myCIVIS: Das digitale Helferlein der Südtirolerinnen und Südtiroler
Innerhalb von drei Monaten hat das Portal fast zwei Millionen Zugriffe registriert – Mehr als 93.000 Personen sind schon eingeloggt – Persönlicher Bereich und Funktionen werden laufend ausgebaut
BOZEN (LPA) Das Bürgerportal myCIVIS entwickelt sich zunehmend zur zentralen digitalen Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger in Südtirol. "Die neuesten Nutzungsdaten zeigen, dass sich das Portal seit seiner Einführung rasch etabliert hat und zunehmend für konkrete Verwaltungsvorgänge genutzt wird", betont der Generaldirektor des Landes Südtirol, Alexander Steiner. Allein von Ende Mai bis Ende August seien knapp 1,91 Millionen Zugriffe registriert worden, durchschnittlich 20.968 pro Tag.
Die neuesten myCIVIS-Daten zeigen, dass sich die Zahl der Seitenvisualisierungen im oben genannten Zeitraum auf 5,7 Millionen beläuft. Fast die Hälfte der insgesamt fast zwei Millionen Zugriffe beziehen sich auf den geschützten, persönlichen Bereich, in den sich jede Bürgerin und jeder Bürger einloggen kann.
"Die Zahlen bestätigen, dass die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsdienste zunehmend nutzen und einfordern. Unser Ziel ist eine Verwaltung, die so zugänglich, transparent und bürgernah wie möglich wird. myCIVIS ist dafür ein wesentlicher Baustein und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem zentralen digitalen Zugangspunkt für die öffentliche Verwaltung in Südtirol", zeigt sich Steiner erfreut.
Nutzerinnen und Nutzer erkennen Wert des persönlichen Bereichs
Seit dem Start von myCivis im Februar 2026 konnten, laut Steiner, bereits 93.681 sogenannte "Onboardings" abgeschlossen werden. Durch das Einloggen erhalten Bürgerinnen und Bürger Zugang zu personalisierten Diensten, können künftig Anträge, Zahlungen, Dokumente, Termine und Mitteilungen an einem zentralen Ort verwalten und den Status ihrer Verfahren leichter nachvollziehen.
Bürgerinnen und Bürger suchen thematisch, nicht nach Ämtern
Weiters wurde die Suche nach Dienstleistungen genau analysiert und dabei hat sich gezeigt, dass die Menschen nicht nach Verwaltungsstrukturen oder Amtsbezeichnungen suchen, sondern nach konkreten Anliegen. 64,8 Prozent der Anfragen an den digitalen myCIVIS-Agenten beziehen sich auf Interessen und Bedürfnisse. Nur 1,2 Prozent der Anfragen nennen einen konkreten Verwaltungsdienst. Insgesamt wurden bereits mehr als 434.000 Interaktionen mit dem digitalen Assistenten gezählt.
"Die Daten helfen uns zu verstehen, wie Bürgerinnen und Bürger tatsächlich mit der Verwaltung interagieren. Daraus leiten wir konkrete Verbesserungen ab. Unser Anspruch ist, Verwaltung aus der Sicht der Nutzerinnen und Nutzer zu denken und digitale Angebote laufend an deren Bedürfnisse anzupassen", betont Josef T. Hofer, der Direktor der Agentur für ein digitales Südtirol (ADAS).
Feedback der Nutzerinnen und Nutzer hilft bei Weiterentwicklung
Von Beginn an wurde das Portal auch konsequent anhand des Nutzerfeedbacks weiterentwickelt. Mehr als 47.000 Bewertungen und über 4300 Textkommentare wurden laut Südtiroler Informatik AG (SIAG) ausgewertet.
"Aus diesen Rückmeldungen wurden bereits zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Dazu zählen die Stabilisierung der Authentifizierung, ein laufendes Fehlermonitoring, die Vereinfachung des Onboardings, eine neue semantische Suche mit KI-Unterstützung, die Migration und Vereinheitlichung von Datenbeständen sowie eine Überarbeitung der Arbeitsabläufe", schildert SIAG-Generaldirektor Stefan Gasslitter.
Was den Service Desk der Plattform betrifft, scheinen 87,8 Prozent der Anfragen als gelöst auf. 21.700 Fälle sind im untersuchten Zeitraum eingegangen und wurden über Sprachanruf, Live-Chat, WhatsApp oder andere Kanäle betreut. Auch die DigiPoints in den Gemeinden sind seit August in das Konzept eingearbeitet – ganz im Sinne einer Betreuung der Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen.
Zusatzinformationen
Bis Jahresende werden weitere Funktionen integriert
Bereits im Herbst steht nun die Einführung neuer Funktionen auf dem Programm. Geplant sind eine einheitliche Übersicht über Zahlungen und Belege, die Integration von PagoPA-Zahlungen, weitere Vereinfachungen beim Onboarding, neue Möglichkeiten zur Verwaltung von Vollmachten sowie eine verbesserte Suche. Bis Ende des Jahres sollen zudem Dokumente, Bescheinigungen und Zertifikate verfügbar sein.
Im Jahr 2027 stehen weitere Entwicklungsschritte des Bürgerportals an: Vorgesehen sind die Weiterentwicklung einer myCIVIS-App, eine persönliche PEC-Adresse für Bürgerinnen und Bürger, digitale Signaturdienste sowie ein eigenes Portal für Patronate und andere Vermittlerorganisationen. Gleichzeitig soll die Plattform schrittweise auf weitere Bereiche der öffentlichen Verwaltung ausgeweitet werden.
pir

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- "Die Zahlen bestätigen, dass die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsdienste zunehmend nutzen und einfordern. Unser Ziel ist eine Verwaltung, die so zugänglich, transparent und bürgernah wie möglich wird. myCIVIS ist dafür ein wesentlicher Baustein und entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem zentralen digitalen Zugangspunkt für die öffentliche Verwaltung in Südtirol", betont Alexander Steiner, der Generaldirektor des Landes Südtirol. (Foto: LPA/Greta Stuefer) » [IMG 1 MB]
- Das Bürgerportal myCIVIS hat sich gut entwickelt. Seit dem Start im Jahr 2025 haben sich etwa 93.000 Bürgerinnen und Bürger in ihren persönlichen Bereich eingeloggt. (Foto: LPA/Greta Stuefer) » [IMG 4 MB]
