LEADER-Projekte: Impulse für Südtirols ländliche Entwicklung

24.09.2026, 13:58

Zwischenbilanz der LEADER-Förderung – EU-Gelder für die Entwicklung ländlicher Räume, erfolgreiche Projektumsetzungen in Südtirol und Perspektiven für künftige regionale Entwicklung

Bei einer Veranstaltung im Sarner Bürgerhaus haben Vertreterinnen und Vertreter des Landes, der LEADER-Gebiete und lokaler Aktionsgruppen am 24. September Bilanz über die bisher erzielten Ergebnisse der vergangenen Förderperiode 2014-2022 sowie der laufenden Förderperiode 2023- 2027 gezogen und Perspektiven für die künftige Entwicklung ländlicher Räume aufgezeigt. (Foto: LPA/Katharina Trocker)
Bei einer Veranstaltung im Sarner Bürgerhaus haben Vertreterinnen und Vertreter des Landes, der LEADER-Gebiete und lokaler Aktionsgruppen am 24. September Bilanz über die bisher erzielten Ergebnisse der vergangenen Förderperiode 2014-2022 sowie der laufenden Förderperiode 2023- 2027 gezogen und Perspektiven für die künftige Entwicklung ländlicher Räume aufgezeigt. (Foto: LPA/Katharina Trocker)

SARNTAL (LPA). Von der Sanierung von Kapellen über Themenwege bis hin zu Mobilitäts- und Dorfentwicklungsprojekten: Seit 35 Jahren prägt das EU-Förderprogramm LEADER die Entwicklung zahlreicher ländlicher Gebiete Südtirols. Bei einer Veranstaltung im Sarner Bürgerhaus haben Vertreterinnen und Vertreter des Landes, der LEADER-Gebiete und lokaler Aktionsgruppen am 24. September Bilanz über die bisher erzielten Ergebnisse der vergangenen Förderperiode 2014-2022 gezogen und Perspektiven für die künftige Entwicklung ländlicher Räume aufgezeigt.

LEADER habe wesentlich dazu beigetragen, die Lebensqualität und Zukunftsperspektiven in den ländlichen Gebieten zu stärken, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher: "Die ländlichen Gebiete Südtirols haben sich in den vergangenen Jahrzehnten positiv entwickelt. Dass Südtirol im Vergleich zu vielen anderen Bergregionen Europas nur gering von Abwanderung betroffen ist, ist auch auf gezielte Investitionen und Förderprogramme wie LEADER zurückzuführen. Sie schaffen Perspektiven vor Ort und stärken die Attraktivität unserer Dörfer und Täler."

Europalandesrätin Magdalena Amhof und Landwirtschafts- und Tourismuslandesrat Luis Walcher betonten die Bedeutung von LEADER für die Entwicklung der ländlichen Räume. Die vorgestellten Projekte zeigten, wie durch EU-Fördermittel, regionale Zusammenarbeit und lokales Engagement konkrete Verbesserungen für die Menschen vor Ort erreicht werden können. Ziel bleibe es, die Lebensqualität in den ländlichen Gebieten nachhaltig zu stärken.

Mit Blick auf die laufende Förderperiode verwies der Sprecher der LEADER-Interessenvertretung Südtirol, Hubert Ungerer, auf die anstehenden Herausforderungen und Chancen der Regionalentwicklung. "Wir stehen in der Mitte der aktuellen Förderperiode. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen, Regionalentwicklung neu zu denken und neue Akzente für die Zukunft unserer ländlichen Räume zu setzen", sagte Ungerer.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen beispielhafte LEADER-Projekte aus den Südtiroler Fördergebieten, darunter die Modernisierung des Erdbeeranbaus im Martelltal, die Errichtung einer Rollerbahn im Biathlonzentrum Ulten, die Sanierung einer Kapelle in Thuins sowie weitere Vorhaben in den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus, Mobilität und Dorfentwicklung.

Zusatzinformationen

Das EU-Förderprogramm LEADER

BOZEN (LPA). LEADER ist ein Förderinstrument der Europäischen Union für die Entwicklung ländlicher Räume. Gemeinden, Vereine, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger entwickeln dabei gemeinsam Projekte, die auf die Bedürfnisse ihrer Region zugeschnitten sind. 

Dieser sogenannte Bottom-up-Ansatz stärkt die regionale Eigenverantwortung, fördert Innovationen und unterstützt die nachhaltige Entwicklung ländlicher Gebiete. In Südtirol gibt es derzeit sechs LEADER-Gebiete beziehungsweise Leader Aktionsgruppen: Eisacktaler Dolomiten, Pustertal, Sarntaler Alpen, Südtiroler Grenzland, Vinschgau und Wipptal.

kat