Land setzt auch heuer starkes Zeichen gegen Ausgrenzung

20.05.2026, 11:54

Pride Month wird im Juni mit verschiedenen Aktionen und dem Aufstellen von Plakaten mit der Regenbogenfahne in den Landhäusern begangen – Öffentliche und private Träger zum Mitmachen eingeladen

Gemeinsam für Vielfalt und Toleranz: Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer, Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Bozner Stadträtin Johanna Ramoser, Amtsdirektorin Karin Ranzi und der Präsident von Centaurus Mattia Di Pierro beim Auftakt zum Pride Month. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Gemeinsam für Vielfalt und Toleranz: Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer, Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Bozner Stadträtin Johanna Ramoser, Amtsdirektorin Karin Ranzi und der Präsident von Centaurus Mattia Di Pierro beim Auftakt zum Pride Month. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung: Für diese Werte setzt sich das Land Südtirol das ganze Jahr über ein – ganz besonders jedoch im Monat Juni, dem sogenannten Pride Month, der auch heuer wieder mit zahlreichen Aktionen begangen wird. Vorgestellt wurde die Initiative am 20. Mai im Pressesaal des Palais Widmann von Landeshauptmann Arno Kompatscher, der für die Chancengleichheit zuständig ist. 

"Auch wir in Südtirol sind eine Minderheit und kennen das Gefühl, anders zu sein. Gerade deshalb setzen wir uns für Vielfalt und Diversität ein. Es geht nicht darum, jemandem etwas aufzudrängen, sondern um eine offene, gerechte und tolerante Gesellschaft für alle Bürgerinnen und Bürger. Solidarität statt Diskriminierung – sowohl sprachlich als auch im Hinblick auf die sexuelle Orientierung und Geschlechteridentität. Die Regenbogenflagge darf dabei nicht parteipolitisch instrumentalisiert werden, sondern steht für gemeinsame gesellschaftliche Werte", sagte Kompatscher. 

Auf den Tag gegen Homo-, Bi-, Lesbo- und Transphobie, der bereits am 17. Mai mit einer Plakataktion (LPA hat berichtet) begangen wurde, folgt nun der Regenbogen-Monat Juni (Pride Month). Es handelt sich um eine Initiative zur Anerkennung der Rechte von Menschen aller sexuellen Orientierungen und Geschlechteridentitäten sowie gegen alle Formen der Diskriminierung im Zusammenhang mit diesen. 

Wie viele weitere Südtiroler Mitglieder des Netzwerks RE.A.DY setzt auch das Land Südtirol ein sichtbares Zeichen der Offenheit, Gleichberechtigung, Inklusion und Toleranz. Auch heuer werden in den Eingangsbereichen der Landhäuser Plakate mit den Regenbogenfarben angebracht, um auf den Pride Month und seine Werte aufmerksam zu machen sowie die LGBTQIA+Gemeinschaft zu unterstützen. Zudem wird im Pressesaal des Palais Widmann die Regenbogenfahne aufgestellt, es werden Plakate verteilt und die Regenbogenfahne wird in das Corporate Design des Landes aufgenommen.

"Der Pride Month ist Anlass, die erreichten Fortschritte zu feiern, aber auch weiterhin für die Belange der LGBTQIA+ Community einzutreten. Er ist eine Einladung an alle Menschen, sich mit der LGBTQIA+ Community zu solidarisieren und für eine Welt einzutreten, in der Vielfalt und Toleranz gelebt werden", erklärte Karin Ranzi, die Direktorin des Amtes für Landessprachen und Bürgeranliegen.

Landeshauptmann Kompatscher hat im Rahmen der Pressekonferenz Organisationen und Unternehmen dazu aufgerufen, sich ebenfalls mit Aktionen am Pride Month zu beteiligen. Alle Institutionen, Organisationen und Unternehmen können die Initiative Pride Month unterstützen, indem sie im Monat Juni sprichwörtlich Flagge zeigen für eine Welt der Vielfalt und des Verständnisses füreinander und die Regenbogenflagge bei verschiedenen Gelegenheiten verwenden. 

Informationen erteilt das Amt für Landessprachen und Bürgerrechte unter der Telefonnummer 0471 414 130 oder landessprachen.buergerrechte@provinz.bz.it. Auch auf der Homepage www.provinz.bz.it/pride-month ist alles Wissenswerte abrufbar. 

Zusatzinformationen

Land Südtirol ist seit 2019 Teil des RE.A.DY-Netzwerks

BOZEN (LPA). RE.A.DY ist das italienische Netzwerk der Regionen, Autonomen Provinzen und Lokalkörperschaften, das sich dafür einsetzt, Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung und Genderidentität vorzubeugen, zu bekämpfen und zu überwinden sowie die von der Verfassung, den Europäischen Bestimmungen und dem internationalen Recht anerkannten Menschenrechte von LGBT+-Personen zu wahren. Das Netzwerk bietet den öffentlichen Verwaltungen die Möglichkeit, sich in einem ideologiefreien Rahmen zu Erfahrungen und Best Practices auszutauschen.

RE.A.DY entstand 2006 in Turin im Rahmen der nationalen Pride-Veranstaltung, als die Stadt Turin in Zusammenarbeit mit der Stadt Rom Vertreter und Vertreterinnen von zwölf öffentlichen Verwaltungen aus ganz Italien zusammenbrachte, um sie durch die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zu vernetzen. Heute zählt das Netzwerk rund 300 Partner bzw. Partnerinnen in ganz Italien. Das Land Südtirol ist seit 2019 Mitglied des Netzwerks. 

pir/kat

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