#halbzeit Brunner 1/3: Lebensraum zukunftsfit machen
Gemeindeentwicklungsprogramme, Wohnen mit Preisbindung und Mitarbeiterunterkünfte auf den Weg gebracht - Konkrete Lösungen für die Bevölkerung und Betriebe wurden geschaffen
BOZEN (LPA). Nach der ersten Hälfte der Legislaturperiode hat Landesrat Peter Brunner am 6. Juli im Alperia Fernheizwerk in Bozen-Süd eine #halbzeit-Bilanz über die bisher umgesetzten Maßnahmen in seinen Bereichen Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Energie, Raumentwicklung und Sport gezogen.
Einen wichtigen Schwerpunkt der laufenden Amtszeit bildet die Raumentwicklung: Südtirols Gemeinden arbeiten auf Hochtouren an der Ausarbeitung und Genehmigung des Gemeindentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft (GProRL) für das eigene Gemeindegebiet. Aktuell verfügen 17 Gemeinden über ein genehmigtes GProRL, 43 Gemeinden haben das Verfahren dazu eingeleitet und 56 Gemeinden sind in der Phase der Ausarbeitung. „Somit haben nun alle 116 Südtiroler Gemeinden mit der Ausarbeitung des Gemeindeentwicklungsprogrammes begonnen“, freut sich Landesrat Peter Brunner. Bis Ende des Jahres sollen bereits rund 50 Gemeinden ihr GProRL abgeschlossen haben, so Brunners Zielsetzung.
Ein weiteres zentrales Thema sei das Wohnen, vor allem die Frage, wie in Südtirol wieder mehr leistbarer Wohnraum für die ansässige Bevölkerung geschaffen werden könne. „Viele Gemeinden stehen vor derselben Herausforderung: Die Wohnkosten sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, während leistbarer Wohnraum für Familien und junge Menschen immer knapper geworden ist. Genau hier setzen wir mit dem Modell Wohnen mit Preisbindung an“, erklärte Brunner. Ziel des Konzeptes sei es, Wohnungen zu klar definierten und kontrollierten Preisen anzubieten und damit die Kosten spürbar zu senken. „Erste Entwicklungen zeigen bereits, dass die Quadratmeterpreise dadurch um 20 bis 25 Prozent reduziert werden. Das ist ein starkes Signal und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, betonte Landesrat Brunner.
Entscheidend dabei sei auch die Rolle der Gemeinden. „Sie sind der Schlüssel, wenn es darum geht, neuen leistbaren Wohnraum zu schaffen. Deshalb ist es uns wichtig, die Gemeinden frühzeitig einzubinden und sie bei der Umsetzung bestmöglich zu unterstützen.“
Cristina Pallanch, Bürgermeisterin von Kastelruth, berichtete anschließend vom Projekt Wohnen mit Preisbindung in Seis als konkretem Beispiel für leistbaren Wohnraum. „Wenn Land und Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir echte Verbesserungen schaffen", so ihr Fazit.
Als weiteres zentrales Thema in der Raumentwicklung nannte Landesrat Brunner das Schaffen von Mitarbeiterunterkünften. „Viele Betriebe – im Gewerbe, in der Industrie, aber insbesondere auch im Gastgewerbe – stehen vor der Schwierigkeit, ausreichend Personal zu finden und unterzubringen. Gerade für saisonale oder zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse braucht es flexible und praktikable Lösungen“, so der Landesrat. „Mit der Anpassung der Durchführungspläne in mehreren Gewerbe- und Industriezonen haben wir einen wichtigen Schritt gesetzt, um zeitweilige Unterkünfte für Mitarbeitende zu ermöglichen. Damit schaffen wir konkrete Lösungen für Betriebe und entlasten den angespannten Wohnungsmarkt.“
Landesrat Brunner gab auch einen Ausblick auf die kommenden zweieinhalb Jahre im Bereich Raumentwicklung: „In Behandlung im Landtag ist das Omnibusgesetz und damit das „Salva Casa“-Dekret, das auch viele Punkte im Bereich Raumentwicklung enthält. Das Ziel der Bestimmungen ist: weniger Bürokratie und Vereinfachungen für die Bürgerinnen und Bürger.“
Zusatzinformationen
In Sachen Nationalpark Stilfserjoch stehe das Land vor weiteren, wichtigen Herausforderungen, betonten Landesrat Peter Brunner im Rahmen der #halbzeit-Pressekonferenz. "Mit dem aktuellen Stand von Parkordnung und Parkplan sind wir aus Südtiroler Sicht in mehreren Punkten noch nicht zufrieden. Es gibt spezifische Rahmenbedingungen, die stärker berücksichtigt werden müssen", sagte Brunner. Südtirol nehme innerhalb des Nationalparks eine Sonderrolle ein, denn das Parkgebiet bestehe nicht nur aus Naturflächen, sondern auch aus zwei Gemeinden mit Wohngebieten, Höfen und wirtschaftlich genutzten Räumen. "Aus diesem Grund stehen wir in engem und kontinuierlichem Austausch mit dem italienischen Umweltministerium und den zuständigen Stellen in Rom. Es gab bereits mehrere Gespräche auf politischer und technischer Ebene, zudem wurde ein entsprechendes Schreiben an Minister Pichetto Fratin übermittelt", berichtete Brunner. Der Einsatz des Landes Südtirol werde diesbezüglich auch in Zukunft unverändert bleiben, um praktikable Lösungen und Entwicklungsmöglichkeiten für die beiden betroffenen Gemeinden zu schaffen – immer mit dem Ziel, ökologische Verantwortung und die Lebensrealität der Menschen vor Ort in Einklang zu bringen.
mpi/pir
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- Bei seiner #halbzeit-Pressekonferenz am 6. Juli hat Sportlandesrat Peter Brunner die bisherigen Maßnahmen und Entwicklungen im Bereich Sport vorgestellt. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- "Im Bereich der Raumordnung haben wir uns an einige Themen herangewagt, die in den vergangenen Jahren aufgeschoben wurden. Besonders das Wohnen mit Preisbindung hat bereits spürbare Erfolge erzielt - es ist uns gelungen, die Preise um 20 bis 30 Prozent zu senken", berichtete Landesrat Peter Brunner. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- "Die Villa Hermes ist ein Vorzeigeprojekt für das preisgebundene Wohnen", berichtete Cristina Pallanch, Bürgermeisterin von Kastelruth im Rahmen der #halbzeit-Pressekonferenz von Landesrat Peter Brunner. Für die 26 verfügbaren Wohnungen seien 54 Anträge eingegangen. "Der Bedarf ist somit vorhanden, der geförderte Wohnbau alleine ist für viele Familien zu teuer", sagte Pallanch. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]

