Ein starkes Netzwerk, um Europa vor Ort spürbar zu machen

29.10.2026, 15:19

Treffen in der Abteilung Europa bringt EU-Gemeinderätinnen und EU-Gemeinderäte zusammen – Landesrätin Amhof möchte durch Austausch und Vernetzung europäische Themen vor Ort sichtbarer machen

Wie können wir Europa in den Gemeinden und Orten Südtirols am besten vermitteln? Europa-Landesrätin Magdalena Amhof hat am 29. Oktober alle EU-Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Südtirols zu einem Netzwerktreffen eingeladen. (Foto: LPA/Ursula Pirchstaller)
Wie können wir Europa in den Gemeinden und Orten Südtirols am besten vermitteln? Europa-Landesrätin Magdalena Amhof hat am 29. Oktober alle EU-Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Südtirols zu einem Netzwerktreffen eingeladen. (Foto: LPA/Ursula Pirchstaller)

BOZEN (LPA). Europa soll für die Bürgerinnen und Bürger dort greifbar werden, wo sie leben: in den Gemeinden. Dazu ist ein starker Austausch zwischen Land und Gemeinden eine wichtige Voraussetzung. Europa-Landesrätin Magdalena Amhof hat deshalb am 29. Oktober im Sitz der Abteilung Europa ein Treffen zwischen den Europa-Gemeinderätinnen und Gemeinderäten organisiert und weitere Gemeinden zum Ernennen dieser wichtigen Verbindungspersonen aufgerufen.

"Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sind jene Vertreter, die den Bürgerinnen und Bürgern am nähesten stehen. Sie kennen die Bedürfnisse vor Ort und tragen wesentlich dazu bei, europäische Themen, Informationen und Möglichkeiten den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln", betonte Amhof im Rahmen des Treffens, zu dem Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus ganz Südtirol, darunter auch Vertreterinnen und Vertreter der Initiative EULC (European Local Councillors), geladen waren. 

Im Mittelpunkt des Treffens unter dem Motto "Europa und Gemeinden: Austausch und Stärkung der lokalen Vernetzung" stand stand die Stärkung des Netzwerks mit den Europa-Beauftragten der Gemeinden, ein intensiver Erfahrungsaustausch sowie konkrete Schritte für eine noch engere Zusammenarbeit. Ziel sei es, aus gelegentlichen Zusammentreffen ein aktives Netzwerk zu formen, betonte Amhof.

Martha Gärber, die Direktorin der Abteilung Europa, verwies auf die zahlreichen Initiativen, die von der Abteilung Europa und dem Informationszentrum Europe Direct das Jahr hindurch umgesetzt werden.

Anschließend berichteten die EU-Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die aus verschiedensten Orten, etwa Meran, Terlan, Eppan oder Gargazon in die Abteilung Europa gekommen waren, über ihre Erfahrungen und Aktivitäten vor Ort. Kathrin Werth, EU-Gemeinderätin in Eppan, erklärte, dass ihr Europa eine besondere Herzensangelegenheit sei: "Es geht mir darum, dass wir die Verbindung zwischen Europa und der Gemeinde aufzeigen. Die Gemeinde ist sehr wichtig, wenn es darum geht, die EU-Politik vor Ort umzusetzen."

Daniele Di Lucrezia, als Stadtrat in Meran für Europa-Angelegenheiten zuständig, betonte, dass es wichtig sei über die Europäische Union zu reden und zu reflektieren, was es bedeute, Europäer zu sein. "In der öffentlichen Debatte werden vor allem kritische Dinge in den Vordergrund gestellt, anstatt das Positive", erklärte Di Lucrezia.

Gemeinden, die noch keinen EU-Gemeinderat bzw. EU-Gemeinderätin ernannt haben, können noch von dieser Möglichkeit Gebrauch machen (LPA hat berichtet). Alle Informationen dazu erteilt das Informationszentrum Europe Direct Südtirol unter europedirect@provinz.bz.it oder Tel. 0471 413100.

pir

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