Borkenkäferbefall Gadertal: Baumfällungen am 24. und 25. Oktober

19.10.2026, 16:35

Gadertaler Straße (SS 244) wird für Entfernung von Borkenkäferholz vollständig gesperrt - Leichtverkehr wird über die Landesstraße nach Welschellen umgeleitet

Die Gadertaler Staatsstraße SS 244 wird am 24. und 25. Oktober zwischen Zwischenwasser und Pikolein auf einem rund 500 Meter langen Abschnitt vollständig für den Verkehr gesperrt. (Foto: LPA/Ressort für Infrastrukturen und Mobilität)
Die Gadertaler Staatsstraße SS 244 wird am 24. und 25. Oktober zwischen Zwischenwasser und Pikolein auf einem rund 500 Meter langen Abschnitt vollständig für den Verkehr gesperrt. (Foto: LPA/Ressort für Infrastrukturen und Mobilität)

ENNEBERG (LPA). Am Samstag, 24. Oktober, und Sonntag, 25. Oktober, wird die Gadertaler Staatsstraße (SS 244) im Gemeindegebiet von Enneberg auf einem rund 500 Meter langen Abschnitt zwischen Zwischenwasser und Pikolein vollständig für den Verkehr gesperrt. Die Sperre ist erforderlich, um weitere vom Borkenkäfer befallene Bäume zu entfernen und damit die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. "Ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis. Die vorübergehenden Einschränkungen dienen der Sicherheit aller", betont Landeshauptmann und Zivilschutzlandesrat Arno Kompatscher.

Für den Leichtverkehr ist eine Umleitung über die Landesstraße nach Welschellen vorgesehen. Der Schwerverkehr muss großräumig ausweichen. Der tägliche Milchtransport kann über die Landesstraße Welschellen erfolgen. Im öffentlichen Personennahverkehr wird die Linie 460 in zwei Abschnitte geteilt und verkehrt nur auf den Strecken Bruneck-Zwischenwasser sowie Pikolein Kabinenbahn-Kolfuschg. Die Linie N460 verkehrt ausschließlich auf der Strecke Pikolein-Kolfuschg. Die entsprechenden Fahrpläne sind in der südtirolmobil-App und auf der Website von südtirolmobil abrufbar.

"Die Entfernung des vom Borkenkäfer befallenen Holzes ist eine wesentliche Maßnahme, damit die Gadertaler Straße sicherer befahrbar wird. Die Mitarbeiter des Straßendienstes und die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren kennen die Situationen, wenn abgestorbene Baumstämme auf diese vielbefahrene Staatsstraße rutschen und die Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen. Dieses Problem müssen wir nach und nach einschränken", erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

"Schneedruck, Windwurf und Borkenkäferbefall stellen uns auch entlang der Gadertaler Straße vor besondere Herausforderungen", betont Forstlandesrat Luis Walcher. "Gerade hier zeigt sich, wie wichtig gesunde Wälder für den Schutz unserer Straßen und Dörfer sind. Es freut mich, dass dank des engagierten Einsatzes unseres Forstdienstes bereits im Frühjahr rund 4.200 Kubikmeter Holz entfernt und wesentliche Gefahrenstellen entschärft werden konnten. Auch bei den anstehenden Arbeiten setzen wir auf die bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Forstdienst, dem Ressort für Infrastrukturen und Mobilität, den Waldeigentümern und den beteiligten Unternehmen. Ich danke allen für ihren Einsatz und wünsche einen sicheren und reibungslosen Verlauf der Arbeiten."

Entlang der Gadertaler Staatsstraße werden auf Höhe von Zwischenwasser vom 24. Oktober um 8 Uhr bis zum 25. Oktober um 18 Uhr die vom Borkenkäfer befallenen Bäume entfernt. Ziel ist es, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden und der Infrastruktur zu gewährleisten. Es handelt sich um die letzten Arbeiten der bereits im Frühjahr und Sommer begonnenen Maßnahmen zur Eindämmung der Gefährdung durch den Borkenkäferbefall und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Im betroffenen Abschnitt laufen zudem Arbeiten zur Steinschlagsicherung durch die Abteilung Tiefbau, die die Totalsperre der Staatsstraße nutzt, um im Zuge der Sicherungsmaßnahmen zwei Entwässerungsdurchlässe zu errichten.

Nach Angaben des Ressorts für Infrastruktur und Mobilität macht der fortschreitende Borkenkäferbefall in den Wäldern entlang mehrerer Abschnitte der Staatsstraße im Gadertal ein rasches Eingreifen erforderlich. Im betroffenen Abschnitt sind diese Arbeiten inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die Maßnahmen werden von den beteiligten Abteilungen des Ressorts für Infrastruktur und Mobilität sowie des Ressorts für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus in Zusammenarbeit mit den privaten Waldeigentümern koordiniert.

gm/kat