Alltagsmobilität mit dem Fahrrad: Mehr Bewegung und mehr Gesundheit
Wer im Alltag mit dem Fahrrad unterwegs ist, verbessert die Mobilität, tut etwas für die Gesundheit und verbessert seine Lebensqualität, sagen die Landesräte Alfreider und Messner
BOZEN (LPA). Das Fahrrad soll im Alltag häufiger zum Einsatz kommen, vor allem auf dem Weg zur Arbeit und zur Schule, für Erledigungen und für kurze Strecken. Dieses Ziel verfolgen die Ressorts Infrastrukturen und Mobilität sowie Gesundheitsvorsorge und Gesundheit gemeinsam. Um die Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen zu stärken, steht am 20. August ein Runder Tisch zu Mobilität und Gesundheit auf dem Programm. Im Mittelpunkt steht die Förderung aktiver Mobilität.
Das übergemeindliche Südtiroler Radwegenetz ist mehr als 550 Kilometer lang. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung fährt mindestens einmal pro Woche mit dem Fahrrad. Bei einem von drei Fahrradausflügen wird ein E-Bike genutzt.
"Das Fahrrad ist nicht nur ein Freizeitverkehrsmittel, sondern ein wichtiger Teil der Alltagsmobilität", betont Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. "Wir wollen, dass sich immer mehr Menschen für das Fahrrad entscheiden können, überall dort, wo Entfernung und Bedingungen es zulassen. Das bedeutet mehr Wahlmöglichkeiten und mehr Bewegungsfreiheit", sagt Alfreider. Die Hälfte aller Wege in Südtirol ist kürzer als fünf Kilometer, zwei Drittel sind nicht länger als zehn Kilometer. Diese Strecken lassen sich mit dem Fahrrad oder E-Bike zurücklegen. Damit mehr Menschen das Fahrrad nutzen, brauche es sichere und durchgehende Verbindungen, geeignete Abstellplätze und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, so Alfreider.
Radmobilität bringt aber nicht nur Vorteile für den Verkehr. Zu Fuß gehen und Radfahren integrieren Bewegung in den Alltag. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnten in der Europäischen Union jedes Jahr mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle verhindert werden, wenn die empfohlenen Mindestwerte für körperliche Aktivität erreicht würden.
"Prävention beginnt mit den Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. "Dafür muss man keinen Leistungssport betreiben: Jede Bewegung zählt. Wer mit dem Fahrrad zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen fährt, tut regelmäßig etwas für die eigene Gesundheit und kann dies leicht mit dem Alltag verbinden." Mehr Bewegung trage dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Depressionen und verschiedene Krebsarten zu senken.
"Mobilität und Gesundheit verfolgen dasselbe Ziel", sagt Landesrat Alfreider. Landesrat Messner ergänzt: "Bessere Bedingungen für das Radfahren stärken die Prävention und verbessern die Lebensqualität in Südtirol."
Die Landesräte verweisen darauf, dass aktive Mobilität auch eine wirtschaftliche Dimension hat. Internationale Analysen zeigen, dass Maßnahmen zur Förderung von mehr Bewegung wirtschaftliche Vorteile bringen können, die über den getätigten Investitionen liegen. Wenn Bewegungsmangel reduziert wird, könnten die europäischen Staaten zudem durchschnittlich rund 0,6 Prozent ihrer Gesundheitsausgaben einsparen.
Zusatzinformationen
BOZEN (LPA). Auch die Verkehrssicherheit und eine Verkehrsberuhigung in den Ortszentren spielen eine wichtige Rolle. Studien zeigen, dass ein Tempolimit von 30 km/h die Zahl der Unfälle und Verletzten um 20 bis 30 Prozent senken kann. Niedrigere Geschwindigkeiten fördern außerdem das Zufußgehen und Radfahren, verringern den Lärm und verbessern die Qualität des öffentlichen Raums.
Die Daten der Zählstellen in Südtirol bestätigen, dass das Südtiroler Radwegenetz stark genutzt wird. 2025 wurden in Gargazon 268.880, in Staben (Gemeinde Naturns) 241.293 und in Rabland (Gemeinde Partschins) 240.376 Radfahrten gezählt. Die höchste Zahl an einem einzelnen Tag wurde am 30. August in Prad am Stilfserjoch mit 3127 Radfahrten registriert.
gm/san
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- Zu Fuß gehen und Radfahren integrieren Bewegung in den Alltag. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnten in der Europäischen Union jedes Jahr mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle verhindert werden, wenn die empfohlenen Mindestwerte für körperliche Aktivität erreicht würden. (Foto: Pexels. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.) » [IMG 435 kB]
- Das Fahrrad zu einem alltäglichen Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit und zur Schule, für Erledigungen und kurze Strecken zu machen, ist das gemeinsame Ziel der Ressorts Infrastrukturen und Mobilität von Landesrat Daniel Alfreider (rechts) sowie Gesundheitsvorsorge und Gesundheit von Landesrat Hubert Messner (links). (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität) » [IMG 113 kB]
