Radweg Rodaval: Neue Brücke verbindet St. Christina und Wolkenstein

11.08.2026, 11:00

Neue Brücke in Gröden seit einer Woche geöffnet - Wichtige Verbindung für Grödner Radwegs - Alfreider und Catalano auf Lokalaugenschein - Bauwerk vom Verkehrsministerium in Rom bezuschusst

Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (rechts im Bild) war gemeinsam mit Giuseppe Catalano auf Lokalaugenschein bei der neuen Brücke für den Radweg Rodaval in Gröden. Catalano begleitete den Prozess der Fördermittelvergabe durch das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in Rom. Beim Lokalaugenschein wurde das Ergebnis der Investition begutachtet und der Baufortschritt des Radwegs Rodaval überprüft. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität)
Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (rechts im Bild) war gemeinsam mit Giuseppe Catalano auf Lokalaugenschein bei der neuen Brücke für den Radweg Rodaval in Gröden. Catalano begleitete den Prozess der Fördermittelvergabe durch das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in Rom. Beim Lokalaugenschein wurde das Ergebnis der Investition begutachtet und der Baufortschritt des Radwegs Rodaval überprüft. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität)

ST. CHRISTINA/WOLKENSTEIN/ROM (LPA). Seit rund einer Woche ist die neue Fuß- und Radwegbrücke für den Radweg Rodaval auf dem Abschnitt Larjac-Ruacia zwischen St. Christina und Wolkenstein geöffnet. Die Bogenbrücke mit einer Spannweite von rund 85 Metern verbindet die beiden Talseiten und ermöglicht Fußgängerinnen, Fußgängern sowie Radfahrerinnen und Radfahrern die Weiterfahrt entlang der Strecke, ohne die Hauptverkehrsstraße nutzen zu müssen.

Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider war kürzlich mit Giuseppe Catalano auf Lokalaugenschein bei der Brücke. Catalano war zum Zeitpunkt der Programmplanung des Wiederaufbaufonds PNRR Leiter der Technischen Missionsstruktur des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr in Rom und begleitete den Prozess der Mittelzuweisung. Beim Lokalaugenschein wurde das Ergebnis der Investition begutachtet und der Baufortschritt des Radwegs Rodaval überprüft. Catalano bezeichnete das Projekt als "innovatives Vorhaben auf nationaler und internationaler Ebene".

"Mit der neuen Brücke wird eine Unterbrechung im Radwegenetz in Gröden beseitigt. Die neue Verbindung verbessert die Sicherheit und macht das Fahrrad sowohl für die täglichen Wege zwischen den Gemeinden des Tals als auch für Freizeit und Tourismus zu einer noch attraktiveren Alternative", betont Landesrat Alfreider. Die Brücke zeige zudem, wie gut vorbereitete Projekte und eine wirksame Zusammenarbeit mit dem Ministerium in Rom dazu beitragen können, wichtige staatliche Fördermittel ins Land zu holen, so Alfreider.

Durchgehende Verbindung durch das Grödnertal

Der Radweg Rodaval wurde von der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern in mehreren Baulosen entwickelt, und zwar unter Einbindung der betroffenen Gemeinden. Die Strecke durchquert das Grödnertal von Pontives bis Wolkenstein und ermöglicht dank der jüngsten Verbindungen nun eine durchgehende Route von Runggaditsch bis Plan.

Im Rahmen des Bauloses Larjac-Ruacia wurden neben dem Bau der Brücke auch rund 900 Metern bestehender Strecke asphaltiert sowie ein 170 Meter langer neuer Radwegabschnitts angelegt. Dieser folgt dem bestehenden Trassenverlauf und führt mit einem Höhenunterschied von rund zehn Metern zur neuen Brücke.

Laut Ressort Infrastrukturen und Mobilität ermöglicht die Bogenbrücke die Überquerung des Tals mit einer leichten und markanten Konstruktion, die sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Die neue Verbindung verringere zudem den Radverkehr auf den für den Kraftfahrzeugverkehr geöffneten Straßen und verbessere die Durchgängigkeit des gesamten Grödner Radwegenetzes, so das Ressort.

Zusatzinformationen

Unterstützung durch das Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in Rom

Die Fertigstellung des Radwegs Rodaval wird mit 4.833.000 Euro an staatlichen Mitteln unterstützt, die vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr in Rom bereitgestellt werden.

Die Mittel wurden mit Ministerialdekret Nr. 257 vom 28. Oktober 2024 zugewiesen. Die Maßnahme sieht insgesamt 13,4 Millionen Euro für das Land Südtirol vor und finanziert vier vorrangige Projekte zum Ausbau und zur Vervollständigung des Südtiroler Radwegenetzes.

Die neue Brücke zeige ganz konkret, wie nationale Fördermittel in Infrastruktur so investiert werden können, dass sie den Gemeinden unmittelbar zugutekommen , erklärt Catalano. "Der Austausch zwischen Ministerium, Land und lokalen Körperschaften hat es ermöglicht, ein bereits ausgereiftes Projekt zu unterstützen, das die Mobilität und Sicherheit entlang einer wichtigen Verbindung in Gröden verbessert", sagt Catalano.

Die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern ist Trägerin des Projekts Rodaval und Empfängerin der Fördermittel. Die durch das Ministerialdekret finanzierte Maßnahme betrifft insgesamt 2,5 Kilometer des Radwegs.

"Die konstruktive Zusammenarbeit mit der Landesabteilung Mobilität hat es uns als Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern ermöglicht, in den vergangenen Jahren mehrere wegweisende Projekte für eine nachhaltige und sichere Mobilität in unserem Bezirk zu umzusetzen", erklärt der Präsident der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern, Albin Kofler. "Dabei gilt ein besonderer Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diese Projekte immer wieder von der Planung über die Ausschreibung und Umsetzung der Arbeiten mit großem Fachwissen und viel Engagement begleiten. Mit der Fertigstellung der beiden letzten Abschnitte des Radwegs Rodaval in Gröden schließt sich nun eine bedeutende Lücke in unserem Radwegenetz – ein wichtiger Schritt für eine sichere Radmobilität im Grödnertal" sagt Kofler.  Im Herbst werde der durchgängige Radweg Rodaval gemeinsam mit Landesrat Daniel Alfreider feierlich an die Gemeinden, ihre Bevölkerung und ihre Gäste übergeben, kündigte Kofler an.

red/gm/san