAGs) und europäischer Verbünde für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ). Zunächst erhielten die Gäste in der Abteilung Europa in Bozen einen Überblick über das aktuelle Interreg Italien-Österreich-Programm. Innerhalb dieses Programms setzen Südtirol und die Partner in den Ländern Tirol und Kärnten sowie in der Region Venetien und der autonomen Region Friaul-Julisch-Venetien den CLLD-Ansatz erfolgreich um. Gemeinden und lokale Gemeinschaften kooperieren in den CLLD-Gebieten direkt und in Selbstverantwortung miteinander, um durch Projekte lokale Bedürfnisse zu erfüllen und Herausforderungen gemeinschaftlich zu lösen.
"Study Visits verbinden den fachlichen Austausch mit konkreten Einblicken in die Umsetzung vor Ort. Sie zeigen, wie lokales Engagement und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Entwicklung von Grenzregionen beitragen können“, betont Martha Gärber, die Direktorin der Abteilung Europa und Verwaltungsbehörde des Interreg-Programms Italien–Österreich.
Nach einem Vortrag über den Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) und das CLLD-Gebiet Terra Raetica setzte die Delegation ihre Studienreise ins CLLD-Gebiet HEurOpen weiter, um die dort verwirklichten Initiativen und Projekte vor Ort erleben zu können.
pir
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- Eine Delegation aus dem polnisch-litauischen Grenzgebiet besuchte diese Woche Südtirol, um mehr über den CLLD-Ansatz im Interreg-Programm Italien-Österreich zu erfahren. Der Ansatz basiert auf der Beteiligung der Menschen vor Ort und der Entwicklung von Projekten, die konkret auf die Bedürfnisse der Region abgestimmt sind. (Foto: LPA/Abteilung Europa) » [IMG 3 MB]
- Die Direktorin der Abteilung Europa, Martha Gärber (Zweite von links), mit der Delegation aus dem polnisch-litauischen Grenzgebiet, die vor kurzem in Bozen zu Gast waren. (Foto: LPA/Abteilung Europa) » [IMG 2 MB]