In Südtirol mehr südtirolmobil-Pässe als Auto-Führerscheine

03.09.2026, 16:54

372.010 aktive Südtirolmobil-Pässe (16,4 Prozent Plus) und 319.467 B-Führerscheine- Laut Landesrat Daniel Alfreider resultiert das Ergebnis aus Vertrauen der Menschen und Arbeit der Mitarbeitenden

Zum 30. Juni 2026 waren 372.010 südtirolmobil-Pässe aktiv (Daten von südtirolmobil). Laut den Daten der Generaldirektion für die Motorisierung im italienischen Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr, waren hingegen am 27. August 2026 in Südtirol 319.467 Führerscheine der Kategorie B aktiv. (Foto: LPA/STA/Ivan Brentegani)
Zum 30. Juni 2026 waren 372.010 südtirolmobil-Pässe aktiv (Daten von südtirolmobil). Laut den Daten der Generaldirektion für die Motorisierung im italienischen Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr, waren hingegen am 27. August 2026 in Südtirol 319.467 Führerscheine der Kategorie B aktiv. (Foto: LPA/STA/Ivan Brentegani)

BOZEN (LPA). In Südtirol gibt es heute mehr Abonnements für den öffentlichen Verkehr als aktive Autoführerscheine. Es handelt sich um eine einfache, aber sehr aussagekräftige Zahl, die laut Ressort für Mobilität und Infrastrukturen zeigt, wie sehr Busse, Züge und andere Angebote der öffentlichen Mobilität inzwischen Teil des Alltags der Menschen geworden sind.

Zum 30. Juni 2026 waren 372.010 südtirolmobil-Pässe aktiv. Laut den Daten der Generaldirektion für die Motorisierung innerhalb des italienischen Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr waren am 27. August 2026 im Land Südtirol hingegen 319.467 Führerscheine der Kategorie B aktiv.

Die Differenz beträgt 52.543. Prozentuell betrachtet gibt es um 16 Prozent mehr südtirolmobil-Pässe als Führerscheine für Pkw. Diese Zahl mache sichtbar, wie stark der öffentliche Verkehr mittlerweile im Alltag Südtirols verankert ist, betont Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. „Es ist eine Zahl, die uns vor allem deshalb freut, weil hinter jedem Pass ein Mensch steht“, erklärt Landesrat Alfreider. „Hinter jedem dieser Pässe steckt ein Stück Alltag: Menschen, die mit dem Bus zur Schule fahren, mit dem Zug zur Arbeit, die in ihrer Freizeit eine Seilbahn für einen Ausflug nutzen oder für ihre täglichen Wege verschiedene Verkehrsmittel miteinander kombinieren. Dass die Zahl der Abonnements heute höher ist als jene der Autoführerscheine, zeigt eindrucksvoll, wie sehr die öffentliche Mobilität in Südtirol Teil unserer Normalität geworden ist.“

Die Zahlen bestätigen laut Landesrat ein deutlich gewachsenes Vertrauen in das System südtirolmobil. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, den öffentlichen Verkehr regelmäßig zu nutzen, oft in Kombination mit dem Auto, dem Fahrrad oder mit Wegen zu Fuß. „Dieses Ergebnis ist nicht das Verdienst einer einzelnen Person oder einer einzelnen Einrichtung. Es ist das Ergebnis der täglichen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten Südtiroler Mobilität, die jeden Tag dazu beitragen, das System zu betreiben und weiterzuentwickeln. Deshalb möchte ich allen für ihr Engagement, ihre Professionalität und ihre Verantwortung danken, mit denen sie im Dienst der Menschen arbeiten. Und ich möchte vor allem den Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen danken, das sie uns entgegenbringen, indem sie den öffentlichen Verkehr wählen“, sagt Landesrat Alfreider.

Für Alfreider ist dieses Ergebnis zugleich auch ein Auftrag für die Zukunft: „Vertrauen muss jeden Tag aufs Neue verdient werden. Wir wissen, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt, insbesondere bei Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Kapazität des Netzes. Genau deshalb investieren wir in neue Züge, den Ausbau der Bahnlinien, in Busse, Infrastrukturen sowie in ein immer dichteres und besser abgestimmtes Angebot. Unser Ziel bleibt es, den Menschen eine echte Wahlmöglichkeit für ihre tägliche Mobilität zu bieten.“

Aus dieser Perspektive würden die Zahlen klar zeigen, dass die öffentliche Mobilität für einen sehr großen Teil der Bevölkerung inzwischen zu einer konkreten, weit verbreiteten und alltäglichen Wahl geworden sei.

red/gm/san