Gröden und Gadertal: Gesundheitsversorgung derzeit gut aufgestellt
Landesregierung in den Bezirken (3/5): Hubert Messner im Austausch mit Bürgermeistern - Medizinische Grund- und Notfallversorgung in Gröden und im Gadertal ist gesichert und wird gezielt gestärkt
ST. MARTIN IN THURN (LPA). Wie die Menschen in Gröden und im Gadertal im Notfall rasch Hilfe bekommen und im Alltag gut medizinisch versorgt sein sollen, darüber hat Gesundheitslandesrat Hubert Messner bei der Sondersitzung der Landesregierung in St. Martin in Thurn mit den Bürgermeistern gesprochen. "Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass medizinische Hilfe rasch verfügbar ist und möglichst nahe an ihrem Wohnort angeboten wird. Dafür stärken und vernetzen wir die bestehenden Dienste", sagte Messner.
Die notfallmedizinische Versorgung im Gadertal und Gröden sei aktuell gut ausgebaut und rund um die Uhr sichergestellt, sagte Messner. Tagsüber sowie in den frühen Morgen- und Abendstunden stehen Notarzthubschrauber bereit. Besonders nahe liegen die Stützpunkte des Notarzthubschraubers Pelikan in Brixen und des Hubschraubers von Aiut Alpin in Pontives/Lajen. Nachts oder bei schlechtem Flugwetter übernehmen der Notärzte von den nahegelegenen Krankenhäusern Bruneck und Brixen gemeinsam mit den Stationen der Rettungsdienste vor Ort.
Auch die hausärztliche und kinderärztliche Grundversorgung in den ladinischen Tälern ist laut Messner grundsätzlich gewährleistet. Dafür sorgen 14 Ärztinnen und Ärzte für Allgemeinmedizin und zwei Kinderärztinnen freier Wahl, die in den Tälern arbeiten. "Unser Ziel ist es, dass die Leistungen möglichst ineinandergreifen und Hausärzte, Sprengel, Apotheken, Krankenhäuser und neue Gesundheitsdienste noch besser zusammenarbeiten", betonte Messner. Dabei gelte es gerade für Gröden und das Gadertal Nachbesetzungen ebenso zu berücksichtigen wie die Nachfrage in touristischen Spitzenzeiten, erklärte der Landesrat. Besondere Anstrengungen würden derzeit bereits bei der laufenden Suche nach Allgemeinmedizinern unternommen und der letzthin unterzeichnete Landeszusatzvertrag für die Allgemeinmedizin sehe vor, den Hausarzt-Beruf attraktiver zu machen, besonders im Berggebiet.
Das Land entwickelt indessen die wohnortnahe Versorgung weiter, und zwar mit Gemeinschaftshäusern, Gemeinschaftskrankenhäusern, neuen Diensten und mit der in Zukunft auch landesweit aktiven Gesundheitshotline 116117, die derzeit in Bozen getestet wird. Vorgesehen sind laut Messner zudem für die Zukunft telemedizinische Angebote und eine stärkere Einbindung der Apotheken in Prävention und Betreuung. Ab Spätherbst 2026 wird zudem das Gemeinschaftshaus in Bruneck rund um die Uhr offen sein. Bereits seit dem Frühjahr geöffnet sind die Gemeinschaftshäuser in Brixen (rund um die Uhr) und Klausen (untertags an Wochentagen).
In diesem Zusammenhang waren auch der mögliche Ausbau des Gesundheits- und Sozialsprengels Pikolein im Gadertal zu einem Gemeinschaftshaus mit noch mehr dezentralen Diensten sowie auch die Weiterentwicklung des Sprengelsitzes in St. Ulrich in Gröden ebenfalls zu einem Gemeinschaftshaus Thema. Gemeinschaftshäuser bündeln verschiedene Gesundheits- und Sozialdienste unter einem Dach und bieten schnelle Hilfe bei kleinen Dringlichkeiten und Visiten für chronisch Kranke.
san