Landesagentur für Umwelt: LR Brunner gratuliert zu Auszeichnung
Labor für Wasseranalysen und Chromatographie mit internationalem Arne-Anderson-Preis ausgezeichnet – LR Brunner: "Bestätigt die hervorragende Analyse-Qualität"
BOZEN (LPA). Die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz konnte vor kurzem zum dritten Mal den Arne-Anderson-Preis für die beste Leistung bei internationalen Vergleichsmessungen im Bereich der Analyse von Pestizidrückständen in Lebensmitteln entgegennehmen. Das Labor für Wasseranalysen und Chromatographie erhielt den internationalen Preis für die besten Analyse-Ergebnisse in den Jahren 2024 und 2025 in der Kategorie Cerealien und Futtermittel.
Übergeben wurde der Preis vom Europäischen Referenzlabor für Cerealien und Futtermittel EURL mit Sitz in Dänemark: Direktorin Mette Erecius Poulsen überreichte die Auszeichnung in Freiburg (Deutschland) im Rahmen eines EURL-Workshops an das Team des Labors für Wasseranalysen und Chromatographie.
"Der Arne-Anderson-Preis bestätigt die hervorragende Qualität der Analysetätigkeit, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors für Wasseranalysen und Chromatographie ausführen", freut sich der Landesrat für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz Peter Brunner und gratuliert dem Direktor des Labors für Wasseranalysen und Chromatographie, Christian Bachmann, und seinem Team zur renommierten Auszeichnung.
"Um diese Auszeichnung zu erhalten, muss ein Labor bei der Auswertung der Ergebnisse bei so genannten Ringversuchen über zwei Jahre am besten abschneiden – beim Labor für Wasseranalysen und Chromatographie war das im Bereich des Nachweises von Pestizidrückständen in Cerealien und Futtermitteln der Fall", erklärt der Direktor der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, Flavio Ruffini. "Diese Anerkennung reiht sich in eine lange Reihe von Zertifizierungen ein und belegt die Professionalität des Labor-Personals der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz."
Arne-Anderson-Preis
Für den Arne-Anderson-Preis wird die Leistung der Labore über einen Zeitraum von zwei Jahren in Vergleichsmessungen (Ringversuchen), erbracht. Dabei erhalten die teilnehmenden Labore Proben, die eine unbekannte Anzahl von Pestizidwirkstoffen enthalten, mit der Aufgabe, diese zu identifizieren und zu quantifizieren. Ausschlaggebend für die Bewertung ist die Anzahl der von den Laboren gefundenen Wirkstoffe und die Nähe der Ergebnisse zum tatsächlichen Wert.
Der Preis ist nach dem schwedischen Chemiker Arne Anderson benannt, einem Pionier in der Analyse von Pestizidrückständen in Lebensmitteln. Mit dem Arne-Anderson-Preis wird die beste analytische Leistung beim Nachweis von Pestizidrückständen in Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs in vier Kategorien ausgezeichnet.
Zusatzinformationen
Ringversuche über zwei Jahre
Die Ringversuche werden von den jeweiligen Europäischen Referenzlaboren EURL gemäß der EU-Verordnung 2017/625 organisiert. Die Teilnahme daran ist für alle offiziellen Kontrolllabore der Mitgliedsstaaten, darunter auch die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz, und für die nationalen Referenzlabore verpflichtend.
Der Ringversuch 2025 basierte auf einer Roggenkornmatrix, an der rund 165 Labore teilnahmen. Die Probe enthielt 21 Pestizide aus einer Zielliste mit 174 obligatorischen und 62 fakultativen Komponenten. Der Ringversuch 2024 hingegen basierte auf einer Strohmatrix, an der 112 Labore teilnahmen. Die Probe enthielt 12 Pestizide aus einer Zielliste mit 169 obligatorischen und 58 fakultativen Komponenten.
mpi



