Stahlwerke: Vereinbarung zwischen Land und Valbruna unterzeichnet

03.09.2026, 13:23

Landeshauptmann Kompatscher und Valbruna-Geschäftsführerin Amenduni setzen Unterschrift unter Konzession zur 30-jährige Nutzungsüberlassung der Grundstücke der Stahlwerke Bozen

Am 3. September haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Geschäftsführerin der Acciaierie Valbruna, Antonella Amenduni Gresele, den Vertrag unterzeichnet, mit dem die Konzession für das Gelände der Stahlwerke Bozen für 30 Jahre vergeben wird. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Am 3. September haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Geschäftsführerin der Acciaierie Valbruna, Antonella Amenduni Gresele, den Vertrag unterzeichnet, mit dem die Konzession für das Gelände der Stahlwerke Bozen für 30 Jahre vergeben wird. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). Nach monatelangen, intensiven Verhandlungen wurde am 3. September ein wichtiger Schritt zur Absicherung der Stahlwerke Bozen gesetzt: Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Geschäftsführerin der Acciaierie Valbruna SpA, Antonella Amenduni Gresele, haben die Vereinbarung über die 30-jährige Nutzungsüberlassung der Gewerbegebiete von Landesinteresse unterzeichnet. 

"Mit dieser Unterschrift schaffen wir etwas, das alle beteiligten Partner zufriedenstellt: Das Unternehmen erhält die nötige Planungssicherheit für die eigene Tätigkeit, um bereits geplante Investitionen umzusetzen. Das Land behält den Besitz und die Kontrolle über die Flächen. Der Staat hat die Produktion mit strategischer Bedeutung bedacht. Und natürlich galt es auch die Arbeitsplätze der zahlreichen Angestellten sicherzustellen", betonte Landeshauptmann Kompatscher. Er erinnerte daran, dass just am 3. September die zeitweilige Konzessionsverlängerung abgelaufen sei: "Die Industrieproduktion ist ein wichtiger Bereich, der 20 Prozent unseres BIP ausmacht. Mit der heutigen Unterschrift setzen wir ein klares Bekenntnis zu diesem Bereich."

Auch Valbruna-Geschäftsführerin Amenduni Gresele bezeichnete die Unterzeichnung der Konzession als "wichtigen Schritt um die Kontinuität und die Zukunftsperspektiven unseres Betriebsstandorts Bozen abzusichern." Acciaierie Valbruna SpA sei von diesem Standort überzeugt, schließlich wolle man die Fortführung der industriellen Tätigkeit ebenso wie die vorhandene lokale Fachkompetenz gewährleisten. "Bozen ist für uns von großer Bedeutung, wir spüren die Verantwortung, die wir gegenüber unseren Angestellten und deren Familien, aber auch gegenüber dem Land haben", sagte die Geschäftsführerin.  

An der Unterzeichnung waren auch der Generalsekretär des Landes, Eros Magnago, als Urkundsbeamter, und Wirtschaftslandesrat Marco Galateo anwesend: "Dies ist der Abschluss eines intensiven Arbeitsprozesses, der Sicherheiten für das Valbruna-Werk in Bozen, besonders auch für deren Beschäftigten und für das gesamte Südtiroler Wirtschafts- und Produktionsgefüge, bringt. Für uns war unerlässlich, diesen Produktionsstandort zu erhalten, um Kompetenzen, Professionalität und Arbeitsplätze zu sichern", betonte Galateo.

Die Nutzungskonzession hat eine Laufzeit von 30 Jahren ab dem Datum des Vertragsabschlusses und ist um weitere 30 Jahre verlängerbar, sofern die bestehende Stahlproduktion fortgeführt wird. Die jährliche Konzessionsgebühr für die Anlagen "Stahlwerke Bozen" und "Erre-Areal" beläuft sich gemäß der Schätzung des Ressorts Hochbau, Valorisierung des Vermögens, Grundbuch und Kataster von Landesrat Christian Bianchi auf  1.740.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Die Kosten für außerordentliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Industrieanlagen gehen zu Lasten des Konzessionsnehmers, der sich verpflichtet, regelmäßig Bericht zu erstatten. Die Konzessionsgebühr wird jährlich um 75 Prozent der im Vorjahr verzeichneten Veränderung des ISTAT-FOI-Index angepasst.

Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung sei der Grundstein gelegt, um Kontinuität, Stabilität und Entwicklungsperspektiven für einen für Bozen strategisch wichtigen Produktionsstandort zu gewährleisten: Es habe einen konstruktiven Dialog zwischen den beteiligten Landesämtern und dem Unternehmen, um eine ausgewogene und nachhaltige Lösung zu finden. Mit diesem Meilenstein seien, laut Landesrat Bianchi, die Perspektiven des Unternehmens gestärkt, Arbeitsplätze gesichert und der Stellenwert des Werks für die Bozen und das gesamte Land bestätigt worden.

mdg/ck

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