Daumenklavier, Kochen, Selbstverteidigung: Jugendworkshops begeistern
Jugendworkshops 2025/26 des Landesamtes für Jugendarbeit mit breitgefächertem Angebot und praxisorientierten Inhalten - 700 Jugendliche bei 64 Workshops in Südtirols Jugendorganisationen dabei
BOZEN (LPA). Im Herbst 2025 und Frühjahr 2026 haben 700 Jugendliche an 64 Workshops in Südtirols Jugendorganisationen teilgenommen, blickt das Landesamt für Jugendarbeit zurück. Im Rahmen des Jugendkulturprogramms wurden Veranstaltungen zu verschiedenen Themen angeboten. Die Jugendlichen wählten vorwiegend die Bereiche Selbstverteidigung, Zaubern, Graffiti, Kochen, Game Design, Makramee, Naturkosmetik und gesunde Naschereien sowie Theater aus, diese Workshops waren schnell ausgebucht.
"Die Workshops sollen junge Menschen in kultureller, kreativer und sozialer Hinsicht bereichern und ihnen helfen, ihre Persönlichkeit zu entfalten; Jugendliche sollen dabei neue Interessensbereiche für sich entdecken und gleichzeitig ihre Werte formen", unterstreicht Projektleiterin Anita Demetz vom Landesamt für Jugendarbeit.
Das Landesamt für Jugendarbeit hatte das Jugendkulturprogramm 2025/26 in Zusammenarbeit mit netz | Offene Jugendarbeit und der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste AGJD erarbeitet. Jugendzentren und Jugendtreffs in Martell, Naturns, Passeier, Meran und Etschtal, Eppan, Kurtinig, Neumarkt, Auer und Margreid sowie Brixen, Welsberg, Olang, Sand in Taufers und Gsies nutzten die vielfältigen Angebote des breitgefächerten Angebots mit praxisorientierten Inhalten. Die jugendkulturellen Workshops sind bei den Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern sehr beliebt, da sie auch kleineren Jugendgruppen die Möglichkeit bieten, außergewöhnliche Veranstaltungen anzubieten.
23 Referentinnen und Referenten mit unterschiedlichem Background schafften es, Jugendliche für neue Themen zu begeistern und ihre Freude und Leidenschaft zu vermitteln. Die Inhalte der Workshops waren vielseitig und jugendgerecht aufgearbeitet, meldeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurück. Und auch, dass sie sich bereits auf ein breitgefächertes Angebot im nächsten Jahr freuen.
Zusatzinformationen
Jugendkulturprogramm 2025/2026: die Workshops
Der Schwerpunkt bei den Workshops im Herbst 2025 lag bei interkulturellen Angeboten, so wurden eine tunesische Kultur- Kochaktion, das Erstellen von Rap-Songs und das Trommeln auf der Djambe mit Referentinnen und Referenten mit Migrationshintergrund angeboten. Ein Workshop zum Thema Vorurteile mit interaktiven Übungen und der Auseinandersetzung mit eigenen Denkmustern konnte hier nicht fehlen.
Das Theaterstück mit Nachgespräch "LiebeLove and the Sexperts" über Liebe und Sexualität thematisierte Geheimnisse, Tabus und vermeintliche Peinlichkeiten. Mit viel Musik und Gesang, Live-Raps und Komik wurde Aufklärung vermittelt, die für Jugendliche konzipiert war.
Mädchen ließen sich vom Natur-Pur-Workshop begeistern und lernten eine Allzwecksalbe aus Naturprodukten herzustellen. Die Referentin Christiane Gruber stellte Kleidung aus Naturmaterialien vor und erläuterte, wie man kostengünstig und nachhaltig einkaufen kann. Die selbst hergestellten Fitness-Kraft-Pralinen überraschten die Teilnehmenden, schmeckten vorzüglich und animierten sie, diese auch zu Hause für ihre Familie nachzumachen.
Durch Koch Jakob Marmsoler entdeckten junge Leute ihre neue Leidenschaft am Selberkochen. Sie lernten nach eigenem Geschmack zu würzen und den Gerichten eine persönliche Note zu verleihen. Die Jugendlichen konnten anschließend eine Hülsenfrüchte-Salatvariation, ein Nudel-Bis mit selbstgemachtem Teig und Creme-Eis mit saisonalen Früchten verspeisen.
Beim Bau des Daumenklaviers Kalimba lernten Jugendliche den Holzkorpus mit bestimmter Oberflächentechnik zu bearbeiten, die Metallzungen zu montieren und das Klangobjekt zu stimmen. Die Begeisterung und Freude am Instrumente bauen ging vom Referent Alex Plaschke auf die Teilnehmenden über.
Kreativ drückten sich die Jugendlichen beim Foto- und Video-Workshop aus und wandten die erlernten Kenntnisse anschließend bei der Erstellung eines Jugendtreff-Videos an. Beim Makramee-Workshop wurden sie die traditionelle Knüpftechnik eingeführt und setzten sie dann mit ihrer Phantasie bei Deko-Gegenständen und Schlüsselanhängern um. Auch der Upcycling-Workshop mit Infos zur Herstellung einer Jeans von der Baumwollproduktion bis zum Verkauf kam bei den Jugendlichen gut an. Anschließend wurden aus Stoffresten und alten Kleidungsstücken tolle und nachhaltige Accessoires genäht.
Durch den Graffiti-Workshop konnten Holzpaneele für Jugendzentren oder zu Hause bunt illustriert werden, wobei der Ausdruck von Kreativität und die Darstellung der gewünschten Inhalte von Jugendlichen für den Referenten Paul Löwe im Vordergrund standen.
Beim Selbstverteidigungs-Workshop lernten die Jugendlichen Achtsamkeit, potentielle Gefahren kennen und gezielte Verhaltensmuster anzuwenden, sowie Konflikte altersgerecht zu bewältigen.
Im technischen Bereich wurde ein Kreativ- und Sensibilisierungs-Workshop zum Thema Künstliche Intelligenz angeboten, bei dem die Jugendlichen lernten, durch die Anwendung von KI-Tools eigene Texte, Bilder und Songs zu gestalten und daraus ihren eigenen KI-Jugendtreff Song zu erstellen. Beim Game Design-Workshop lernten die Teilnehmenden gemeinsam spannende Spielideen zu entwickeln und analoge und digitale Prototypen zu erstellen. Der Einblick hinter die Kulissen eines fertigen Spiels begeisterte sie.
Beim Zauber-Workshop lernten Jugendliche einfache Zaubertricks und sich selbstbewusst zu präsentieren. Sie lernten, dass Geschicklichkeit, Ablenkung und viel Übung andere zum Grübeln und Lachen bringen kann und es gar nicht so schwierig ist, Kunststücke vorzuführen. Beim Acrobalance- und Pyramiden-Workshop forderten die Teilnehmenden ihr Gleichgewicht heraus und bauten gemeinsam beeindruckende Akrobatik-Figuren.
Auch das Thema Feminismus wurde von Ingrid Kapeller, Kathrin Hutter und Franziska Heiß mit kurzen Vorträgen, Rollenspielen, spannenden Diskussionsrunden und Denkanstößen zur Gleichberechtigung den Jugendlichen nähergebracht.
red/mac
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