EUSALP-Generalversammlung: Südtirol im Dialog mit Alpenregionen
Generalversammlung in Lindau und Bilanz der bayerischen Präsidentschaft – Landeshauptmann Kompatscher vertritt Südtirol und vergibt bei Energiekonferenz Auszeichnung für Südtiroler Innovationsprojekt
LINDAU/BOZEN (LPA). Mit der Generalversammlung der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) am 22. Oktober in Lindau am Bodensee ist die bayerische Präsidentschaft 2026 zu Ende gegangen. Vertreterinnen und Vertreter der sieben Alpenländer und 48 Regionen zogen Bilanz über die Schwerpunkte des vergangenen Jahres und übergaben den Vorsitz an Frankreich, das die Präsidentschaft ab 1. Jänner übernimmt.
An der Generalversammlung nahm für Südtirol Landeshauptmann Arno Kompatscher teil. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen des Alpenraums, darunter die Digitalisierung, die grenzüberschreitende Mobilität, die Energieversorgung sowie die Zusammenarbeit der Regionen bei der Entwicklung gemeinsamer Lösungen.
"Die Herausforderungen im Alpenraum machen nicht an Landesgrenzen halt. EUSALP bietet die Möglichkeit, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und die Anliegen der Alpenregionen auf europäischer Ebene stärker einzubringen. Gerade bei Themen wie Energie, Mobilität und Klimaschutz ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von zentraler Bedeutung", betont Landeshauptmann Kompatscher.
Die Zusammenarbeit innerhalb von EUSALP bietet den Alpenregionen die Möglichkeit, gemeinsame Positionen zu erarbeiten und grenzüberschreitende Herausforderungen koordiniert anzugehen. Südtirol engagiert sich dabei insbesondere in den Bereichen Energie, nachhaltige Mobilität und regionale Entwicklung.
Energiewende als Schwerpunktthema
Ein Schwerpunkt des Jahresforums war die Energiewende im Alpenraum. Im Rahmen der EUSALP-Energiekonferenz diskutierten Fachleute aus mehreren Alpenregionen über innovative Konzepte für eine nachhaltige Wärmeversorgung von Städten und Gemeinden. Organisiert wurde die Konferenz von der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus gemeinsam mit der Bayerischen Staatskanzlei und dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Vorgestellt wurden unter anderem Beispiele aus den Bereichen kommunale Wärmeplanung, Wasserstofftechnologien, Großwärmepumpen, Geothermie und hybride Wärmenetze.
"Die Wärmewende ist das Herzstück der Energiewende, für die es nicht die eine richtige Lösung gibt. Vielmehr kommt es auf eine passgenaue Wärmeplanung und bedarfsgerechte Umsetzung vor Ort an: Wie wird sich der Wärmebedarf entwickeln, welche erneuerbaren Energien stehen zur Verfügung, macht ein Wärmenetz Sinn oder ist eine dezentrale Lösung die bessere Wahl?", erklärte der Generaldirektor der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus und Co-Leiter der EUSALP-Aktionsgruppe Energie, Ulrich Santa.
Auszeichnung für Südtiroler Innovationsprojekt
Beim Jahresforum wurden zudem die EUSALP Energy Awards 2026 verliehen. Mit den Auszeichnungen werden Projekte gewürdigt, die mit innovativen technischen, organisatorischen oder wirtschaftlichen Ansätzen zur Energiewende im Alpenraum beitragen. Zu den Preisträgern zählt auch das Südtiroler Unternehmen Gruber Logistics. Das Projekt "ZEFES" erprobt auf dem Brennerkorridor den Einsatz eines Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw im Langstreckenverkehr und soll wichtige Erkenntnisse für einen emissionsfreien Schwerlastverkehr liefern. Die Auszeichnung überreichte Landeshauptmann Kompatscher. Er betonte, dass es genau solche innovativen Unternehmen brauche: Sie bewiesen den Mut, neue Wege zu gehen, und zeigten, dass die Energiewende gelingen könne und der Wandel der Brennerachse zu einem "Green Corridor" ein machbares Ziel sei.
kat
Bildergalerie
Dokumente zum Herunterladen
- Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen des Alpenraums, darunter die Digitalisierung, die grenzüberschreitende Mobilität, die Energieversorgung sowie die Zusammenarbeit der Regionen bei der Entwicklung gemeinsamer Lösungen. Im Bild der Landeshauptmann von Vorarlberg Markus Wallner (links), Landeshauptmann ARno Kompatscher (rechts), im Hintergrund ist Tirols Landeshauptmann Anton Mattle zu sehen. (Foto: Land Vorarlberg/7PRO.TV) » [IMG 1 MB]
- An der Generalversammlung nahm für Südtirol Landeshauptmann Arno Kompatscher teil (im Bild ganz links). (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ Bayerische Staatskanzlei) » [IMG 5 MB]
- Die Zusammenarbeit innerhalb von EUSALP bietet den Alpenregionen die Möglichkeit, gemeinsame Positionen zu erarbeiten und grenzüberschreitende Herausforderungen koordiniert anzugehen. Südtirol engagiert sich dabei insbesondere in den Bereichen Energie, nachhaltige Mobilität und regionale Entwicklung. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ Bayerische Staatskanzlei) » [IMG 5 MB]

