Hautgesundheit im Sommer: Schutz vor UV-Strahlung wichtig
Mehr Sonne bedeutet mehr UV-Belastung – Gesundheitsressort erinnert daran, die Haut wirksam zu schützen, um Sonnenbrände und Hautkrebsrisiken zu verringern
BOZEN (LPA). Jetzt im Sommer und bei warmen Wetter verbringen viele Menschen mehr Zeit im Freien. Damit steigt auch die Belastung durch UV-Strahlung. Das Gesundheitsressort erinnert daran, die Haut konsequent zu schützen und Sonnenschutz zur täglichen Gewohnheit zu machen. Denn UV-Strahlen wirken nicht nur bei strahlendem Sonnenschein, sondern auch an bewölkten Tagen. Zudem werden sie von Wasser, Sand oder hellen Oberflächen reflektiert und können dadurch die Belastung zusätzlich erhöhen.
Die Haut vergisst UV-Schäden nicht. Sie sammeln sich im Laufe des Lebens an und können langfristige Folgen haben. Ein wirksamer Sonnenschutz schützt deshalb nicht nur vor Sonnenbrand, sondern senkt auch das Risiko für Hautkrebs und beugt vorzeitiger Hautalterung vor, heißt es vom Gesundheitsressort.
"Gerade in den Sommermonaten ist ein bewusster Umgang mit UV-Strahlung entscheidend für die Hautgesundheit. Viele Hautschäden entstehen schleichend und bleiben lange unbemerkt. Mit einfachen Maßnahmen wie konsequentem Sonnenschutz, geeigneter Kleidung und regelmäßiger Selbstbeobachtung lässt sich das Risiko für Hautkrebs jedoch deutlich reduzieren. Veranstaltungen wie 'Gesunde Haut' leisten einen wichtigen Beitrag, um das Bewusstsein in der Bevölkerung nachhaltig zu stärken", betont Valentina Carelli, Ärztin in Facharztausbildung der Abteilung Dermatologie.
Jeder Sonnenbrand bedeutet eine Schädigung der Hautzellen. UV-Strahlen können die Erbinformation der Hautzellen verändern. Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Risiko für verschiedene Formen von Hautkrebs. Besonders problematisch sind schwere Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend unterstreicht die WHO. Doch auch im Erwachsenenalter sollte jeder Sonnenbrand möglichst vermieden werden. Darüber hinaus beschleunigt UV-Strahlung die Hautalterung. Falten, Pigmentflecken und ein Verlust der Hautelastizität können die Folge sein.
Für einen wirksamen Schutz empfiehlt das Gesundheitsressort, die intensive Mittagssonne zwischen etwa 11 und 16 Uhr möglichst zu meiden und sich bevorzugt im Schatten aufzuhalten. Auch Kleidung kann einen wichtigen Beitrag zum Sonnenschutz leisten. Empfehlenswert sind dicht gewebte Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
Auch Sonnenschutzmittel können laut Gesundheitsressort einen wichtigen Beitrag leisten. Empfohlen wird ein Breitband-Sonnenschutz (UVA + UVB) mit mindestens SPF 30, bei längeren Aufenthalten im Freien oder empfindlicher Haut eher 50. Die Creme sollte großzügig aufgetragen und regelmäßig erneuert werden, insbesondere nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen. Wichtig ist jedoch: Sonnencreme allein reicht nicht aus. Sie ergänzt den Sonnenschutz, ersetze aber weder Schatten und schützende Kleidung noch das Meiden der intensiven Mittagssonne.
"Hautgesundheit beginnt mit guter Vorsorge. Wer seine Haut schützt und auf Veränderungen achtet, kann viel für die eigene Gesundheit tun. Prävention beginnt im Alltag", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Zusatzinformationen
Was bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF)?
Der Lichtschutzfaktor LSF gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel vor UVB-Strahlen schützt. Dermatologische Fachgesellschaften empfehlen mindestens LSF 30 und für Kinder sowie Menschen mit heller oder empfindlicher Haut LSF 50 bzw. 50+.
Der LSF sollte nicht als Verlängerung der sicheren Aufenthaltsdauer in der Sonne verstanden werden.
Wie viel UVB-Strahlung wird abgehalten?
- LSF 15: circa 93 Prozent
- LSF 30: circa 97 Prozent
- LSF 50: circa 98 Prozent
- LSF 50+: etwas mehr als 98 Prozent
Je höher der LSF, desto höher der Schutz vor UVB-Strahlung. Kein Sonnenschutzmittel blockiert jedoch die UV-Strahlung vollständig.
Richtig eincremen
Sonnencreme 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien großzügig auftragen. Für Erwachsene etwa 30 bis 40 ml für den ganzen Körper verwenden (ungefähr ein Schnapsglas). Ungefähr alle zwei Stunden sowie nach Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen erneut eincremen.
UVA- und UVB-Schutz
UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand. UVA-Strahlung trägt zur vorzeitigen Hautalterung bei und kann ebenfalls zur Entstehung von Hautkrebs führen. Auf Breitbandschutz gegen UVA und UVB achten (UVA-Kreis-Symbol).
Hauttypen
Die sechs Fitzpatrick-Hauttypen beschreiben, wie empfindlich die Haut auf UV-Strahlung reagiert. Je heller der Hauttyp, desto höher ist in der Regel die UV-Empfindlichkeit.
- Hauttyp I-II (sehr helle und helle Haut): LSF 50 oder 50+
- Hauttyp III-IV (mittlere und dunklere Haut): mindestens LSF 30, bei starker Sonneneinstrahlung LSF 50
- Hauttyp V-VI (dunkelbraune und sehr dunkle Haut): ebenfalls mindestens LSF 30 bei längeren Aufenthalten im Freien
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- Das Gesundheitsressort gibt Tipps für wirksamen Hautschutz im Sommer. (Grafik: LPA/Viktoria Huber) » [IMG 318 kB]
- "Hautgesundheit beginnt mit guter Vorsorge. Wer seine Haut schützt und auf Veränderungen achtet, kann viel für die eigene Gesundheit tun. Prävention beginnt im Alltag", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 208 kB]
