Leben retten gelernt bei der Fahrt mit der Rittner Seilbahn

16.10.2026, 14:35

Herzdruckmassage statt beim Notfall nur zuschauen - Rettungskräfte zeigen in Rittner Seilbahn, wie jeder bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand helfen kann - Landesräte Messner und Alfreider mit dabei

Gemeinsam für rasches und richtiges Handeln im Notfall: (in der Mitte von links nach rechts) Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Gesundheitslandesrat Hubert Messner, der Primar der Notfall-, Anästhesie und Intensivmedizin Marc Kaufmann, der Präsident des Weißen Kreuzes Alexander Schmid, Ausbildungsleiter Lorenz Lintner, der Landespräsident des Roten Kreuzes Manuel Pallua, der Direktor des Weißen Kreuzes Ivo Bonamico und die Rettungskräfte bei der Aktion "Restart a Heart" vor der Rittner Seilbahn. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
Gemeinsam für rasches und richtiges Handeln im Notfall: (in der Mitte von links nach rechts) Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Gesundheitslandesrat Hubert Messner, der Primar der Notfall-, Anästhesie und Intensivmedizin Marc Kaufmann, der Präsident des Weißen Kreuzes Alexander Schmid, Ausbildungsleiter Lorenz Lintner, der Landespräsident des Roten Kreuzes Manuel Pallua, der Direktor des Weißen Kreuzes Ivo Bonamico und die Rettungskräfte bei der Aktion "Restart a Heart" vor der Rittner Seilbahn. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

BOZEN (LPA). "Einsteigen, mitfahren und Leben retten lernen", lautete das Motto am 16. Oktober in den Kabinen der Rittner Seilbahn, die am "Restart a Heart Day" zum besonderen Lernort wurden. Ausbilderinnen und Ausbilder der Rettungsorganisationen Weißes Kreuz und Rotes Kreuz zeigten den Fahrgästen während der zwölfminütigen Fahrt, wie sie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand richtig reagieren. Auch Gesundheitslandesrat Hubert Messner und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider waren dabei und machten mit.

"Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Wer die richtigen Handgriffe kennt und den Mut hat, sofort zu helfen, kann entscheidend dazu beitragen, Menschenleben zu retten", unterstrich Gesundheitslandesrat Messner. Gerade deshalb gelte es, Gesundheitskompetenz zu stärken und möglichst viele Menschen mit einfachen, verständlichen Informationen und praktischen Übungen zu erreichen. Lebensrettung sei nicht allein Aufgabe der Rettungskräfte. "Wir alle können helfen, indem wir einen Notfall erkennen, den Notruf 112 absetzen und mit der Wiederbelebung beginnen", sagte Messner.

"Der öffentliche Verkehr erreicht täglich tausende Menschen im ganzen Land. Diese Reichweite wollen wir nutzen, um in den kommenden Wochen über ein Video lebensrettendes Wissen über die Bildschirme in Bus und Bahn direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu bringen. Das Video erklärt einfach und verständlich die Rettungskette im Notfall", unterstrich Mobilitätslandesrat Alfreider.

Die Rettungskette sei einfach, so die Einsatzkräfte: Wer einen Herz-Kreislauf-Stillstand erkennt, ruft sofort den Notruf 112 und beginnt mit der Herzdruckmassage (ununterbrochen etwa 100 bis 120 Mal pro Minute mit übereinandergelegten Händen kräftig und schnell in die Mitte des Brustkorbs drücken).

Ist ein automatischer Defibrillator (AED) in der Nähe, sollte er eingesetzt werden. Das Gerät erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist. Wiederbelebung und AED werden genutzt, bis der Rettungsdienst übernimmt.

"Jeder kann den entscheidenden ersten Schritt setzen", betonte Manuel Pallua, Landespräsident des Roten Kreuzes Südtirol. "Wissen gibt Sicherheit, stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und macht Mut, im entscheidenden Moment zu helfen", sagte Alexander Schmid, Präsident des Weißen Kreuzes. Der Primar der Notfall-, Anästhesie und Intensivmedizin Marc Kaufmann unterstrich: "Sofortige Wiederbelebung rettet Leben." Wichtig sei vor allem: rasch handeln und helfen, waren sich alle einig.

An der Bergstation der Rittner Seilbahn informierten Weißes Kreuz, Rotes Kreuz und die Notfallmedizin des Südtiroler Sanitätsbetriebs gemeinsam über Erste Hilfe und Wiederbelebung.

Auch am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Oktober, informieren Freiwillige des Weißen und Roten Kreuzes im Rahmen der jährlichen Aktion "VIVA" auf zahlreichen Plätzen in Südtirol über die Wiederbelebung und zeigen, wie jeder im Notfall helfen kann (Liste der Aktionsorte im Anhang).

san

Dokumente zum Herunterladen