Grödner Kunsthandwerksschüler bei Skulpturensymposium im Fassatal

25.09.2026, 08:10

David Pitscheider und Jonas Puff gestalten Skulptur, die das Verhältnis der Bergnatur und dem menschlichen Einfluss veranschaulicht

Intensiv haben David Pitscheider (links) und Jonas Puff (rechts) an einer Skulptur gearbeitet, die im Rahmen eines Symposiums im Fassatal entstanden ist. (Foto: LPA/Patrick Senoner)
Intensiv haben David Pitscheider (links) und Jonas Puff (rechts) an einer Skulptur gearbeitet, die im Rahmen eines Symposiums im Fassatal entstanden ist. (Foto: LPA/Patrick Senoner)

ST. ULRICH (LPA). Alle zwei Jahre findet im Fassatal, genauer in Pozza di Fassa, ein Symposium der Holzbildhauer statt, das dem ladinischen Künstler, Lehrer und Bergsteiger Toni Gross gewidmet ist. In diesem Jahr haben daran, neben Schülerinnen und Schülern des Kunstgymnasium des Fassatales, aus Trient, aus Udine und der "Giovanni Pascoli" Bozen auch zwei Schüler der Landesberufsschule für das Kunsthandwerk "La Prufesciunela" aus St. Ulrich teil. 

David Pitscheider und Jonas Puff, Schüler der 4. Klasse Fachrichtung Bildhauerei, arbeiteten, in Begleitung von Fachlehrer Patrick Senoner, eine Woche lang intensiv an einer Skulptur aus einem rund 180 Zentimeter hohen Holzstamm. Das Konzept und der Entwurf dazu stammen von David Pitscheider. Die Skulptur setzt sich mit dem Verhältnis zwischen der ursprünglichen Bergnatur und dem menschlichen Einfluss auseinander: Während der untere Teil des Stammes seine natürliche Rinde behält, wird das Holz nach oben hin zunehmend bearbeitet. Die dargestellten Ameisen symbolisieren die Menschen, die sich in Gruppen bewegen und in die Bergwelt strömen. Die zunächst plastischen Ameisen werden nach hinten hin immer flacher und verweisen damit auf den zunehmenden Eingriff des Menschen in die Natur. Ein geschwungener Weg erinnert an die Bergpfade und verbindet die einzelnen Elemente der Arbeit.

Neben der intensiven Arbeit an der Skulptur bot das Symposium zudem auch Gelegenheit zum Austausch mit anderen jungen Kunstschaffenden und den teilnehmenden Schulen. Auch Besuche bei lokalen Bildhauern und Künstlern standen auf dem Programm, darunter ein Atelierbesuch bei Matthias Sieff. Bei einem Runden Tisch wurde zudem über die Herausforderungen des Massentourismus diskutiert.

red/ck