Familienleistungen 2025: Unterstützung für rund 48.500 Familien
Land stellt 2025 insgesamt 83,5 Millionen Euro für Familienleistungen bereit - Pamer: Erziehungszeiten künftig besser rentenmäßig absichern, Entwurf bereits Regionalregierung übermittelt
BOZEN (LPA). Das Land Südtirol hat im Jahr 2025 rund 48.500 Familien mit direkten finanziellen Leistungen unterstützt. Insgesamt stellte das Land dafür 83,5 Millionen Euro bereit. Den größten Anteil daran bilden die Familiengelder (Landeskindergeld, Landesfamiliengeld sowie Landesfamiliengeld+), für die insgesamt rund 74,4 Millionen Euro ausbezahlt wurden. Hinzu kommen Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten. Für diese Leistung wurden 2025 rund 9,1 Millionen Euro bereitgestellt, ein Plus von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei rund 4.300 Begünstigten.
"Die Anpassungen beim Landeskindergeld sind ein wichtiger Schritt, um Familien gezielt zu entlasten", betont Familienlandesrätin Rosmarie Pamer. "Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorne. Wir wollen die Erziehungszeiten rentenmäßig besser absichern, damit Eltern durch die Betreuung ihrer Kinder keine Rentenlücken entstehen. Einen entsprechenden Vorschlag habe ich den zuständigen Mitgliedern der Regionalregierung übermittelt."
Die direkten Familienleistungen werden über die Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) abgewickelt. Über die Entwicklung der Leistungen und die Anpassungen informierte im Detail der Direktor der ASWE, Eugenio Bizzotto: "Der Rückgang der Anzahl der Bezieher ist insbesondere beim Landeskindergeld deutlich ausgefallen, und beläuft sich im Zeitraum zwischen 2023 und 2025 auf 8,2 Prozent. Dies ist sowohl auf den Geburtenrückgang als auch auf die Einkommensobergrenze zurückzuführen, die bis 2025 für den Zugang zum Landesbeitrag nicht überschritten werden durfte."
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Landesregierung Ende des vergangenen Jahres eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. So wurde die ISEE-Einkommensgrenze für den Bezug des Landeskindergeldes mit 1. Jänner von 40.000 auf 46.000 Euro angehoben und eine zusätzliche Einkommensklasse zwischen 15.000 und 30.000 Euro eingeführt. "Damit wird der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert und Familien können gezielter unterstützt werden. Im Gegensatz zu den Familienleistungen verzeichneten die ausbezahlten Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten einen deutlichen Anstieg. Dies ist sowohl auf den Digitalisierungsprozess des Auszahlungsverfahrens als auch auf eine gesteigerte Effizienz bei der Verfahrensabwicklung durch die Mitarbeiter zurückzuführen", so Bizzotto.
Mit den Anpassungen bei den Familienleistungen sowie der geplanten Weiterentwicklung der rentenmäßigen Absicherung setzt das Land weiterhin gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Familien.
Zusatzinformationen
Die drei Säulen der Familienpolitik
Die Familienpolitik des Landes Südtirol baut auf drei Säulen auf: die frühzeitige Stärkung der Familien, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die finanzielle Unterstützung der Familien.
Zur Stärkung der Familien gehören Maßnahmen der Familienbildung und verschiedene Unterstützungsangebote für Eltern. Über die Familienagentur werden unter anderem Familienberatungsstellen, Eltern Kind Zentren sowie zahlreiche Projekte und Initiativen für Familien gefördert. Dazu zählen etwa das Willkommenspaket für Neugeborene, die Elternbriefe oder die Initiative Bookstart. Ziel ist es, Familien von Beginn an zu begleiten und ihnen Orientierung und Unterstützung im Alltag zu bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dazu gehören insbesondere der Ausbau der Kinderbetreuung sowie ganzjährige Betreuungsangebote für Kinder. Land, Gemeinden und verschiedene Träger arbeiten dabei gemeinsam am weiteren Ausbau eines flächendeckenden Angebots, das Eltern im Alltag entlastet.
Die dritte Säule bildet die finanzielle Unterstützung der Familien. Dazu zählen unter anderem das Landeskindergeld, das Landesfamiliengeld sowie das Landesfamiliengeld+. Mit diesen Leistungen werden Familien direkt unterstützt und entlastet.
kat
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- Mit 1. Jänner wurde die ISEE-Einkommensgrenze für den Bezug des Landeskindergeldes mit 1. Jänner von 40.000 auf 46.000 Euro angehoben und eine zusätzliche Einkommensklasse zwischen 15.000 und 30.000 Euro eingeführt. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Über die Entwicklung der Leistungen und die Anpassungen informierte im Detail der Direktor der ASWE, Eugenio Bizzotto. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Die Familienpolitik des Landes Südtirol baut auf drei Säulen auf: die frühzeitige Stärkung der Familien, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die finanzielle Unterstützung der Familien. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 1 MB]
- Das Land Südtirol hat im Jahr 2025 rund 48.500 Familien mit direkten finanziellen Leistungen unterstützt. Insgesamt stellte das Land dafür 83,5 Millionen Euro bereit. Im Bild: Landesrätin Rosmarie Pamer und der Direktor der Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) Eugenio Bizzotto. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- "Die Anpassungen beim Landeskindergeld sind ein wichtiger Schritt, um Familien gezielt zu entlasten", betont Familienlandesrätin Rosmarie Pamer. "Gleichzeitig richten wir den Blick nach vorne. Wir wollen die Erziehungszeiten rentenmäßig besser absichern, damit Eltern durch die Betreuung ihrer Kinder keine Rentenlücken entstehen. Einen entsprechenden Vorschlag habe ich den zuständigen Mitgliedern der Regionalregierung übermittelt." (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]


