Mobilität: Südtirol Guest Pass im Fokus eines Austauschs in Brüssel
Vorstellung Südtirol Guest Pass bei Europäischer Woche der Regionen und Städte in Brüssel – Fokus auf Verknüpfung von öffentlichem Verkehr und Tourismus – Austausch mit anderen europäischen Regionen
BOZEN/BRÜSSEL (LPA). Der Südtirol Guest Pass ist am 14. Oktober in Brüssel im Rahmen der Europäischen Woche der Regionen und Städte vorgestellt worden. Die Veranstaltung wird von der Europäischen Kommission und dem Europäischen Ausschuss der Regionen organisiert. Das Südtiroler Modell wurde dabei als Beispiel für die Verbindung von öffentlicher Mobilität und nachhaltigem Tourismus präsentiert.
Michael Andergassen, Sonderbeauftragter für Landesmobilitätsplanung und Verkehrssteuerung im Ressort Infrastrukturen und Mobilität, stellte den Guest Pass beim Workshop "Bridging the divide: How tailored mobility solutions build a stronger, more connected Europe" vor. Vertreterinnen und Vertreter aus Portugal, Kroatien, den Niederlanden, Rumänien, Norwegen, Slowenien und dem Vereinigten Königreich beteiligten sich am Austausch. "Der Wert solcher Treffen liegt im konkreten Austausch zwischen den Regionen: Wir können weitergeben, was in Südtirol gut funktioniert, und gleichzeitig neue Ideen mitnehmen, um unsere Mobilität weiter zu verbessern", betont Andergassen.
Der Guest Pass wird von teilnehmenden Beherbergungsbetrieben ausgegeben und Gästen während ihres Aufenthalts die Nutzung von Bussen, Regionalzügen und Seilbahnen des südtirolmobil-Netzes, ohne zusätzliche Fahrscheine kaufen zu müssen. Das Modell erleichtert die Mobilität vor Ort, stärkt den öffentlichen Verkehr und bietet eine konkrete Alternative zum Privatfahrzeug.
"Unsere Priorität ist es, Menschen und Regionen besser miteinander zu verbinden, von den Städten bis in die Täler. Dafür braucht es einfache Angebote und eine enge Zusammenarbeit zwischen Mobilität und Tourismus", betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider. "Der Guest Pass ist eine konkrete Lösung, die in Südtirol entstanden ist und die wir heute mit anderen europäischen Regionen teilen können. Gleichzeitig können wir viel von ihren Erfahrungen lernen. Die Herausforderungen im Mobilitätsbereich machen nicht an Grenzen halt, und die besten Lösungen entstehen oft durch Zusammenarbeit."
Im Rahmen des Workshops wurden verschiedene europäische Projekte vorgestellt. Dazu gehörten etwa Wasserstoffbusse in der portugiesischen Region Algarve, bei denen Solarenergie auch für den öffentlichen Verkehr genutzt wird, sowie die Elektrifizierung der Bahnverbindung zwischen Belfast und Dublin mit den Herausforderungen bei der Beschaffung und Zulassung neuer Züge für grenzüberschreitende Verbindungen.
So unterschiedlich die Ansätze auch sind, verfolgen sie ähnliche Ziele wie in Südtirol: Emissionen reduzieren, Verbindungen verbessern und den öffentlichen Verkehr attraktiver und zugänglicher machen.
Das Südtiroler Guest-Pass-Modell stieß bei den Teilnehmenden auf großes Interesse und führte zu einem Austausch darüber, wie sich das Konzept auf andere europäische Regionen übertragen lässt. Wie Andergassen hervorhob, sind der Austausch bewährter Lösungen und die Zusammenarbeit zwischen Regionen zentrale Instrumente, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und Mobilitätsangebote weiterzuentwickeln.
red/kat
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- Der Guest Pass wird von teilnehmenden Beherbergungsbetrieben ausgegeben und Gästen während ihres Aufenthalts die Nutzung von Bussen, Regionalzügen und Seilbahnen des südtirolmobil-Netzes, ohne zusätzliche Fahrscheine kaufen zu müssen. Das Modell erleichtert die Mobilität vor Ort, stärkt den öffentlichen Verkehr und bietet eine konkrete Alternative zum Privatfahrzeug. (Grafik: Ressort Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 716 kB]
- Michael Andergassen (erster von links), Sonderbeauftragter für Landesmobilitätsplanung und Verkehrssteuerung im Ressort Infrastrukturen und Mobilität, stellte den Guest Pass beim Workshop "Bridging the divide: How tailored mobility solutions build a stronger, more connected Europe" vor. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 1 MB]
