Sicherheit durch Instandhaltung: knapp 25 Millionen Euro zusätzlich

28.08.2026, 09:54

Landesregierung genehmigt erstes Zusatzprogramm 2026 für die außerordentliche Instandhaltung der Landes- und Staatsstraßen – Investitionen in Brücken, Tunnel, Hangsicherungen und technische Anlagen

Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 28. August auf Vorschlag von Landesrat Alfreider das erste Zusatzprogramm 2026 für die außerordentliche Instandhaltung der Landes- und Staatsstraßen genehmigt. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität)
Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 28. August auf Vorschlag von Landesrat Alfreider das erste Zusatzprogramm 2026 für die außerordentliche Instandhaltung der Landes- und Staatsstraßen genehmigt. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität)

BOZEN (LPA). Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 28. August auf Vorschlag von Landesrat Daniel Alfreider das erste Zusatzprogramm 2026 für die außerordentliche Instandhaltung der Landes- und Staatsstraßen genehmigt. Dafür werden weitere 24,94 Millionen Euro bereitgestellt. Zusammen mit dem bereits zu Jahresbeginn genehmigten Programm stehen damit 2026 insgesamt knapp 70 Millionen Euro für die Instandhaltung der bestehenden Straßeninfrastruktur zur Verfügung.

"Sicherheit steht an erster Stelle. Dafür müssen wir nicht nur neue Infrastruktur bauen, sondern vor allem das, was wir bereits haben, laufend instandhalten, sanieren und dort erneuern, wo es notwendig ist", betont Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Alfreider. "Straßen, Brücken und Tunnel sind jeden Tag hohen Belastungen ausgesetzt. Vorsorge heißt deshalb, rechtzeitig zu handeln, bevor aus Verschleiß oder kleineren Schäden größere Probleme werden."

Das Zusatzprogramm umfasst Maßnahmen im ganzen Land: Brücken werden saniert oder neu gebaut, Straßenabschnitte sicherer gemacht, Mauern und Hänge gesichert und technische Anlagen erneuert. Von den zusätzlichen Mitteln entfallen rund 14,42 Millionen Euro auf Landesstraßen und 10,53 Millionen Euro auf Staatsstraßen.

Wasser, Frost, technische Alterung und die tägliche Belastung wirken über Jahre auf die Bauwerke ein. Wer rechtzeitig saniert, abdichtet und technische Anlagen erneuert, erhöht die Sicherheit und kann größere Schäden und aufwendigere Eingriffe vermeiden.

"Instandhaltung ist Vorsorge", unterstreicht Alfreider. "Unser Ziel ist es, Probleme möglichst früh zu erkennen und zu beheben. Damit schützen wir nicht nur unsere Infrastruktur, sondern vor allem die Menschen, die sie jeden Tag nutzen."

Auch auf unvorhersehbare Ereignisse und Unwetterschäden soll weiterhin rasch reagiert werden können. Der Beschluss schafft deshalb innerhalb der festgelegten Prioritäten die notwendige Flexibilität, dringende Maßnahmen anzupassen.

Zusatzinformationen

Die wichtigsten Maßnahmen nach Landesteilen

Dies sind die wichtigsten Vorhaben, aufgelistet nach Bezirken: 

Vinschgau

  • Verbesserung des Kreuzungsbereiches der SS 41 mit der LS 50 bei Glurns
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der LS 90 bei Vetzan in Schlanders
  • Abriss und Neubau der Brücke auf der LS 111 bei Naturns
  • Abbruch und Wiederaufbau der Brücke auf der LS 2 in Martell samt Trassenkorrektur der Straße

Bozen und Unterland

  • Sicherungsarbeiten an der Kreuzung Petersberg LS 72/LS 152

Salten-Schlern

  • Sanierung und Ausbau der 3. Kehre der LS 132 Blumau–Welschnofen
  • Sanierungs- und Verbreiterungsarbeiten an der LS 139 in St. Peter bei Lajen
  • Sanierung der Brücke auf der LS 24 bei Seis

Eisacktal und Wipptal

  • Abbruch und Wiederaufbau der Brücke auf der SS 12 bei der Brixner Klause in Vahrn
  • Sanierung der Brücke auf der SS 12 in Freienfeld
  • Abbruch der Brücke und Einbau einer Bailey-Brücke auf der SS 508 in Sterzing

Pustertal und Gadertal

  • Erweiterung der SS 244 samt Errichtung einer reservierten Fahrradspur zwischen km 30+600 und 31+950
  • Sanierung der Brücke auf der LS 37 in St. Kassian

red/kat

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