Landesregierung in den Bezirken (2/4): Inklusion und Seniorenwohnheime

19.05.2026, 12:58

Landesrätin Pamer spricht bei Sondersitzung im Bezirk Salten-Schlern über Integration und Kostenentwicklung in Seniorenwohnheimen

Soziallandesrätin Rosmarie Pamer sprach bei der Sondersitzung am 19. Mai der Landesregierung mit der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern auf Burg Karneid über Integrationsprojekte für Familien mit Migrationshintergrund sowie über die Kostenentwicklung in den Seniorenwohnheimen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Soziallandesrätin Rosmarie Pamer sprach bei der Sondersitzung am 19. Mai der Landesregierung mit der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern auf Burg Karneid über Integrationsprojekte für Familien mit Migrationshintergrund sowie über die Kostenentwicklung in den Seniorenwohnheimen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

KARNEID (LPA). Im Rahmen der Sondersitzung der Landesregierung der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern am 19. Mai auf Burg Karneid hat Soziallandesrätin Rosmarie Pamer zwei zentrale sozialpolitische Themen angesprochen: die Begleitung von Familien mit Migrationshintergrund in den Gemeinden sowie die Entwicklung der Kosten in den Seniorenwohnheimen.

Mit Blick auf das neue Integrationsprojekt für Familien rief Pamer die Kriterien und Zielsetzung des Dienstes "Begleitetes Wohnen für Familien mit Migrationshintergrund" in Erinnerung. Zielgruppe sind Familien mit Bleiberecht, die auf dem Weg in die Eigenständigkeit unterstützt werden. Gleichzeitig hob sie die wichtige Rolle der Gemeinden und der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaften hervor, die geeigneten Wohnraum bereitstellen und die sozialpädagogische Begleitung organisieren.

"Es ist ein gutes und ausgewogenes Integrationsprojekt, das wir am Freitag in der Landesregierung beschlossen haben. Es verbindet klare Kriterien mit konkreter Unterstützung und stärkt gleichzeitig die Eigenverantwortung der Familien", erklärte Pamer. Besonders betonte sie die konstruktive Haltung vor Ort: "Ich danke den Gemeinden für ihre gutgestimmte und verantwortungsbewusste Reaktion. Integration kann nur gemeinsam gelingen."

Ein zweiter Schwerpunkt betrifft die Kostenentwicklung in den Seniorenwohnheimen. In den vergangenen zehn Jahren seien die Beiträge von Seiten des Landes um insgesamt 83 Prozent gestiegen, die Grundtarife der Bürgerinnen und Bürger um 29 Prozent. "Diese Entwicklung stellt viele Familien und Gemeinden vor große Herausforderungen", ist sich Pamer bewusst. Das Land habe die Beiträge entsprechend erhöht, um gegenzusteuern.

"Wir stehen an der Seite der Bevölkerung und der Gemeinden. Es ist unser Ziel, die Pflege leistbar zu halten und gleichzeitig die Qualität der Betreuung langfristig abzusichern", betont die Landesrätin.

kat