Forstdienst: Anerkennung für wichtige Arbeit

28.10.2026, 16:30

Landesforstkorps tagt in Terlan – Einsatz der Mitarbeitenden im Fokus – Neuer Bereichsvertrag wertet den Beruf auf und verbessert Rahmenbedingungen – Land investiert jährlich 1,27 Millionen Euro mehr

Die Mitarbeitenden des Landesforstkorps sind für die Pflege und den Schutz der Wälder sowie den Erhalt von Flora und Fauna in Südtirol im Einsatz. Der neue Bereichsvertrag bringt ihnen höhere Gehälter und Zulagen und verbessert die Rahmenbedingungen für ihre vielfältigen Aufgaben im Revier. (Foto: LPA/Oskar Verant)
Die Mitarbeitenden des Landesforstkorps sind für die Pflege und den Schutz der Wälder sowie den Erhalt von Flora und Fauna in Südtirol im Einsatz. Der neue Bereichsvertrag bringt ihnen höhere Gehälter und Zulagen und verbessert die Rahmenbedingungen für ihre vielfältigen Aufgaben im Revier. (Foto: LPA/Oskar Verant)

TERLAN/BOZEN (LPA). Um aktuelle Themen rund um den Forstdienst ging es bei der Jahreshauptversammlung der Interessensgemeinschaft Landesforstkorps am 27. Oktober in Terlan, an der auch Forstwirtschaftslandesrat Luis Walcher und Personallandesrätin Magalena Amhof teilnahmen. Ein wichtiges Thema war dabei der seit August geltende neue Bereichsvertrag für das Landesforstpersonal, der den Beruf finanziell und strukturell aufwertet. Genau am Versammlungstag erhielten die Mitarbeitenden erstmals das neue Gehalt, die höheren Zulagen und die rückwirkenden Beträge seit Jänner 2026.

"Diese Aufwertung ist mehr als verdient. In den vergangenen Jahren sind die Aufgaben und Anforderungen an den Forstdienst deutlich anspruchsvoller geworden", betonte Personallandesrätin Amhof. Insgesamt investiert das Land zusätzlich rund 1,27 Millionen Euro jährlich. „Damit stärken wir den Landesforstdienst finanziell und setzen ein klares Zeichen für die Wertschätzung dieses Berufs", sagte Amhof.

Eine zentrale Neuerung des neuen Bereichsvertrags betrifft die Forstdienstzulage, die von 33 auf 50 Prozent des Anfangsgehalts der jeweiligen Funktionsebene steigt. Zudem erhalten Stationsleiterinnen und Stationsleiter erstmals eine eigene Zulage. Sie beträgt 60 Prozent des Anfangsgehalts der VII. Funktionsebene. Mit dem neuen Vertrag wurden außerdem die Berufsbilder überarbeitet und unter anderem Bereitschaftsdienste, Teilzeit, Dienstkleidung sowie Gesundheitsüberwachung neu geregelt.

"Der Forstdienst hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und weiterentwickelt. Die Aufgaben werden vielfältiger und anspruchsvoller. Umso wichtiger ist es, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und ihnen den nötigen Freiraum für ihre Arbeit draußen im Revier zu geben", unterstrich Landesrat Walcher und dankte den Mitarbeitenden für ihren Einsatz. "Es gilt, Bürokratie und Verwaltungsarbeit abzubauen, damit unsere Förster und Försterinnen wieder mehr Zeit für ihre zentrale Aufgabe haben: sich vor Ort um Wald, Flora und Fauna zu kümmern", betonte Walcher.

Rund 350 Mitarbeitende der zwölf Forstämter betreuen Wald und Weide, Almen und Mahdwiesen sowie Pflanzen und Tiere auf rund zwei Dritteln der Landesfläche. Die Interessensgemeinschaft des Landesforstkorps in Südtirol vertritt die Interessen von Forstbeamten, Forstinspektoren und Forstwachen und thematisiert bei ihren Jahreshauptversammlungen vor allem Verträge und forstwirtschaftliche Herausforderungen.

san/red/mac