"Noi e le storie": Veranstaltungsreihe der Bibliothek Claudia Augusta

18.09.2026, 13:36

Vorstellung der Reihe im Kulturzentrum Trevi – Zusammenarbeit der italienischsprachigen Landesbibliothek Claudia Augusta mit der Universität Trient

Stellten das Programm von "Noi e la storia 2026" vor (von links): Ressortdirektor Gabriele Giovannetti Melchiorri, der Historiker Giuseppe Albertoni, die Direktorin der Landesbibliothek Claudia Augusta Valeria Trevisan und der Historiker Andrea Bonoldi. (Foto: LPA)
Stellten das Programm von "Noi e la storia 2026" vor (von links): Ressortdirektor Gabriele Giovannetti Melchiorri, der Historiker Giuseppe Albertoni, die Direktorin der Landesbibliothek Claudia Augusta Valeria Trevisan und der Historiker Andrea Bonoldi. (Foto: LPA)

BOZEN (LPA). Um die Gegenwart zu verstehen, muss man die Vergangenheit kennen. Gelegenheit dazu bietet die Reihe von fünf Veranstaltungen, die von der italienischsprachigen Landesbibliothek "Claudia Augusta" in Bozen in Zusammenarbeit mit der Universität Trient konzipiert und organisiert wird.

„Noi e le storie 2026. Indagare il passato, capire il presente" bietet Einsicht in aktuelle Forschungsthemen der Geschichtswissenschaft und stellt Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnten in den Fokus. Die Veranstaltungsreihe wurde am 18. September im Kulturzentrum Trevi in Bozen vorgestellt. 

Neben den Mitgliedern des wissenschaftlichen Koordinationsteams der Landesbibliothek nahm daran auch Kulturlandesrat Marco Galateo teil. "Geschichte ist nur das sei, was man in Büchern oder Archiven findet, vielmehr ist Geschichte das Gedächtnis einer Gemeinschaft, der Weg, auf dem diese Gemeinschaft zu dem geworden ist, was sie heute ist" sagte der Landesrat. 

In den fünf Veranstaltungen der Reihe erstrecken sich die Themen über einen weiten zeitlichen Bogen und berühren verschiedene Aspekte, die Denkanstöße für einige zentrale Fragen unserer Gegenwart bieten sollen: der Umgang mit Vielfalt, die mit Konflikten verbundenen geopolitischen und wirtschaftlichen Dynamiken, die materiellen und immateriellen Strukturen der Mobilität sowie die Art und Weise, wie Kommunikation die Realität definieren – und verzerren – kann. "Mit dieser Initiative möchte die Landesbibliothek Claudia Augusta Möglichkeiten zum Lernen und zur Begegnung bieten, eine neue Beziehung zur Welt- und Lokalgeschichte fördern und nützliche Instrumente zur Verfügung stellen, um die Vergangenheit zu verstehen, die Gegenwart zu begreifen und eine Zukunft zu gestalten“, sagte die Direktorin der Landesbibliothek, Valeria Trevisan.

Die erste Veranstaltung findet am Dienstag, 6. Oktober, im Kulturzentrum Trevi statt und befasst sich mit dem Mittelalter. Zum Thema "Nero come il diavolo, nero come il peccato o nero come un etiope. È esistito un razzismo nel Medioevo?" ("Schwarz wie der Teufel, schwarz wie die Sünde oder schwarz wie ein Äthiopier. Gab es im Mittelalter Rassismus?") sprechen die beiden Historiker Hannes Obermair und Giuseppe Albertoni.

tl/ck