Neue Züge: Einsatzkräfte in Laas für den Ernstfall geschult

29.10.2026, 11:34

Feuerwehren, Weißes Kreuz und Notärzte lernen neue elektrische Coradia-Stream-Züge kennen – Sicherheit, Notöffnung der Türen und Evakuierung im Mittelpunkt der STA-Schulung

Wie lassen sich die Türen eines Zuges im Notfall öffnen? Welche Gefahren gehen von elektrischen Anlagen aus? Und welche Hilfsmittel stehen bereit, um Fahrgäste sicher zu evakuieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Abend des 27. Oktober die Freiwilligen Feuerwehren, das Weiße Kreuz sowie Notärztinnen und Notärzte im Vinschgau. (Foto: LPA/STA/Ivan Brentegani)
Wie lassen sich die Türen eines Zuges im Notfall öffnen? Welche Gefahren gehen von elektrischen Anlagen aus? Und welche Hilfsmittel stehen bereit, um Fahrgäste sicher zu evakuieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Abend des 27. Oktober die Freiwilligen Feuerwehren, das Weiße Kreuz sowie Notärztinnen und Notärzte im Vinschgau. (Foto: LPA/STA/Ivan Brentegani)

LAAS (LPA). Wie lassen sich die Türen eines Zuges im Notfall öffnen? Welche Gefahren gehen von elektrischen Anlagen aus? Und welche Hilfsmittel stehen bereit, um Fahrgäste sicher zu evakuieren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Abend des 27. Oktober die Freiwilligen Feuerwehren, das Weiße Kreuz sowie Notärztinnen und Notärzte im Vinschgau. Bei einer gemeinsamen Schulung in Laas machten sie sich mit den neuen elektrischen Zügen des Typs Coradia Stream der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) vertraut und übten ausgewählte Handgriffe für den Ernstfall.

Ziel der Schulung war es, den Einsatzkräften die Besonderheiten der Fahrzeuge und deren Sicherheitseinrichtungen unmittelbar am Zug zu vermitteln. Ebenso wichtig ist die Abstimmung zwischen den Rettungsorganisationen und dem STA-Personal, damit bei einem Einsatz alle Beteiligten koordiniert vorgehen können.

"Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Einsatzkräfte auch die neuen Züge gut kennen. Ein herzliches Dankeschön an die vielen Freiwilligen Feuerwehren aus dem Ober- und Untervinschgau, den Bezirksfeuerwehrverband Meran, das Weiße Kreuz und die Notärzte, die sich am Abend Zeit für diese Schulung genommen haben. Das ist alles andere als selbstverständlich", betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Vom Öffnen der Türen bis zur Evakuierung

Direkt am Zug übten die Teilnehmenden, die Türen von innen und außen notzuöffnen. Sie lernten die Brandmelde- und Löschsysteme kennen und erfuhren, wie blaue Leuchtanzeigen im Brandfall Orientierung geben. Auch die Bremsanzeigen und der Not-Halt-Taster im Führerstand wurden erklärt.

Ein weiterer Schwerpunkt: Was passiert, wenn Fahrgäste den Zug auf freier Strecke verlassen müssen? Dafür wurden die Notleiter und die Rampe für Menschen mit eingeschränkter Mobilität vorgestellt.

"Damit wir Menschen im Ernstfall sicher aus einem Zug retten können, müssen wir die Fahrzeuge kennen und mit ihren Sicherheitseinrichtungen vertraut sein. Wir hoffen auf weitere praxisnahe Schulungen dieser Art", betont Roman Horrer, Mitglied des Landesfeuerwehrausschusses im Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols.

Eine gemeinsame Fragerunde rundete die Schulung ab. Das Ziel: die Fahrzeuge kennen, wichtige Handgriffe üben und die Zusammenarbeit abstimmen – damit Fahrgäste im Notfall rasch und sicher Hilfe erhalten.

red/kat