Suchtprävention an Schulen: Zusammenarbeit stärken

19.10.2026, 15:54

Arbeitstisch zur Suchtprävention im Schulbereich stimmt die Zusammenarbeit zum Landespräventionsplan 2027–2031 und zum geplanten bereichsübergreifenden Abkommen 2027 ab

Prävention braucht Zusammenarbeit: Schule, Gesundheitswesen, soziale Partner, Land und Regierungskommissariat wollen junge Menschen gemeinsam stärken und Abhängigkeiten früh entgegenwirken und entwickeln dazu beim bereichsübergreifenden Arbeitstisch zur Suchtprävention im schulischen Bereich Vorschläge. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Prävention braucht Zusammenarbeit: Schule, Gesundheitswesen, soziale Partner, Land und Regierungskommissariat wollen junge Menschen gemeinsam stärken und Abhängigkeiten früh entgegenwirken und entwickeln dazu beim bereichsübergreifenden Arbeitstisch zur Suchtprävention im schulischen Bereich Vorschläge. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA).  Vertreterinnen und Vertreter von Schule, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Regierungskommissariat, dem Dritten Sektor und vertragsgebundener privater Einrichtungen sowie der zuständigen Landesressorts sind heute (19. Oktober) zum zweiten Treffen des bereichsübergreifenden Arbeitstisches zur Suchtprävention im schulischen Bereich zusammengekommen. Dabei wurde die Abstimmung zwischen den Akteuren verbessert, die sich in der Schule mit der Prävention von substanzgebundenen und nicht substanzgebundenen Abhängigkeiten befassen. Zudem ging es um die Ausarbeitung der neuen Landesleitlinien zu den Abhängigkeitserkrankungen sowie um laufende Projekte zur Gesundheitsförderung und zur öffentlichen Gesundheit.

"Prävention im schulischen Bereich ist eine grundlegende Investition in die gegenwärtige und künftige Gesundheit unserer jungen Generationen", betonte Gesundheitslandesrat Hubert Messner. "Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch eine Gemeinschaft, in der Wohlbefinden, Lebenskompetenzen, Bewusstsein und Schutzfaktoren gefördert werden", sagte Messner. Es gelte, die Kompetenzen der im Bereich Tätigen zu stärken und Einzelmaßnahmen aufeinander abzustimmen.

Der beigeordnete Vizepräfekt Gianluca Facchini betonte, dass das Regierungskommissariats, die Zusammenarbeit weiter stärken wolle: "Wir sind bereit, uns auszutauschen und im Hinblick auf den neuen Landespräventionsplan auf einer gemeinsamen Grundlage zusammenzuarbeiten, um auch die Suchtprävention im Schulbereich koordiniert anzugehen. Auch wenn wir uns mit unterschiedlichen Aspekten befassen, insbesondere mit Fragen der Sicherheit und Legalität, steht das Regierungskommissariat weiterhin zur Verfügung, um an der Ausarbeitung der Inhalte des für 2027 vorgesehenen Abkommens mitzuwirken."

Land und der Südtiroler Sanitätsbetrieb arbeiten derzeit den neuen Landespräventionsplan aus, der ab 2027 Prioritäten und Maßnahmen festlegt. Was der Arbeitstisch entwickelt hat, soll dabei als Basis für die wirksame und koordinierte Maßnahmenumsetzung im Schulbereich dienen.

"Wir müssen von einem gemeinsamen Verständnis von Gesundheit in den Schulen ausgehen, eine stabile institutionenübergreifende Steuerung festigen und die Prioritäten des neuen Plans in überprüfbare Maßnahmen umsetzen", sagte Messner. Der Arbeitstisch soll gemeinsame Verantwortung in konkrete Aktionen für Schulen, Schülerinnen, Schüler und Familien umwandeln sowie soziale Ungleichheiten abbauen und Chancengerechtigkeit fördern, so der Landesrat.

red/san