Treffen der Regierungen: Südtirol und Graubünden vertiefen Kooperation
Bahn, Sicherheit, Zivilschutz, Großraubwild und Sozialpolitik beim Regierungstreffen Südtirol-Graubünden in Schlanders im Fokus - Projekte sollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken
SCHLANDERS (LPA). Grenzüberschreitende Themen standen im Mittelpunkt eines Treffens von Delegationen der Südtiroler Landesregierung und der Regierung des Schweizer Kantons Graubünden am 29. Juni in der BASIS Vinschgau in Schlanders. "Der inzwischen traditionelle Dialog mit Graubünden bringt immer wieder neue Ansätze für unsere Grenzregion", betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher und verwies auf die nun erreichte wichtige Reform des Autonomiestatuts, woraus sich neue Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen ergeben würden. Der Bündner Regierungspräsident Martin Bühler ergänzte: "Als Grenzkanton setzen wir auf enge Partnerschaften, um gemeinsam tragfähige Lösungen und echte Synergien zu entwickeln."
Nach der Begrüßung durch Katrin Gruber, Präsidentin des Vereins BASIS Vinschgau Venosta, tauschten sich die Delegationen zu zentralen Themen beider Gebiete aus. So wurde die mögliche Bahnverbindung zwischen dem Unterengadin und dem Vinschgau besprochen. Ergebnisse der technischen Prüfungen der möglichen Trassen werden für den Herbst erwartet. Beide Seiten wollen Zeitpläne und mögliche Finanzierungen eng abzustimmen.
Im Zivilschutz ging es um eine bessere Koordinierung bei Einsätzen in Grenzgebieten. Dazu könnte über eine Novelle des Südtiroler Landesgesetzes eine Vereinbarung zu Zuständigkeiten, Kommunikation und Übungen gemacht werden, um bei Katastrophen schneller und abgestimmt handeln zu können, sagte Landeshauptmann Kompatscher.
Beim Thema öffentliche Sicherheit standen Prävention und die Stärkung lokaler Strukturen im Mittelpunkt. Südtirol informierte über die Aufwertung der Lokalpolizei und die Landessicherheitsstudie, bei deren Vorstellungen künftig eine Bündner Delegation eingeladen werden soll. Gleichzeitig wurden Unterschiede und Schnittstellen bei den Ordnungskräften erörtert.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Management von Großraubwild. Südtirol will dabei verstärkt von den Bündner Erfahrungen bei Regulierung und jagdrechtlichen Instrumenten lernen, um im Rahmen neuer Spielräume, die sich durch die Autonomiereform auftun, ein wirksames Managment zu entwickeln.
In der Familien- und Sozialpolitik tauschten sich beide Seiten über Kinderbetreuung und Unterstützung für Familien, Pflegekosten und frühe Sprachförderung aus.
Zum Abschluss informierten die Delegationen über derzeit laufende Projekte und andere mögliche Kooperationen. Präsentiert wurde auch die Initiative „Terra Raetica: BASIS für Fortschritt mit EFRE und CLLD“, und zwar von der Direktorin der Südtiroler Landesabteilung Europa Martha Gärber.
Nach dem Arbeitsgespräch besichtigten Gäste und Gastgeber den Hub der BASIS Vinschgau Venosta. BASIS-Direktor Hannes Götsch führte durch die Einrichtung und erklärte, wie BASIS als Netzwerkplattform unterschiedliche Partner zusammenbringt, lokale Potenziale stärkt und die nachhaltige Zukunft des ländlichen Raums mitgestaltet.
Die Treffen und Arbeitsgespräche zwischen den Regierungen aus Südtirol und Graubünden sind zur Tradition geworden. Sie finden seit 1999 regelmäßig statt.
san
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- Gruppenfoto beim Treffen der Regierungen von Graubünden und Südtirol in der Basis Vinschgau in Schlanders: Peter Peyer, Jon Domenic Parolini, Ulli Mair, Landeshauptmann Arno Kompatscher, der Bündner Regierungspräsident , Martin Bühler, Luis Walcher, Philipp Achammer, Magdalena Amhof, Hubert Messner und Marcus Caduff (Foto: LPA/Christian Lechner) » [IMG 5 MB]
- Beim Treffen der Regierungen von Südtirol und Graubünden (Foto: LPA/Alan Bianchi) » [IMG 3 MB]
- Zwischen Südtirol und Graubünden besteht eine lange Freundschaft: Eine Delegation der Südtiroler Landesregierung traf sich heute (29. Juni) in Schlanders zu einem freundschaftlichen Austausch mit der Regierung des Kantons Graubünden. (Foto: LPA/Alan Bianchi) » [IMG 6 MB]
- Austausch zwischen Südtirol und Graubünden mit (von links nach rechts) Peter Peyer, Jon Domenic Parolini und Marcus Caduff. (Foto: LPA/Alan Bianchi) » [IMG 3 MB]
- Grenzüberschreitende Themen standen im Mittelpunkt eines Treffens von Delegationen der Südtiroler Landesregierung und der Regierung des Schweizer Kantons Graubünden am 29. Juni in der BASIS Vinschgau in Schlanders. (Foto: LPA/Alan Bianchi) » [IMG 5 MB]
- Von links nach rechts: Ulli Mair, Luis Walcher, Magdalena Amhof, Hubert Messner und Marion Markart bei der Sitzung der Regierungsdelegationen von Südtirol udn Graubünden. (Foto: LPA/Alan Bianchi) » [IMG 5 MB]
- Der Bündner Regierungspräsident Martin Bühler (links) und Landeshauptmann Arno Kompatscher (rechts) bei der gemeinsamen Sitzung der Regierungsdelegationen in der Basis Vinschgau in Schlanders. Im Hintergrund Techniker Paul Kofler. (Foto: LPA/Alan Bianchi) » [IMG 5 MB]





